Corona-Regel-Besprechung: Winfried Kretschmann, Ministerpräsident von Baden-Württemberg, und Susanne Eisenmann (CDU).
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Baden-Württemberg: Ministerpräsident Kretschmann verkündete die neuen Corona-Regeln.

Maßnahmen im Überblick

Lockdown-Verlängerung: Diese Corona-Regeln gelten nun in Baden-Württemberg - Neuerung vor allem für Kinder

  • vonElisabeth Urban
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Bis 7. März wird der aktuelle Corona-Lockdown deutschlandweit verlängert. Trotzdem unterscheiden sich die Regelungen lokal - was gilt in Baden-Württemberg?

  • In Baden-Württemberg werden ab 22. Februar Schulen und Kitas schrittweise wieder geöffnet.
  • Eine grundsätzliche nächtliche Ausgangssperre besteht nicht mehr, kann lokal jedoch trotzdem gelten.
  • Medizinische Masken und Kontaktbeschränkungen bleiben Pflicht, Frisöre dürfen ab 1. März wieder öffnen.

Stuttgart- Der Lockdown* wegen des Coronavirus* ist zwar verlängert worden. Dennoch gibt es ein paar Änderungen. Die nächtliche Ausgangssperre wird neu geregelt, Schulen und Kitas nach und nach wieder geöffnet. Weil der Haarschnitt zur Körperhygiene gezählt wird, dürfen Friseurbetriebe ab dem 1. März unter strikten Hygiene-Bedingungen wieder aufmachen - andere Dienstleister, Einzelhandel und Gastronomie bleiben vorerst geschlossen. Ab einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz* von höchstens 35 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner soll dann über weitere Lockerungen beraten werden.

Corona-Lockerungen: Schulen und Kindergärten in Baden-Württemberg ab 22. Februar schrittweise geöffnet

In Baden-Württemberg tut sich vor allem bei der Betreuung von Kindern und im Bildungsbereich etwas: Ab dem 22. Februar ist für Grundschüler ein Wechselbetrieb mit je zwei Klassenstufen pro Woche im Präsenz-Unterricht geplant. Auch Kitas werden schrittweise wieder geöffnet.

Deutsch, Mathematik und Sachunterricht sowie die Übertritts-Vorbereitung bei den Viertklässlern stehen in der Grundschule im Fokus, Sportunterricht wird es zunächst keinen geben. Für die Kinder, die in einer Woche nicht im Präsenz-Unterricht sind, aber Anspruch auf Notbetreuung haben, wird es eine solche geben. Außerdem besteht für die Kinder keine Präsenzpflicht, Eltern können also auch entscheiden, dass ein Kind weiterhin nur per Distanzunterricht lernen soll.

Lehrkräfte an Grundschulen und Erzieher in Kitas sollen Masken zur Verfügung gestellt bekommen. Eine Maskenpflicht soll in der Grundschule jedoch nicht bestehen. Das Personal an Schulen, Kitas und in der Kindertagespflege soll sich zunächst bis zu den Osterferien zweimal pro Woche mittels Schnelltests anlasslos testen lassen können. Das teilte das Bundesland auf seiner offiziellen Internetseite mit.

Schüler, die 2021 ihren Abschluss machen, sollen ähnlich dem Grundschul-Modell im Wechsel Fern- und Präsenzunterricht erhalten - dabei entscheidet allerdings die jeweilige Schule, wie genau das Präsenzangebot ausfällt.

Corona-Regeln in Baden-Württemberg: Ausgangsbeschränkungen

Die Ausgangsbeschränkungen werden in Baden-Württemberg deutlich zurückgeschraubt: Seit dem 11. Februar kann man das Haus wieder ohne triftigen Grund verlassen - und das vielerorts auch wieder zwischen 5 und 20 Uhr.

Die nächtliche Ausgangssperre ist zwar insgesamt gekippt, kann aber spezifisch für Stadt- und Landkreise vom zuständigen Gesundheitsamt wieder eingeführt werden, wenn die Inzidenz von 50 Corona*-Neuinfektionen je 100.000 Einwohner und Woche dort überschritten wird. Die Ausgangssperre soll dann von 21 Uhr bis 5 Uhr gehen. Sobald die Inzidenz mindestens 3 Tage in Folge wieder unter 50 liegt, soll die Ausgangssperre dann wieder aufgehoben werden.

Kontaktbeschränkungen, Maskenpflicht- das bleibt im Corona-Lockdown

Mit Verlängerung des Lockdowns sind auch die Kontaktbeschränkungen verlängert worden. Personen des eigenen Haushalts und maximal eine Person aus einem anderen Haushalt dürfen sich im öffentlichen oder privaten Raum treffen. Kinder bis 14 Jahre zählen dabei nicht, für Kinderbetreuung gelten außerdem Ausnahmen. Auch die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske bleibt weiterhin Teil des Alltags. (eu) (*Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks)

Nicht wegen der Corona-Krise, sondern aus privaten Gründen tritt der baden-württembergische Ministerpräsident Kretschmann beim Wahlkampf kürzer. Als Ministerpräsident werde er seine Arbeit fortführen, gab er bekannt.

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