Christian Drosten wurde von der WHO für ein weltweites Pandemie-Gremium vorgeschlagen.
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Christian Drosten wurde von der WHO für ein weltweites Pandemie-Gremium vorgeschlagen.

26-köpfige Expertengruppe

Drosten soll dabei sein: WHO schlägt weltweites Pandemie-Gremium vor - Für Suche nach Corona-Ursprung

  • Hannes Niemeyer
    VonHannes Niemeyer
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Die WHO hat ein Team aus Wissenschaftlern aus der ganzen Welt als globales Pandemie-Gremium vorgeschlagen. Auch der deutsche Virologe Christian Drosten steht auf der Liste.

Genf - Ein Team von Wissenschaftlern wurde von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für ein neues, weltweites Pandemie-Gremium vorgeschlagen. Mit auf der Liste steht auch der deutsche Virologe Christian Drosten. Die 26-köpfige Expertengruppe soll einen globalen Rahmen für die Erforschung neu auftretender Krankheitserreger mit epidemischem und pandemischem Potenzial schaffen, wie die WHO am Mittwoch bekanntgab. Zudem sollen die Wissenschaftler die ins Stocken geratene Untersuchung zum Ursprung des Coronavirus vorantreiben.

Die Spezialistinnen und Spezialisten stammen den Angaben nach aus verschiedenen Disziplinen, etwa der Epidemiologie,
der Tiergesundheit und der Molekularbiologie. Zur Auswahl hätten mehr als 700 Kandidatinnen und Kandidaten gestanden. Neben Drosten sind auch Wissenschaftler dabei, die an der WHO-Mission zur Erforschung des Corona-Ursprungs in China dabei waren.

WHO will weltweites Pandemie-Gremium - sie sollen auch Suche nach Corona-Ursprung wiederbeleben

Der Beirat ist eine Reaktion auf die von China lange verschleppte internationale Untersuchung des Ursprungs des Coronavirus. Das Virus tauchte Ende 2019 erstmals in Wuhan in China auf. Die von der WHO vorgeschlagenen ausländischen Experten durften erst mehr als zwölf Monate später, Anfang dieses Jahres, nach China reisen. Eine weitere Untersuchung vor Ort will China nicht zulassen. Die US-Regierung wirft China vor, den Experten Informationen vorenthalten zu haben. Peking wirft den USA und anderen Ländern dagegen vor, die Pandemie und die Suche nach dem Ursprung für politische Attacken zu missbrauchen.

Neben dem Coronavirus sind in den vergangenen Jahren immer mehr hochgefährliche Krankheitserreger aufgetaucht, unter anderem das Mers-Virus und verschiedene Vogelgrippeviren. Deshalb hatte die WHO bereits Anfang des Jahres angekündigt, eine wissenschaftliche Beratergruppe für die Entstehung neuartiger Krankheitserreger (SAGO) zu schaffen.

Drosten für Pandemie-Gremium vorgeschlagen - WHO-Chef glaubt an neue Viren mit Pandemie-Potenzial

Die WHO hofft, dass solche Untersuchungen künftig über den Beirat vorbereitet werden und dann ohne politische Auseinandersetzungen zwischen Regierungen über die Bühne gehen können. „Es liegt in der Natur der Dinge, dass neue Viren mit dem Potenzial, Epidemien oder Pandemien auszulösen, auftauchen“, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Das Virus Sars-CoV-2 werde nicht das letzte sein. Zu verstehen, woher neue Krankheitserreger kommen, sei unerlässlich zur Verhinderung neuer Ausbrüche und erfordere „ein breites Spektrum an Fachwissen“.

Sein Fachwissen gibt Christian Drosten seit Pandemie-Beginn besonders in Deutschland kund. Zuletzt äußerte sich der Virologe auch zu der aktuell laufenden Debatte um das RKI - das Institut sieht sich nämlich aktuell harter Kritik wegen vermeintlich unvollständiger Impfdaten ausgesetzt. (han/dpa/AFP)

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