Karl Lauterbach
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Warnt vor Lockerungen der Corona-Maßnahmen: Bundestagsabgeordneter Karl Lauterbach (SPD).

„Nicht den Fehler machen...“

Wegen Delta: Lauterbach warnt vor Lockerungen - Ein Bundesland kritisiert er besonders deutlich

  • Veronika Arnold
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Karl Lauterbach macht die Delta-Variante in der Corona-Krise Sorgen. Der SPD-Politiker warnt vor zu schnellen Lockerungen und kritisiert die Pläne eines Bundeslandes besonders deutlich.

Berlin - Ob sie schwerere Verläufe verursacht, als das ursprüngliche Coronavirus Sars-CoV-2, ist derzeitig noch unklar - dass sie ansteckender ist, scheint sich inzwischen aber immer deutlicher zu bestätigen: die sogenannte Delta-Variante. Diese bereitet SPD-Politiker Karl Lauterbach (58) zunehmend Sorgen.

Steigende Corona-Infektionen: Delta-Variante in Europa auf dem Vormarsch

Vor allem in Großbritannien, wo die Delta-Variante bereits besonders auf dem Vormarsch ist, ist die Inzidenz inzwischen auf über 300 angestiegen. Auch andere europäische Länder und Regionen verschärfen aufgrund der durch Delta erneut steigenden Infektionszahlen ihre Schutzmaßnahmen wieder. In den Niederlanden sind Discos und Nachtclubs erneut geschlossen, auch in Katalonien wurde das soziale Leben am Samstag wieder eingeschränkt. Die Bundesregierung hat ganz Spanien inzwischen zum Risikogebiet erklärt. Sorgen bereitet zudem das bevorstehende Finale der Fußball-EM vor zehntausenden Fans in London.

Lauterbach wegen Lockerungen trotz Delta besorgt: Ein Bundesland kritisiert er besonders deutlich

Angesichts dieser Beobachtungen hat Karl Lauterbach vor zu schnellen Lockerungen gewarnt. „Wir dürfen nicht den Fehler machen, zu viel zu öffnen“, wird er vom RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) zitiert. „Wir sollten stattdessen mit möglichst wenig Brandherden in den Herbst hineingehen. Insbesondere bei Treffen in Innenräumen wäre ich vorsichtig.“

Besonders den Kurs von Nordrhein-Westfalen kritisierte der Bundestagsabgeordnete. Das Bundesland sei seiner Meinung nach zu schnell nach vorne gegangen. „Da werden Abstände nur noch empfohlen. Für Treffen im Freien gibt es keine Obergrenzen mehr. Und die Maskenpflicht ist in vielen Bereichen aufgehoben“, kritisiert der 58-Jährige. (va)

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