Coronavirus im Supermarkt
+
Acht Corona-Fälle bei ALDI-Mitarbeitern in Filiale in Niedersachsen – ein Fall von britischer Variante (Symbolfoto)

Filiale vorübergehend geschlossen

Aldi-Mitarbeiterin mit britischer Corona-Variante infiziert - Landkreis wendet sich an Kunden

  • Martina Lippl
    vonMartina Lippl
    schließen

Aldi-Mitarbeiter einer Filiale in Niedersachsen sind positiv auf Corona getestet worden. In einem Fall wurde jetzt die britische Variante B.1.1.7 nachgewiesen. Die betroffene Filiale zieht die Reißleine.

Melle - Zunächst waren drei Mitarbeiter in einer Aldi-Filiale in Melle (Niedersachsen) positiv auf Corona getestet worden. Doch die Zahl der Infizierten liegt viel höher. Inzwischen sind acht Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert. Fünf davon sind inzwischen genesen, drei Fälle sind noch akut. Bei einer Mitarbeiterin des Discounters liegt jetzt der Nachweis der neuen britischen Corona-Variante vor.

Acht Corona-Fälle bei Mitarbeitern des Aldi-Markts - Kunden sollen sich beobachten

Die örtlichen Behörden haben sämtliche Kunden zu erhöhter Aufmerksamkeit aufgerufen. Wer seit Montag (1. Februar) vergangener Woche in dem Supermarkt eingekauft habe, solle seinen Gesundheitszustand beobachten und sich bei etwaigen Symptomen umgehend testen lassen, teilte der Landkreis Osnabrück am Dienstag mit.

Die betroffene Filiale bleibt am Dienstag geschlossen und soll gründlich desinfiziert werden. Darauf hätten sich das Unternehmen Aldi Nord und die Behörden abgestimmt. Vorsorglich sei das gesamte Team am Standort von der Arbeit freigestellt worden. Für den weiteren Betrieb am Mittwoch will der Discounter Personal aus anderen Märkten einsetzen.

Die Mitarbeiterin, bei der die britische Variante nachgewiesen worden war, habe sich mit hoher Wahrscheinlichkeit nach Angaben von Aldi Nord nicht im Markt, sondern im privaten Umfeld angesteckt, teilt der Landkreis mit.*

Bereits am 15. Januar hatte ein externer Dienstleister die Firma Aldi Nord über seinen positiven Corona-Test informiert. „Bei einem Termin im Markt hat er dann nach Angaben von Aldi-Nord aller Wahrscheinlichkeit nach zunächst drei Aldi-Mitarbeiter angesteckt.“

Corona-Virus Mutation im Landkreis Osnabrück (Niedersachsen)

„Die hochansteckende britische Variante B 1.1.7 des Corona-Virus hat das Osnabrücker Land erreicht“, teilt der Landkreis Osnabrück bereits am Freitag (5. Februar) mit. Und berichtet von zwei Fällen: „Bei einer 41-jährigen Frau aus Osnabrück und einem 40-jährigen Mann aus Melle haben Laboranalysen die für diese Variante typischen Ergebnisse gezeigt, so dass mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit von einer Infektion ausgegangen werden muss.“

Im Alten-und Pflegeheim in Belm (Landkreis Osnabrück) ist dann am Sonntag ein Ausbruch der britischen Corona-Variante B.1.1.7 festgestellt worden. Bei 14 Bewohnern wurde die Corona-Mutation nachgewiesen. Obwohl, alle Heimbewohner bereits ihre zweite Impfung gegen Covid-19 bekommen hatten. Wann sich die Senioren infiziert haben, konnte die Leitung zunächst nicht sagen. Doch bisher gäbe es keine schweren Verläufe. (ml) *Merkur.de und hna.de sind Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare