Messdiener ziehen zum Start der Eucharistiefeier zum Gottesdienst zu Christi Himmelfahrt mit ihren Weihrauchfass vor dem Schlossplatz auf die Bühne.
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Christi Himmelfahrt ist deutschlandweit ein Feiertag und wird von Christen mit Gottesdiensten und Prozessionen gefeiert.

Christlicher Feiertag

Christi Himmelfahrt 2021: Wann ist der Feiertag? Was wird gefeiert? Wer hat frei? Die wichtigsten Antworten

  • vonElisabeth Urban
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Christi Himmelfahrt findet jedes Jahr genau 39 Tage nach dem Ostersonntag statt. Was steckt hinter dem Fest? Wann ist Christi Himmelfahrt 2021? Wo ist Feiertag? Ein Überblick.

München - Christi Himmelfahrt als Feiertag hat schon eine lange Tradition: Seit dem 4. Jahrhundert gibt es das christliche Fest, seit 1934 ist es als deutschlandweiter Feiertag verankert. Wer mit den christlichen Bräuchen eher wenig anfangen kann, feiert am gleichen Tag in erster Linie Vatertag oder Männertag. Auch international wird Christi Himmelfahrt begangen: In der Schweiz, in Österreich, Belgien, Dänemark, Frankreich, Liechtenstein, Luxemburg und in den Niederlanden haben die Menschen frei, in Italien, Polen und Ungarn wurde der gesetzliche Feiertag mittlerweile abgeschafft.

Christi Himmelfahrt 2021: Wann findet das Fest statt?

Weil Christi Himmelfahrt immer am 40. Tag nach dem Ostersonntag gefeiert wird, fällt es jedes Jahr zuverlässig auf einen Donnerstag zwischen dem 30. April und dem 3. Juni. Aber woher kommen eigentlich die penibel abgezählten 39 Tage zwischen den beiden christlichen Festen? Tatsächlich gilt die 40 im Katholischen als heilige Zahl, und eine Bibelstelle legt das „Aufsteigen“ von Jesus auf den vierzigsten Tag nach Ostern fest. Der nächste Grund zur Feiertagsfreude ist dann auch schon nicht mehr weit: Nur zehn Tage später feiern die Christen Pfingsten.

Wo ist Christi Himmelfahrt Feiertag 2021? Wer hat frei?

Der regelmäßige Donnerstags-Termin freut alle, die sich mit dem Feiertag ein langes Wochenende gönnen können - und zwar in allen Bundesländern. Denn Christi Himmelfahrt ist in ganz Deutschland ein gesetzlicher Feiertag.

Christi Himmelfahrt: Was wird gefeiert?

Christi Himmelfahrt schließt für Christen an die Geschichte der Auferstehung Jesu am Ostersonntag an. Mit Christi Himmelfahrt ist dann das tatsächliche „Auffahren“ von Jesus Christus in den Himmel, also seine Rückkehr als Sohn Gottes zu seinem Vater gemeint. Dass zwischen der Auferstehung und der Rückkehr Jesu in den Himmel doch einiges an Zeit vergeht, wird überwiegend wie folgt erklärt: Mit seinem Tod am Karfreitag steigt Jesus zunächst ins Reich der Toten hinab. Am Ostersonntag kehrt er durch die Auferstehung aus dem Totenreich zu den Lebenden zurück, er erscheint seinen Anhängern immer wieder, um die Auferstehung zu zeigen. An Christi Himmelfahrt steigt er dann endgültig in den Himmel auf. Der Himmel ist nach theologischem Verständnis in diesem Fall übrigens nicht als geographischer Ort zu verstehen, sondern wird als Ausdruck für den ganz eigenen Bereich Gottes interpretiert.

Rund um das kirchliche Fest entstanden zahlreiche Brauchtümer: So wurde beispielsweise im mittelalterlichen Gottesdienst eine Christus-Figur in das Kirchengewölbe hochgezogen oder eine Figur des Teufels heruntergestürzt. Mittlerweile sind vor allem Gottesdienste, Himmelfahrts-Ritte und -Prozessionen üblich, bei denen unter anderem um eine gute Ernte gebeten wird.

Christi Himmelfahrt: Bollerwagen-Tour zum Vatertag schon im christlichen Brauchtum begründet

Berühmt-berüchtigt sind die Bollerwagen-Touren, die zum Vatertag veranstaltet werden

Der Vatertag fällt immer auf dasselbe Datum wie Christi Himmelfahrt. Auch die hochprozentigen Bollerwagen-Touren und Wanderungen zum Vatertag haben einen Ursprung in christlichen Traditionen: Schon früh war es üblich, zu Christi Himmelfahrt sogenannte Flurumgänge und Prozessionen zu veranstalten. Begründungen zu dieser Tradition gibt es verschiedene, klar ist jedoch, dass sie schon im Mittelalter teilweise für alkoholische Gelage unter alibi-religiösem Deckmantel zweckentfremdet wurden. Die Kirchen sprachen sich deutlich gegen die Sauftouren aus, also zogen diese schließlich in das weltliche Brauchtum des 19. Jahrhunderts als sogenannte „Herrenpartien“ ein. Mit der Einführung des Muttertages etablierten sie sich dann im Lauf der Zeit zum Bestandteil eines Gegenstücks, dem „Vatertag“ - und werden mittlerweile teilweise durch familienfreundlichere Ausflüge ersetzt. (eu)

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