News-Ticker aus Deutschland

Corona: Bundesland hebt FFP2-Pflicht teilweise auf - Panne bei Impfstoff-Produktion trifft Deutschland hart

  • Martina Lippl
    VonMartina Lippl
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Die Corona-Lage in Deutschland entspannt sich. Ab Montag gibt es bundesweit in Apotheken den digitalen Impfnachweis. Panne beim Impfstoffproduzent trifft Deutschland. Der News-Ticker.

  • Die Corona-Fallzahlen in Deutschland sinken. Das Robert-Koch-Institut* (RKI) meldet am Sonntagfrüh 1.489 Corona-Neuinfektionen.
  • Die 7-Tage-Inzidenz* liegt bundesweit bei 17,3. Acht Kreise sind „corona-frei“.
  • Impfstoff bleibt knapp. Nun fällt eine Impfstoff-Lieferung von Johnson & Johnson aus (siehe Update 13. Juni, 14.29 Uhr).
  • CSU-Landesgruppenchef Dobrindt ist gegen das vollständige Ende der Maskenpflicht (siehe Update 13. Juni, 21.07 Uhr).
  • Dieser News-Ticker ist beendet. Die Fortsetzung ab dem 14. Juni 2021.

Update vom 13. Juni, 21.07 Uhr: CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt hat sich gegen ein gänzliches Ende der Maskenpflicht ausgesprochen. Zwar müsse die Verhältnismäßigkeit von Corona-Maßnahmen stetig geprüft werden, meinte Dobrindt in der ZDF-Sendung „Berlin direkt“.

Jedoch brauche es unterschiedliche Herangehensweisen zwischen drinnen und draußen. „Ich kann mir gut vorstellen, dass wir die Maskenpflicht da, wo sie überhaupt noch besteht draußen, entfallen lassen“, meinte Dobrindt. In Innenräumen rate er hingegen zur Vorsicht. Auch wegen der hochansteckenden Virusmutationen, ergänzte der Ex-Verkehrsminister.

Corona in Deutschland: Apotheken stellen ab Montag digitalen Impfnachweis aus

Update vom 13. Juni, 18.47 Uhr: Ab Montag (14. Juni) soll schrittweise damit begonnen werden, vollständig geimpften Menschen digitale Corona-Impfnachweise auszustellen. Auch bereits Geimpfte können sich ab Wochenbeginn in Apotheken den dafür nötigen QR-Code holen. Von den Apothekerverbänden kam allerdings die Einschränkung*, dass sich die Zahl der teilnehmenden Apotheken erst nach und nach erhöhen werde. Grund hierfür sind technischen und organisatorische Einschränkungen.

Welche Apotheke den digitalen Impfpass anbieten, soll ab Montag auf der Website mein-apothekenmanager.de einzusehen sein. Verpflichtend ist der digitale Nachweis nicht, er dient viel mehr als freiwillige Ergänzung zum weiterhin gültigen gelben Impfheft aus Papier. Wer seine zweite Corona-Impfdosis im Impfzentrum oder in einer Arztpraxis erlangt, wird den digitalen Impfpass künftig ausgehändigt bekommen.

Update vom 13. Juni, 14.54 Uhr: Rund 20 Millionen mangelhafte Schutzmasken lagern in Baden-Württemberg. Dabei handle es sich um 15,2 Millionen vom Land beschaffte Masken und 4,6 Millionen Masken vom Bund, berichteten die Stuttgarter Nachrichten am Sonntag unter Berufung auf das Landessozialministerium in Stuttgart. Das Land fordere teils Schadenersatz von den Herstellern und verhandle auch mit dem Bund über eine Kostenerstattung.

Johnson & Johnson: Panne bei Impfstoff-Produktion trifft Deutschland hart

Update vom 13. Juni, 14.29 Uhr: Johnson & Johnson liefert bis Ende Juni etwa 6,5 Millionen Impfdosen weniger nach Deutschland. „Das ist bedauerlich, denn jede Impfdose zählt. Daher erwarten wir von Johnson & Johnson, dass diese Menge im Juli schnellstmöglich nachgeliefert wird“, sagte ein Sprecher aus dem Bundesgesundheitsministerium, wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet.

Die US-Arzneimittelbehörde FDA hatte zuvor bei der Überprüfung einer Produktionsstätte des US-Konzerns zahlreiche Mängel entdeckt. Rund 60 Millionen Impfdosen mussten entsorgt werden, berichteten US-Medien. Das Gesundheitsministerium geht davon aus, dass Biontech/Pfizer, Moderna und Astrazeneca ihre Lieferzusagen für das zweite Quartal erfüllen. Hier finden Sie einen Überblick der zugelassenen Corona-Impfstoffe* in Deutschland.

NRW hebt FFP-Maskenpflicht in Bus und Bahn auf

Update vom 13. Juni, 9.54 Uhr: Die Corona-Pandemie ist noch nicht vorbei. Nordrhein-Westfalen prescht bei der Lockerung der Maskenpflicht vor. Im Öffentlichen Nahverkehr ist seit Samstag (12. Juni) die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske oder KN95-Maske aufgehoben. In Bus und Bahn, an Haltestellen und Busbahnhöfen ist das Tragen einer sogenannten OP-Maske erlaubt, twitterte das NRW-Verkehrsministerium. Ende April war mit der Bundesnotbremse in NRW das die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske eingeführt worden.

Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) forderte jetzt die Länder auf, die weitere Fortdauer der Maskenpflicht zu überprüfen. Die Länder müssten klären, „ob und wo eine Maskenpflicht noch verhältnismäßig ist, wenn die Inzidenzzahlen niedrig sind und weiter sinken“, sagte die SPD-Politikerin der Bild am Sonntag. „Das gilt auch für die Schulen, denn Schülerinnen und Schüler sind von der Maskenpflicht besonders betroffen.“

Corona in Deutschland: Acht Kreise jetzt „corona-frei“ - große Änderung bei Risikogebieten ab heute

Erstmeldung vom 13. Juni 2021

München - Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 1.489 Corona-Neuinfektionen* und 18 weitere Todesfälle binnen eines Tages. Zum Vergleich: Vor einer Woche waren es 951 Corona-Fälle mehr. Bei der Zahl der Todesfälle waren 74 verzeichnet worden. Die 7-Tage-Inzidenz liegt am Sonntagmorgen bundesweit bei 17,3, wie aus den RKI-Daten hervorgeht (Vortag: 18,3; Vorwoche: 24,7).

Seit Beginn der Corona-Pandemie* registrierte das RKI 3.714 969 Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte aber deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. 89.834 Menschen in Deutschland sind bisher an oder mit Corona verstorben. Die Zahl der Genesenen schätzt das RKI auf 3.576.800. In Deutschland gibt es aktuell 1.800 aktive Corona-Fälle.

Corona-Fallzahlen in Deutschland (Stand: 13. Juni 2021)

  • Bisher haben sich in Deutschland 3.714 969 Menschen nachweislich mit Corona infiziert.
  • 89.834 Menschen in Deutschland sind bisher an oder mit Corona verstorben.
  • Die Zahl der Genesenen gibt das RKI mit 3.576.800 an.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert liegt laut RKI-Lagebericht von Samstagabend bei 0,85 (Vortag: 0,83). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 85 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

Corona in Deutschland - Acht Kreise „corona-frei“

Acht Kreise sind momentan „corona-frei“: In den Landkreisen Tirschenreuth, Wesermarsch und Prignitz sowie in den Stadtkreisen Pirmasens, Bayreuth, Neustadt an der Weinstraße, Flensburg und Neumünster liegt die 7-Tage-Inzidenz 0,0.

Corona-Hotspot ist Schweinfurt (Bayern) mit 86,1. Gefolgt von Lindau (Bayern). Zweibrücken in Rheinland-Pfalz belegt nach RKI-Daten Platz 3 mit einem Wert von 64,3.

Corona: Deutschland streicht beliebte Urlaubsländer von der Corona-Risikogebiete-Liste

Nicht nur in Deutschland auch in anderen europäischen Ländern flaut das Corona-Infektionsgeschehen ab. Die Bundesregierung streicht an diesem Sonntag beliebte Urlaubsländer von der Lister der Corona-Risikogebiete. In Portugal steht die Region Lissabon allerdings wieder auf der Liste der Corona-Risikogebiete, dafür ist Madeira kein Risikogebiet mehr.

Keine Risikogebiete ab Sonntag (13. Juni 2021) mehr

  • Ganz Österreich - auch die Bundesländer Tirol und Vorarlberg sind keine Risikogebiete mehr.
  • Griechenland: die Regionen Berg Athos, die Nördliche Ägäis, Ostmakedonien und Thrakien sowie Peloponnes gelten nicht mehr als Risikogebiete.
  • Kroatien – gesamt Kroatien - mit Ausnahme der Gespanschaften Medimurje und Varazdin - gilt nicht mehr als Risikogebiet.
  • Schweiz – die Kantone Bern und Thurgau gelten nicht mehr als Risikogebiete.
  • Portugal – die autonome Region Madeira gilt nicht mehr als Risikogebiet.
  • Zypern sowie zwölf weitere Länder auf dem Balkan sind keine Corona-Risikogebiete mehr.
Beliebte Urlaubsziele, wie fast ganz Kroatien (Foto) sind von der Liste der Corona-Risikogebiete gestrichen worden.

USA und Kanada keine Corona-Risikogebiete mehr

USA und Kanada gelten wegen der sinkenden Corona-Infektionszahlen neben anderen Ländern in Osteuropa und Asien nicht mehr als Risikogebiete. Das RKI hat die Liste der Corona-Risikogebiete auf seiner Webseite aktualisiert.

Kein Risikogebiet mehr - was bedeutet das für Reisende? Wer aus einem dieser Gebiete auf dem Landweg nach Deutschland kommt, muss künftig keinerlei Einreisebeschränkungen wegen Corona mehr beachten. Flugpassagiere müssen noch einen negativen Test vorweisen.

Regeln anderer Staaten für die Einreise aus Deutschland bleiben davon allerdings unberührt. Wer etwa aus Deutschland nach Österreich einreist, muss auch weiterhin einen negativen Corona-Test vorweisen können. Davon ausgenommen ist, wer eine Impfung nachweisen kann oder bereits von Corona genesen ist. In den USA und Kanada gilt etwa nach wie vor eine Einreisesperre für Deutsche, die nicht dort leben.(ml mit Material der dpa) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Johnson & Johnson/AP/dpa

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