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Als das Schiff auf einen Felsen auflief, war die Crew offenbar keine große Hilfe.

Überlebender: "Crew wusste nicht, was sie tun sollte"

Frankfurt/Berlin - An Bord der "Costa Concordia" versagte in der Not offenbar das Krisenmanagement. Diese Vorwürfe an die Crew erhebt nun ein Passagier. Was alles schief lief:

Ein Passagier aus dem hessischen Viernheim hat schwere Vorwürfe gegen das Krisenmanagement an Bord der “Costa Concordia“ erhoben. Als das Schiff auf einen Felsen gelaufen war, seien die Passagiere nicht über das Unglück informiert worden, sagte Filip Dudde, der mit seiner Frau auf Hochzeitsreise war, am Dienstag der Nachrichtenagentur dpa.

“Wir haben alles unter Kontrolle“, habe es noch aus den Lautsprechern getönt, als das Schiff sich bereits in Schieflage befand. Es handle sich nur um eine “elektrische Störung“.

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“Die Crew wusste nicht, was sie tun sollte“, beschrieb er die Zustände bei der späteren Rettung. Den Passagieren sei der Zutritt zu den Rettungsbooten verwehrt worden. “Da hat kein einziger einen Passagier beruhigt.“ Auf Nachfragen, was denn nun geschehe, habe man ihnen nur gesagt, sie sollten warten. “Da verging sehr viel Zeit, bis überhaupt etwas passiert ist“, sagte der 33-Jährige. Er sei dann gemeinsam mit anderen Passagieren auf ein Rettungsboot gelassen worden, bis es überfüllt gewesen sei. 20 Minuten hätten sie dann dort gewartet, bis es endlich gelungen sei, das Rettungsboot zu lösen.

Nach dem Schiffunglück vor Italien werden weiterhin fünf Menschen aus Hessen vermisst. Ob sich einer der Hessen unter den bisher geborgenen Toten befindet, ist nach Angaben der Polizei in Offenbach noch unklar. Informationen, die bei der Identifizierung helfen sollen, seien an die zuständigen Behörden weitergeleitet worden, sagte ein Sprecher.

Um Hilfe bei der Identifizierung ist nach Aussage von Stewa-Touristik-Geschäftsführer Peter Stenger auch der Krisenstab des Reiseunternehmens gebeten worden. Bei den vermissten Hessen handelt es sich um ein Ehepaar aus Mühlheim im Alter von 71 und 72 Jahren, zwei 70- und 78-jährige Schwestern aus Offenbach sowie um einen 74 Jahre alten Mann aus Maintal. Alle fünf hatten ihre Kreuzfahrt bei der Tourismus-Firma mit Sitz im unterfränkischen Alzenau gebucht.

dpa

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