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Selbst Drosten twittert es: Foto eines Intensivmediziners sollte alle Impfskeptiker nachdenklich stimmen

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Von: Markus Hofstetter

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Medikamente, die ein Covid-Patient auf der Intensivstation täglich benötigt
Das sind die Medikamente, die ein Covid-Patient auf der Intensivstation täglich benötigt © Twitter/Dave

Viele haben medizinische Bedenken gegen eine Corona-Impfung. Dabei würden sie mit Medikamenten vollgepumpt werden, wenn sie wegen Covid-19 auf der Intensivstation liegen.

Gloucester/Berlin - Es gibt immer noch viele Menschen in Deutschland, aber auch in anderen Ländern, die sich nicht gegen das Coronavirus impfen lassen wollen. Bestärkt werden sie in ihrer Haltung auch durch Prominente, die die Spritze verweigern, wie kürzlich das Beispiel Joshua Kimmich zeigte. Der FC-Bayern-Spieler bekannte öffentlich, dass er aus Sorge über mögliche Langzeitfolgen ungeimpft ist.

Wie Kimmich haben viele Impfskeptiker medizinische Bedenken. Man wisse nicht, was in den Impfstoffen stecke und welche Folgen sie für den menschlichen Körper auf lange Sicht hätten. Doch oft handelt es sich bei den angeführten Bedenken um Mythen, die bereits widerlegt wurden.

Bild sollte Impfskeptikern zu denken geben: Auf Intensivstationen liegen vor allem Ungeimpfte

Es ist unbestritten, dass die Corona-Impfung Wirkung zeigt. Das Risiko, mit einer Corona-Infektion ins Krankenhaus zu müssen, ist nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) bei Geimpften zur Zeit rund zehnmal geringer als bei Ungeimpften. Und im Falle einer Hospitalisierung sind es gerade die Ungeimpften, die auf Intensivstationen um ihr Leben kämpfen.

Eine Tatsache scheint den Impfzweifler aber zu entgehen. Im Falle einer Behandlung auf der Intensivstation werden sie mit einer Vielzahl von Medikamenten vollgepumpt. Um welche Mengen es sich dabei handelt, zeigt das Bild des Arztes Dr. David Frocester, der auf der Intensivstation des Gloucestershire Royal Hospital in England arbeitet.

Bild sollte Impfskeptikern zu denken geben: tägliche Medikamentenration für einen Covid-Patienten

Auf dem Foto, das Frocester auf Twitter postete, sind viele Schachteln, Flaschen, Fläschchen, Beutel und Spritzen zu sehen. Dazu schreibt der Arzt: „Diese ganze Medizin wird benötigt, um EINEN Covid-Patienten EINEN Tag lang auf der Intensivstation zu versorgen.“ Die Alternative dazu wäre nur „EIN Impfstoff“, führt er weiter aus. Seine Post schließt er mit der Aufforderung „Lass dich impfen“ ab.

Bild sollte Impfskeptikern zu denken geben: Drosten nennt es „sehr eindrücklich“

Der deutsche Virologe Christian Drosten hat Forcesters Bild kommentiert, ebenfalls auf Twitter. „Das ist sehr eindrücklich. Diejenigen, an die diese Botschaft geht, wissen wahrscheinlich gar nichts über die Nebenwirkungen und Folgen der Medikamente unten links und rechts im Bild.“ Er würde sich dazu einmal eine Schilderung eines Intensivmediziners in einer deutschen Talkshow wünschen.

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