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Der 45-jährige Angeklagte soll das Mädchen im November 1987 auf dem Schulweg in Osnabrück überfallen und umgebracht haben.

Er brachte die Neunjährige um

Christinas Mörder: Acht Jahre Haft gefordert

Osnabrück - Die neunjährige Christina aus Osnabrück begegnete ihrem Mörder 1987 auf dem Weg zur Schule. Seit kurzem steht der Mann vor Gericht. Der Staatsanwalt fordert nun acht Jahre Haft.

Für den Mord an der neunjährigen Christina aus Osnabrück hat der Staatsanwalt eine Haftstrafe von acht Jahren gefordert. Ein heute 45-Jähriger hatte das Mädchen vor 26 Jahren nach einem versuchten sexuellen Missbrauch in Niedersachsen erdrosselt.

Mit vielen Details schilderte der Oberstaatsanwalt am Mittwoch den Tathergang und die Geschichte des Angeklagten. Zum Tatzeitpunkt sei der Mann voll straffähig gewesen, sagte der Oberstaatsanwalt. Im November 1987 habe er nach dem Joggen der kleinen Christina in einem Heckengang aufgelauert, sie gepackt, versucht sie sexuell zu missbrauchen und sie schließlich umgebracht, um die Tat zu vertuschen.

Der Mann wurde erst vor einem Jahr durch einen DNA-Abgleich gefasst, er gestand die Tat. Kurz nach dem Mord hatte es diese Analysemethode noch nicht gegeben.

Weil der Angeklagte damals 19 Jahre alt war, wird er nach den Jugendstrafrechts-Vorschriften von 1987 verurteilt. Die Höchststrafe für einen solchen Fall lag damals bei zehn Jahren. „Die Tat ist so massiv, so menschenverachtend, dass wir die Strafe im höchsten Bereich ansiedeln müssen“, sagte Oberstaatsanwalt Hubert Feldkamp in seinem Plädoyer am Mittwoch. Es sei aber zu berücksichtigen, dass der Angeklagte in seiner Aussage ehrlich gewesen sei.

Der Verteidiger forderte sechseinhalb Jahre Haft. Der Angeklagte bat in seinem Schlusswort mit gesenktem Blick um Entschuldigung, er wandte sich dabei insbesondere an den im Gericht anwesenden Vater von Christina. Das Urteil in dem Mordprozess soll am kommenden Montag gesprochen werden.

dpa

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