Cold Case nach 23 Jahren vor der Aufklärung? 

Mordfall Claudia (†11): Vater mit emotionaler Video-Botschaft - „Bitte helfen Sie mir“

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23 Jahre nach dem Mord an der elfjährigen Claudia Ruf aus Grevenbroich hat die Polizei eine neue Spur. Es gibt neue Hinweise auf ihren Mörder. Claudias Vater mit einer emotionalen Botschaft um Hilfe. 

  • Seit 23 Jahren fehlt von dem Mörder von Claudia Ruf (†11) jede Spur. 
  • Nun informieren Ermittler auf einer Pressekonferenz über neue Hinweise. 
  • Kann der Mörder der Schülerin aus Grevenbroich-Hemmerden (Rhein-Kreis Neuss) nun ermittelt werden? 

Update vom 15. November 2019: Im Mordfall von Claudia Ruf in Grevenbroich hat die Polizei Rhein-Kreis Neuss (NRW) den neusten Stand der Ermittlungen auf einer Pressekonferenz präsentiert. Die Elfjährige wurde vor 23 Jahren ermordet. Die verbrannte Leiche des Mädchens wurde an einem Feldweg gefunden.

Jetzt hat die Polizei den Mordfall Claudia Ruf neu bewertet: Profiler des Landeskriminalamtes NRW haben ein Täterprofil erstellt und gehen nun von einer „Nahraumtat“ aus, teilt die Polizei mit.

  • Der Täter wohnte im Mai 1996 mit hoher Wahrscheinlichkeit entweder in Hemmerden oder hatte zumindest einen starken Bezugspunkt nach Hemmerden, so die Polizei. 
  • Und: Am Abend des 11. Mai 1996 traf der Mörder auf Claudia Ruf. 

Gibt es nun eine Wende im Mordfall Claudia Ruf? Diese neuen Erkenntnisse jedenfalls haben, laut Polizei, Folgen für die Menschen in Hemmerden und Umgebung. Ein DNA-Massentest wird in der Grundschule in Hemmerden durchgeführt. Mit Beschluss des Amtsgerichts Mönchengladbach werden 800 Männer, die einen Bezug zu Hemmerden haben und zum Tatzeitpunkt zwischen 14 und 70 Jahre alt waren, zur Abgabe einer Speichelprobe im Rahmen einer DNA-Reihenuntersuchung eingeladen. 

Claudias Vater mit einer emotionalen Botschaft

Nach mehr als 23 Jahren, besteht die große Chance, dass das so traurige Schicksal meiner Tochter aufgeklärt wird", bittet Claudias Vater die Einwohner Hemmerdens um Mithilfe. Hinweise und der DNA-Test seien wichtig. „Der Täter hat sich lange genug hinter uns allen verstecken können. Bitte helfen Sie mir“, sagt Friedhelm Ruf in der Video-Botschaft. „Wenn sie nicht hingehen, dann nützt das nur einem. Dem, der meiner Erstgeborenen damals elf Jahre alten Tochter Claudia das Leben genommen hat.“  

Seit 23 Jahren fahndet die Polizei nach dem Täter im Mordfall Claudia Ruf. 

 

Wer tötete Claudia (11): Polizei kündigt Pressekonferenz an - Gibt es Hinweise auf ihren Mörder?

Erstmeldung vom 14. November 2019

Euskirchen - Das Verbrechen an der damals elfjährigen Claudia Ruf aus Grevenbroich-Hemmerden sorgt noch immer für Entsetzen. Doch nun könnte die Polizei dem Mörder der Schülerin einen Schritt näher gekommen sein. Für Freitag wurde jedenfalls eine Pressekonferenz der Ermittler angesetzt, wie die Polizei Euskirchen am Donnerstag mitteilte. Dabei sollen neue Ansätze präsentiert werden, die zur Ergreifung des Täters führen könnten. 

Cold Case vor der Aufklärung? Ermittler berufen Pressekonferenz ein 

Am 11. Mai 1996 wird die damals elfjährige Claudia Ruf in Grevenbroich-Hemmerden entführt. Zwei Tage später wird die Schülerin rund 70 Kilometer entfernt in Euskirchen-Oberwichterich ermordet aufgefunden. Der noch immer unbekannte Täter entführte die Schülerin beim Gassigehen mit ihrem Hund, vergewaltigt sie anschließend. Als der Hund am Abend des 11. Mai alleine nach Hause zurückkehrt, alarmiert die Familie die Polizei. 

Trotz sofort eingeleiteter Suchmaßnahmen kann die Leiche der Schülerin erst zwei Tage nach dem Verbrechen entdeckt werden. Wie Rechtsmediziner anschließend feststellen, wurde die elfjährige mit Benzin übergossen und angezündet. Bei dem Fundort auf dem Feldweg soll es sich demnach jedoch nicht um den Tatort handeln. Ermittler gehen vielmehr davon aus, dass der unbekannte Täter die Schülerin mit einem Auto ins etwa 70 Kilometer entfernte Euskirchen brachte. 

Wer tötete die elfjährige Claudia Ruf? 

Wie Ermittler auf unzähligen Fahndungsplakaten betonen, fehlt von der Kleidung des Mädchens bis heute jede Spur. Dabei handelt es sich um eine dunkelblaue Kapuzenjacke, eine schwarze Jeans und karierte Sportschuhe der Marke Esprit. 

Mordfall Claudia Ruf vor der Aufklärung? Ermittler mit neuen Ansätzen 

Auch 23 Jahre nach der Tat konnte der Mörder von Claudia nicht gefasst werden. Doch bereits vor einem Jahr deutete Frank Hoever, Chef des Landeskriminalamts im Gespräch mit Bild an: „Es gibt einen neuen Ermittlungsansatz.“ Doch welche neuen Spuren Hoever dabei gemeint haben könnte, blieb vorerst unklar. Ein bereits 2010 durchgeführter Speichelprobentest blieb erfolglos. 2018 wurden dann erneut Männer zum DNA-Test gebeten. Das Ergebnis: bislang unbekannt. 

Auf der nun einberufenen Presskonferenz sollen durch Mordermittler und Spezialisten des Landeskriminalamts NRW, sowie der Staatsanwaltschaft Mönchengladbach neue Ansätze präsentiert werden. Sowohl Ermittler, als auch Oberstaatsanwältin Carola Guddat werden über den aktuellen Ermittlungsstand informieren. 

Cold Case vor der Aufklärung? Wird der Mörder von Claudia Ruf nun gefunden? 

Im Fall eines ungelösten Cold Cases erhofften sich Ermittler Hinweise von Zuschauern der TV-Sendung „Aktenzeichen XY“. Mehrere Anrufer meldeten sich, sie erkannten offenbar den Mann auf dem Phantombild. Im Fall eines Betonklotz-Werfers aus Münster tappen die Ermittler auch ein Jahr nach der Tat im Dunkeln. Wer kann Angaben zu dem Vorfall machen? 

Rubriklistenbild: © Polizei/Screenshot RTL.de

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