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Nach dem Cholera-Ausbruch im Jemen sind in dem Bürgerkriegsland bereits mehr als 100.000 Menschen erkrankt und fast 800 an der Infektion gestorben.

Verheerende Krankheit

Cholera-Epidemie im Jemen

Nach dem Cholera-Ausbruch im Jemen sind in dem Bürgerkriegsland bereits mehr als 100.000 Menschen erkrankt und fast 800 an der Infektion gestorben.

Genf - Seit Ende April seien 101.820 mutmaßliche Cholera-Fälle in 19 der insgesamt 21 Verwaltungsgebiete des Jemen registriert worden, teilte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Donnerstag in Genf mit. 789 Menschen seien seitdem an der Krankheit gestorben. Im Jemen sind zwei Drittel der Bevölkerung vom Hunger bedroht. Die WHO hatte daher bereits gewarnt, dass bis Jahresende bis zu 250.000 Menschen in dem arabischen Land an Cholera erkranken könnten.

Fast stündlich ein Toter durch Cholera

Die Hilfsorganisation Oxfam erklärte am Donnerstag, die Krankheit breite sich im Jemen rasend schnell aus und töte derzeit fast jede Stunde einen Menschen. "Der Jemen ist am Rande des Abgrunds. Leben stehen auf dem Spiel", erklärte der Oxfam-Direktor für den Jemen, Sadschdschad Mohammed Sadschid. Cholera ist eine hoch ansteckende, durch Bakterien übertragene Krankheit. Sie wird durch verschmutztes Wasser oder Essen übertragen. Es ist bereits der zweite Cholera-Ausbruch im Jemen in weniger als einem Jahr.

Bürgerkrieg und Krankheiten belasten die Menschen

Im Jemen kämpfen schiitische Huthi-Rebellen seit Anfang 2015 gegen Truppen des Präsidenten Abd Rabbo Mansur Hadi. Seit März 2015 fliegt eine von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition Luftangriffe gegen mutmaßliche Stellungen der Rebellen. Extremistengruppen wie Al-Kaida und der Islamische Staat (IS) machen sich den Konflikt zunutze, um ihre Macht im Land auszubauen. Wegen des Konflikts ist das Gesundheitssystem teilweise zusammengebrochen. Mehr als die Hälfte der medizinischen Einrichtungen ist geschlossen. So kann sich die eigentlich leicht zu behandelnde Cholera rasch ausbreiten.

afp

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