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Corona-Ausbruch an Schule: Ungeimpfte müssen in Quarantäne - Tägliche Tests für nicht-immunisierte Lehrer

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Von: Martina Lippl

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Die Infektionszahlen in Deutschland legen weiter zu. Auch die Inzidenz ist wieder leicht gestiegen. Die Lage in den Gesundheitsämtern spitzt sich zu. Der News-Ticker.

Update vom 9. September, 21.09 Uhr: Bei einer Party in einem Club im nordrhein-westfälischen Münster haben sich 26 Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Das gab die Stadt Münster am Donnerstag in einer Mitteilung bekannt. Dabei war der Zutritt zu der Veranstaltung offenbar an die 2G-Regel geknüpft worden. So sollen alle Gäste angegeben haben, dass sie entweder gegen Corona geimpft oder vom Virus genesen sind. Die Verantwortlichen gehen nach bisherigen Erkenntnissen davon aus, dass es sowohl Impfdurchbrüche unter Geimpften als auch Ansteckungen bei bereits Genesenen gegeben haben muss.

Update vom 9. September, 16.07 Uhr: Nach einem Corona-Ausbruch an einer Schule in Brandenburg an der Havel dürfen nur noch Genesene und Geimpfte zum Unterricht. Das teilte die Stadt mit. Nach einer erlassenen Verfügung vom Mittwoch müssen alle ungeimpften Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Hausmeisterpersonal in häusliche Quarantäne. Diese kann frühestens am 13. September beendet werden. Bereits am 3. September sind Corona-Fälle an der betroffenen Oberschule festgestellt worden, ist in der Allgemeinverfügung zu lesen. Wie viele Schüler positiv auf Corona getestet wurden, nannte die Stadt nicht.

Baden-Württemberg: Ungeimpfte Lehrer müssen sich täglich testen lassen

Update vom 9. September, 12.19 Uhr: Ungeimpfte Lehrer müssen sich in Baden-Württemberg mit Beginn des neuen Schuljahrs täglich testen lassen. Dies gelte auch für alle anderen ungeimpften Arbeitskräfte an der Schule, sagte die baden-württembergische Kultusministerin Theresa Schopper (Grüne) am Donnerstag in Stuttgart, berichtet die Nachrichtenagentur afp. Schüler sollen dreimal wöchentlich getestet werden. Geimpfte und Genesene sind von der Testpflicht ausgenommen. Um Fern- oder Wechselunterricht zu verhindern, gilt weiterhin Maskenpflicht in den Schulen.

Corona: Schwangere dürfen nicht in Schule unterrichten

Schwangere Lehrerinnen dürfen in Baden-Württemberg in der Regel nicht in Präsenz unterrichten. „Wir dürfen schwangere Lehrkräfte pandemiebedingt nur in Einzelfällen im Präsenzunterricht einsetzen“, sagte Kultusministerin Theresa Schopper (Grüne) laut SWR. Mit der Regelung seien Hinweise des Bundesfamilienministeriums umgesetzt worden. Derzeit seien 3.300 Lehrerinnen schwanger, sagte Schopper.

Schon ab kommenden Montag (13. September) sollen Ungeimpfte in Baden-Württemberg* großteils vom öffentlichen Leben ausgeschlossen werden, falls zu viele Corona*-Patienten auf den Intensivstationen liegen.

Weltärzte-Chef Montgomery für bundesweite 2G-Regel

Update vom 9. September, 11.44 Uhr: Weltärzte-Chef Frank Ulrich Montgomery fordert härtere Regeln*, um die vierte Corona-Welle zu brechen. Die 2G-Regel sollte weitreichend eingesetzt werden.  

Corona in Deutschland: Spahn beklagt schleppendes Impftempo

Update vom 9. September, 11 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn beklagt sich über das schleppende Impftempo in Deutschland. „Wir kommen aktuell leider nur langsam voran“, schreibt Spahn auf Twitter. Derzeit hätten 61,7 Prozent (51,3 Millionen Menschen in Deutschland) den vollen Impfschutz. 66,2 Prozent (55 Millionen Menschen) seien mindestens einmal geimpft. „Zwar sind damit 72,4 Prozent der Erwachsenen geschützt, aber noch sind zu viele ungeimpft, um die Pandemie zu überwinden“, twittert Spahn.

Corona: RKI meldet mehr als 15.000 Corona-Neuinfektionen - Gesundheitsämter am Limit

Erstmeldung vom 9. September, 10.17 Uhr: München - Binnen 24 Stunden sind 15.431 Coronavirus-Neuinfektionen und 50 Todesfälle gemeldet worden, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Donnerstagmorgen mitteilt. Die 7-Tage-Inzidenz ist nach einem leichten Rückgang wieder etwas angestiegen und liegt bei 83,5 (Vortag: 82,7, Vorwoche: 76,9). 

Corona in Deutschland: Hospitalisierungs-Inzidenz auf 1,79 gestiegen

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Mittwoch mit 1,79 an (Vortag 1,69). Ein bundesweiter Schwellenwert, ab wann die Lage kritisch zu sehen ist, ist für die Hospitalisierungs-Inzidenz unter anderem wegen großer regionaler Unterschiede nicht vorgesehen. Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei rund 15,5. 

Corona in Deutschland - Inzidenz in den Bundesländern

Bundesland7-Tage-Inzidenz (9. September 2021)7-Tage-Inzidenz (8. September 2021) laut RKI
Baden-Württemberg92,691,0
Bayern80,077,5
Berlin82,981,0
Bremen122,2117,6
Brandenburg40,137,5
Hamburg80,378,9
Hessen110,5113,6
Mecklenburg-Vorpommern38,436,4
Niedersachsen75,071,6
Nordrhein-Westfalen108,4109,4
Rheinland-Pfalz100,4103,0
Saarland90,789,2
Sachsen35,832,2
Sachsen-Anhalt26,825,3
Schleswig-Holstein47,249,1
Thüringen40,838,3

Corona in Deutschland - Kontaktnachverfolgung nicht mehr möglich

Die Zahl der Corona-Fälle bringt die Gesundheitsämter jetzt schon an ihre Grenzen. „In den großen Städten spitzt sich die Lage aufgrund der hohen Inzidenz wieder zu. Viele Gesundheitsämter geraten durch die zunehmenden Inzidenzen an in ihre Belastungsgrenze“, sagt die Vorsitzende des Bundesverbandes der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes, Ute Teichert, im Interview mit der Rheinische Post. „Viele tun ja jetzt so, als sei die Pandemie schon vorbei. Das ist leider nicht der Fall.“ Um die Ausbreitung zu stoppen, benötigen die Gesundheitsämter dringend deutlich mehr Personal. (ml) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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