1. Startseite
  2. Welt

Corona: Harte Maßnahmen in Baden-Württemberg - diese Regeln gelten jetzt

Erstellt:

Von: Bedrettin Bölükbasi

Kommentare

„Bei uns 2G Nachweis, Kontakterfassung, Schnaps & Liebe“ steht auf einem Schild an einer Bar in der Dresdner Neustadt. Das Wort des Jahres 2021 ist „Wellenbrecher“, wie die Gesellschaft für deutsche Sprache bekanntgab. Es geht dabei um Maßnahmen, die ergriffen werden, um die Corona-Welle zu brechen. «Wellenbrecher» ist das «Wort des Jahres» 2021.
Angesichts der Corona-Eskalation hat Baden-Württemberg nun auch in der Gastronomie die 2G-Plus-Regel eingeführt. © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Die Ministerpräsidentenkonferenz hat neue bundesweite Regeln zur Bekämpfung der Corona-Pandemie festgelegt. Baden-Württemberg legt nun nach und verschärft weiter.

Stuttgart/München - Die vierte Welle des tödlichen Coronavirus wütet weiterhin durch Deutschland. Besonders in den südlichen und östlichen Bundesländern sieht die Situation alarmierend aus. Angesichts der Lage haben Bund und Länder in der Ministerpräsidentenkonferenz deutlich schärfere Regeln beschlossen.

Nun geht Baden-Württemberg aber noch weiter. Die Landesregierung hat neue Regeln für Gastronomie und Großveranstaltungen aufgestellt. „Aufgrund der besonders prekären Lage in Baden-Württemberg wird die Landesregierung in einigen Bereichen über die Beschlüsse der Bund-Länder-Runde hinausgehen“, hieß es in einer Pressemitteilung.

Corona: Baden-Württemberg beschließt 2G-Plus-Regelung in Gastronomie

Nach Beratungen in der Bund-Länder-Konferenz wurde bundesweit die 2G-Regel für Gastronomie vorgeschrieben, wonach nur Geimpfte und Genesene Zutritt haben. Zusätzlich könnte man sogar auch einen negativen Test verlangen. Jetzt wird die Landesregierung in Stuttgart wohl von dieser Möglichkeit Gebrauch machen.

Auch Geimpfte und Genesene müssen in Baden-Württemberg künftig für den Restaurantbesuch einen negativen Corona-Test vorweisen. Für die Gastronomie gelte künftig die Regel 2G-Plus, wie die Deutsche Presse-Agentur am Freitag aus Regierungskreisen erfuhr. Neben Teststationen oder Apotheken könne der Test auch vor Ort beim jeweiligen Dienstleister durchgeführt werden, berichtete der SWR unter Berufung auf Regierungsquellen.

Corona-Einschränkungen in Baden-Württemberg - auch Großveranstaltungen betroffen

Zudem wurden von der Landesregierung neue Einschränkungen auch für Großveranstaltungen beschlossen. So werden Großveranstaltungen angesichts der sich zuspitzenden Corona-Krise in Baden-Württemberg untersagt.

Demnach wird für sämtliche Veranstaltungen wie Fußballspiele oder Kultur- und Freizeitveranstaltungen künftig eine „harte Obergrenze“ von 750 Personen gelten. Alle Veranstaltungen jeglicher Art sollen künftig nur noch maximal 50 Prozent der möglichen Besucher zulassen dürfen. Die Regeln sollen bereits am Samstag (4. Dezember) in Kraft treten.

Corona in Baden-Württemberg: Kretschmann verteidigt neue Regeln - „verschärfte Maßnahmen notwendig“

Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hatte bereits vor der Ministerpräsidentenkonferenz am Donnerstag ein landesweites Verbot großer öffentlicher Veranstaltungen wie Weihnachtsmärkte angekündigt. Nun verteidigte er die neu eingeführten Maßnahmen: „Wir haben in Baden-Württemberg bereits weitgehende Maßnahmen getroffen. Dennoch macht die sich zuspitzende Lage auf den Intensivstationen, das weiter sehr hohe Infektionsgeschehen im Land und die neue Virusvariante verschärfte Maßnahmen notwendig.“

„Wir müssen Kontakte wieder radikal reduzieren – um die Welle vor Weihnachten nun abzuflachen“, müsse die erste Grundregel Kretschmann zufolge lauten. Der baden-württembergische Ministerpräsident begrüßte außerdem, dass Nachbesserungen beim Infektionsschutzgesetz zugesagt wurden, denn das aktuelle Instrumentarium reiche nicht.

Ministerpräsidentenkonferenz beschließt neue Corona-Regeln - erhebliche Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte

Bund und Länder hatten am Donnerstag Maßnahmen vorgestellt, um die Virusausbreitung zu bremsen, von denen einige bereits in Baden-Württemberg gelten. Mit 2G-Plus für die Gastronomie und dem Verbot von Großveranstaltungen geht das Land nun deutlich über die Beschlüsse von Bund und Ländern hinaus.

Die Ministerpräsidentenkonferenz hatte sich auf erhebliche Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte geeinigt. Ihnen wird im Weihnachtsgeschäft auch der Zutritt zu den meisten Läden verwehrt. Auch Apotheken und Pflegefachkräfte sollen gegen Corona impfen können, im Dezember kommen Millionen Dosen zusätzlich. Der Verkauf von Böllern und Feuerwerk zu Silvester wird bundesweit verboten. (bb mit Material von dpa)

Auch interessant

Kommentare