Seltsames Phänomen

Clown-Attacken halten Frankreich in Atem

Mâcon - Die Attacken von als Clowns verkleideten Missetätern halten Frankreich weiter in Atem: In der Stadt Mâcon in Ostfrankreich gab es am Montag fast zeitgleich zwei Attacken, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte.

Ein Jugendlicher, der mit seinem Roller nach Hause fuhr, sei von einem Clown zu Boden geworfen und geschlagen worden. Zwei weitere, als Clowns verkleidete Personen hätten - bewaffnet mit einem Baseballschläger und einem Beil - junge Leute verfolgt. Unklar war, ob es sich um echte Waffen oder Attrappen handelte.

Auch aus der Stadt Grenoble wurden laut Polizei Vorfälle gemeldet: Ein Clown mit einem Messer sei von einem Passanten in die Flucht geschlagen worden, der seinen Hund von der Leine ließ. Dort hieß es bei der Polizei, die Beamten hätten am Dienstag "einen Gutteil des Nachmittags damit verbracht, bedrohliche Clowns zu verfolgen". Die Einsätze hätten aber nichts erbracht. Ein junges Mädchen wurde in der Gegend laut der Zeitung "Dauphiné Libéré" in der Nacht zum Mittwoch von vier als Clowns verkleideten, bewaffneten Männern bedroht.

Im südfranzösischen Chamaret im Département Drôme wurde eine ältere Frau am Dienstagnachmittag von einem Clown in ihrem Auto gestoppt; zwei Komplizen mit einem Messer kamen dazu, wurden aber von anderen Autofahrern vertrieben. In Lyon wurden der Polizei vier Clown-Vorfälle gemeldet; Anzeige wurde dort nicht erstattet.

Seit Mitte Oktober verbreiten falsche, teils mit echten Waffen ausgerüstete Clowns in ganz Frankreich Angst und Schrecken. Das Phänomen wurde vor allem über die sozialen Netzwerke im Internet bekannt. Inzwischen haben sich bereits Gruppen gebildet, um die falschen Clowns zu jagen.

AFP

Rubriklistenbild: © Symbolfoto: dpa

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