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Corona-Lockerungen in Deutschland? Von wegen! Kölns Bürgermeisterin fordert jetzt die „No-Covid-Strategie“

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Von: Patrick Mayer

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Rheinmetropole: die Skyline von Köln in der Corona-Pandemie.
Rheinmetropole: die Skyline von Köln in der Corona-Pandemie. © IMAGO / Jochen Tack

Verbissen wird in Deutschland um Lockerungen der Corona-Beschränkungen gerungen. Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker fordert einen noch härteren Kurs in der Coronavirus-Pandemie.

München/Köln - Die Rufe nach Lockerungen in der Coronavirus-Pandemie in Deutschland werden immer lauter. Doch eine Politikerin hat einen Strategiewechsel vorgeschlagen - hin zu einem noch härteren Lockdown.

Coronavirus-Pandemie in Deutschland: Henriette Reker plädiert für No-Covid-Strategie

„In dieser Phase der Pandemie halte ich einen kurzen konsequenteren Lockdown für zielführend, wenn es darum geht, dass wir die coronabedingten Einschränkungen damit möglichst schnell und nachhaltig lockern können“, sagte die parteilose Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker dem Kölner Stadt-Anzeiger. Es habe dem Land geschadet, „dass wir - damit meine ich Bund, Länder und Kommunen gleichermaßen - oftmals zu zögerlich waren“.

Reker will noch mehr: die sogenannte „No-Covid-Strategie“. Heißt: Dass das Coronavirus-Infektionsgeschehen komplett nach unten gedrückt wird und somit ein wiederholter Anstieg der Covid-19-Fallzahlen von vornherein kontrollierbar wäre - im Idealfall.

„Ich habe mich bereits mehrfach zur ‚No-Covid-Strategie‘ bekannt, die einen Strategiewechsel vorsieht“, sagte Reker. So sei es entscheidend, „dem Infektionsgeschehen einen Schritt voraus zu sein“.

Die 64-Jährige schlägt deshalb Corona-Lockerungen erst ab einer konstanten Sieben-Tage-Inzidenz von 10 vor - und will diesen Ansatz in der viertgrößten deutschen Stadt (rund 1,03 Millionen Einwohner) auch umsetzen.

Oberbürgermeisterin von Köln: Henriette Reker (parteilos).
Oberbürgermeisterin von Köln: Henriette Reker (parteilos). © IMAGO / Political-Moments

No-Covid-Strategie in Deutschland? Köln-Bürgermeisterin will Corona-Inzidenzen unter 10

„Wir müssen die Zahl der Neuinfektionen auf ein Niveau senken, das so niedrig ist, dass unsere Gesellschaft damit gut umgehen kann“, sagte Reker weiter: „Aus Sicht von Experten wäre das Virus bei einer Inzidenz um die 10 gut beherrschbar - bezogen auf unser Gesundheitssystem und die Wirtschaft.“

Aktuell ist die Kölner Rathauschefin selbst in Covid-19-Quarantäne, nachdem sie mit Politiker-Kollege Herbert Reul (CDU) vergangenen Donnerstag (11. Februar) die Leitstelle der Feuerwehr besucht hatte.

Der Innenminister von Nordrhein-Westfalen (NRW) hat sich Medienberichten zufolge mit der besonders gefährlichen britischen Corona-Variante B.1.1.7 infiziert, wie auch 24rhein.de* und wa.de*berichten. (pm) *merkur-de, wa.de und 24rhein.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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