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Booster-Schutz gegen Omikron: Eine Kombination scheint besonders effektiv zu sein

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Von: Marcus Giebel

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Wie viele Impfungen gegen Covid-19 uns noch erwarten, kann aktuell noch niemand wirklich absehen. Die Anzahl könnte aber auch abhängig von der gewählten Vakzin-Kombination sein. Doch welche ist wirklich effektiv?

München - In Deutschland* wie in zahlreichen anderen Ländern stehen die Bürger vor einer wichtigen Wahl: Welcher Impfstoff darf's denn sein für den Booster-Pieks? Womöglich lohnt sich ein Blick nach Großbritannien*, denn das dortige Gesundheitsministerium hat sich einmal ganz genau angeschaut, welche Kombinationen einen besonders hohen Schutz vor schweren Covid-19-Verläufen bieten und diesen auch lange aufrechterhalten.

In den Fokus rückt dabei natürlich besonders die erstmals in Südafrika entdeckte Omikron-Variante, die bereits vielerorts auf der Welt vorherrschend ist und auch in der Bundesrepublik an Dominanz gewinnt.

Booster-Effektivität: Schutz vor Omikron generell geringer als vor Delta

Dabei wurde der Zeitraum zwischen dem 27. November und dem 17. Dezember 2021 berücksichtigt. Hielten sich die Betroffenen kürzlich außerhalb Großbritanniens auf, wurden sie nicht weiter beachtet - so sollten verfälschte Ergebnisse vermieden werden.

Anhand des aktuellen Forschungsstands ließen sich klare Abgrenzungen zwischen Omikron- und Delta-Fällen ziehen. Erstere wurde bei 68.489 der berücksichtigten Personen nachgewiesen, Letztere bei 147.597. Generell wurde festgestellt, dass der Schutz vor Omikron* bei allen Kombinationen geringer ausfiel als der vor Delta.

Zwei Pappschälchen mit Spritzen liegen hintereinander
Effektiver Booster: Moderna (hinten) und Biontech bringen offenbar einen hohen Schutz gegen Omikron. © Frank Rumpenhorst/dpa

Nach zwei Dosen Astrazeneca: Welcher Booster bietet den besten Schutz?

Hat eine Person zwei Dosen Astrazeneca* bekommen, betrug die Effektivität nach fünf bis neun Wochen 35 Prozent, nach zehn bis 14 Wochen waren es nur noch 25 Prozent. Ein Booster mit Biontech* erhöhte den Schutz eine Woche nach Verabreichung auf 50 Prozent, nach zwei bis vier Wochen sogar auf 60 Prozent. Fünf bis neun Wochen nach dem Pieks sind es gut 50 Prozent. Bei Moderna* fielen die Werte in den ersten vier Wochen geringfügig höher aus, dafür ab Woche fünf aber etwas niedriger.

Nach zwei Dosen Biontech: Welcher Booster bietet den besten Schutz?

Bekam eine Person zunächst zwei Dosen Biontech, betrug der Schutz nach zwei bis vier Wochen 60 Prozent, nach zehn bis 14 Wochen lag er noch bei etwa 30 Prozent. Ein Biontech-Booster ließ die Effektivität eine Woche danach auf 70 Prozent hochschnellen, selbst zehn Wochen später betrug diese noch knapp 50 Prozent. Die besten Werte lieferte aber eine Auffrischung mit Moderna: Nach einer Woche lag der Schutz bei fast 80 Prozent, nach zwei bis vier Wochen immer noch bei 70 Prozent, ehe er sogar nochmal leicht zunahm.

Nach zwei Dosen Moderna: Welcher Booster bietet den besten Schutz?

Im Fall von zwei Dosen Moderna betrug der Schutz nach zwei bis vier Wochen 50 Prozent, stieg nach fünf bis neun Wochen an und lag nach zehn bis 14 Wochen noch immer über 30 Prozent. Hier gab es aber keine verlässlichen Daten zur Effektivität der Booster-Impfung, weil nicht genügend Fälle eruiert werden konnten.

Drei Impfungen mit mRNA-Vakzinen scheinen also einen besseren Schutz zu bieten als ein Vektorimpfstoff als Basis und ein mRNA-Präparat on top. Allerdings weist das Gesundheitsministerium darauf hin, dass die Ergebnisse mit Vorsicht zu genießen seien - wegen der geringen Zahl der untersuchten Fälle und dem Umstand, dass etwa Reisende nicht berücksichtigt wurden.

Weiter heißt es, in England hatten am 19. Dezember 2021 bereits 68,2 Prozent der Bürger eine Impfdosis erhalten, 62,2 Prozent waren zweimal gepiekst, 38,9 Prozent der Menschen waren mindestens drei Dosen verabreicht worden. Anhand von Antikörpertests bei Blutspendern sei entdeckt worden, dass bereits 98,4 Prozent der Bevölkerung Antikörper aufgebaut haben, 22,7 Prozent allein durch eine Infektion. (mg) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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