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Corona in Deutschland: Erstmals seit Oktober 2020 - bundesweite Inzidenz sinkt unter entscheidenden Wert

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Die Corona-Zahlen in Deutschland sinken weiter. Ein Bundesland sperrt weiter auf. Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz sinkt unter 50. Der News-Ticker.

  • Trotz sinkender Infektionszahlen dämpft Weltärzte-Chef Montgomery Hoffnungen auf ein schnelles Ende der Corona-Pandemie (siehe Update vom 25. Mai, 16.30 Uhr).
  • Mecklenburg-Vorpommern will ab Juni die Kultur hochfahren (siehe Update vom 25. Mai, 20.54 Uhr).
  • Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz liegt erstmals seit Oktober 2020 wieder unter 50 (siehe Update vom 26. Mai, 7.00 Uhr).
  • Dieser News-Ticker zur Corona-Krise* in Deutschland wird fortlaufend aktualisiert.

Update vom 26. Mai, 7.00 Uhr: Deutschland kann in der Corona-Pandemie aufgrund des andauernden Rückgangs der Neuinfektionen wohl weiter aufatmen. Das lassen auch ein Blick auf die Infektionszahlen vermuten, die täglich vom Robert-Koch-Institut veröffentlicht werden. Am Mittwochmorgen meldetet das RKI erstmals seit Oktober vergangenen Jahres wieder eine bundesweite 7-Tage-Inzidenz von unter 50.

46,8 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner wurden demnach in den vergangenen sieben Tagen gemeldet. Dabei muss jedoch auch das verlängerte Pfingstwochenende mit in die Analyse eingezogen werden. An Wochenend- und Feiertagen werden grundsätzlich weniger Corona-Tests gemacht und gemeldet.

Für Dienstag meldete das RKI 2.626 Neuinfektionen. Darüber hinaus sind 270 weitere Menschen an den Folgen von Covid-19 verstorben. Der Inzidenz-Schwellwert von 50 hat vor allem auch politisch eine große Bedeutung und ermöglicht weitere Lockerungen und Öffnungen. Zuletzt meldete das RKI am 20. Oktober 2020 eine 7-Tage-Inzidenz von unter 50.

Coronavirus in Deutschland: Infektionszahlen sinken - R-Wert weiter unter 1

Update vom 25. Mai, 22 Uhr: Die Corona-Zahlen in Deutschland sinken seit einiger Zeit. So auch der bundesweite R-Wert. Laut dem RKI-Lagebericht von Dienstagabend liegt er derzeit bei 0,78 (Vortag: 0,84). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 78 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Corona-Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, nimmt das Infektionsgeschehen ab. Liegt er hingegen anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

Corona in Deutschland: Mecklenburg-Vorpommern will ab Juni die Kultur hochfahren

Update vom 25. Mai, 20.54 Uhr: Viele derzeit noch geschlossene Kultureinrichtungen in Mecklenburg-Vorpommern können ab dem 1. Juni wieder schrittweise Gäste empfangen. Das teilte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) am Dienstagabend in Schwerin mit. Von da an dürfen beispielsweise Museen wieder öffnen. Ab dem 21. Juni sollen dann auch Kinos folgen. Der Besuch ist jeweils mit einem negativen Corona-Test möglich. Bereits zuvor wurde bekannt, dass das Bundesland den Tourismus-Neustart nach vorne verlegen will (siehe Update vom 25. Mai, 13.54 Uhr).

Die Zahl der zugelassenen Zuschauer:innen soll laut Kulturministerin Bettina Martin (SPD) schrittweise hochgefahren werden. Zunächst seien maximal 250 Menschen im Außen- und 100 im Innenbereich erlaubt. Auch hier wird jeweils ein negativer Corona-Test verlangt, der maximal 24 Stunden alt sein darf. Wer bereits vollständig geimpft ist, ist davon ausgenommen. Die Sieben-Tage-Inzidenz in Mecklenburg-Vorpommern lag laut RKI am Dienstag bei 37,6.

Corona in Deutschland: Weltärzte-Chef dämpft Hoffnung auf schnelles Pandemie-Ende

Update vom 25. Mai, 16.30 Uhr: Die 7-Tage-Inzidenz in Deutschland geht runter. Trotzdem rechnet Weltärzte-Chef Frank Ulrich Montgomery nicht mit einem schnellen Ende der Corona-Pandemie.

„Diese Pandemie wird in meinen Augen nie beendet sein“, sagte Montgomery im ntv. „Dieses Virus wird uns ähnlich wie das Grippevirus noch lange, lange über Generationen begleiten.“ Präventionsmaßnahmen seien deswegen seiner Ansicht nach so wichtig. Die erste sei das Impfen und die zweite seien Beschränkungen und Abstandsmaßnahmen, sowie das Tragen von Masken, bis ein großer Teil der Bevölkerung geimpft ist. Das Tragen von Masken sei kein dramatischer Grundrechtseingriff, der die Leute komplett schädige.

„Aus medizinischer Sicht reicht mir der niedrige Inzidenzwert noch nicht. Wir haben immer noch ein zu hohes Niveau der Inzidenzen“, sagt Montgomery in Bezug auf weitere Lockerungen. Er verweist auf den ursprünglichen Grenzwert von 35, der dann auf 100 angehoben wurde. Der Weltärzte-Chef verstehe, dass die Menschen ungeduldig würden und mehr wollen. Er appelliert vorsichtig zu sein, um keinen Rückfall zu riskieren.

Frank Ulrich Montgomery: Corona-Pandemie wird uns noch lange begleiten.

Update vom 25. Mai, 15.21 Uhr: Der Corona-Impfstoff von Moderna wirkt nach neuesten Studienergebnissen auch bei Kindern ab 12 Jahren. Das teilte das US-Unternehmen am Dienstag mit. Alle Details lesen Sie hier.

Update vom 25. Mai, 14.51 Uhr: Bitte, ohne Corona! Das TV-Publikum bevorzugt Serien und Filme ohne einen sichtbaren Pandemie-Bezug. Das ergab eine ZDF-Studie. 74 Prozent der befragten TV-Zuschauer:innen stimmten demnach der Aussage zu, froh zu sein, wenn man beim Schauen von Serien und Filmen nicht an die alltäglichen Einschränkungen durch Corona erinnert wird. Zugleich sei mehr als jeder Vierte (29 Prozent) manchmal irritiert, wenn sich die Schauspieler und Schauspielerinnen im Film oder in der Serie zum Beispiel umarmen oder keine Maske tragen - so als ob es kein Corona geben würde.

Mecklenburg-Vorpommern will Tourismus-Start vorziehen

Update vom 25. Mai, 13.54 Uhr: Mecklenburg-Vorpommern prescht vor. Hotels und Pensionen sollen im Bundesland schon dieses Wochenende wieder öffnen. „Gesundheits- und Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU, d.R.) und ich schlagen gemeinsam vor, dass wir den ersten Schritt, also die Beherbergung von Gästen aus MV, bereits zum 28. Mai umsetzen“, bestätigt Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) der Ostsee-Zeitung.

Der Neustart des Tourismus sollte ursprünglich Mitte Juni erfolgen. Wie im Vorjahr sollen zuerst Einheimische Urlaub machen dürfen, eine Woche später kommen Menschen aus ganz Deutschland nach. Eine Belegungsquote ist nicht geplant.

Der rasche Rückgang der Infektionszahlen in Mecklenburg-Vorpommern macht den Tourismus-Vorstoß möglich. Aktuell liegt die 7-Tage-Inzidenz dort bei einem Wert von 37,5. Nach dem test- und meldearmen Pfingstwochenende steigen die Zahlen in den nächsten Tag aber vermutlich wieder leicht an.

Corona in Deutschland: Impf-Geschwindigkeit stagniert über Pfingsten - 40 Prozent der Deutschen erstgeimpft

Update vom 25. Mai, 13.32 Uhr: Über 45 Millionen Impfdosen wurden in Deutschland mittlerweile verspritzt. Am Montag erhielten 287.574 Menschen eine Dose. Für knapp die Hälfte davon war es schon der zweite Pieks. Das geht aus den Zahlen des RKI-Dashboards hervor.

Über die Pfingstfeiertage ist die Impf-Geschwindigkeit demnach deutlich zurückgegangen. Am Montag der Vorwoche wurden noch 543.637 Corona-Impfungen durchgeführt.

Der Impffortschritt in Deutschland ist dennoch auf einem guten Weg. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts haben 33,6 Millionen Deutsche schon mindestens die Erstimpfung bekommen. Das sind knapp über 40 Prozent der Bevölkerung. Vollständig immunisiert sind 11,9 Millionen (14,3 Prozent).

Corona in Deutschland: Sterbefallzahl über Vorjahresschnitt

Update vom 25. Mai, 12.53 Uhr: Die Sterbefallzahl in Deutschland ist in den ersten Maiwochen sechs Prozent über dem Durchschnitt. Zwischen dem 10. und 16. Mai verstarben insgesamt 18.324 Menschen, teilt das Statistische Bundesamt am Dienstag mit. Das sind im Schnitt beinahe 1.000 Personen mehr als in den Vergleichswochen aus den Jahren 2017 und 2020.

Im Vergleich zur ersten Maiwoche 2021 sind die Zahlen rückläufig. Zu Beginn des Monats lag der Schnitt noch zehn Prozent über dem der Vorjahre. Das Amt weist darauf hin, dass sich die Corona-Pandemie erstmals Ende März 2020 auf die Sterbefallzahlen ausgewirkt hatte. Auch der Schnitt der Vorjahre sei dadurch also beeinflusst.

Corona: „Schritt für Schritt weniger Vorschriften“ - Altmaier fasst Ende der Homeoffce-Pflicht ins Auge

Update vom 25. Mai, 11.14 Uhr: „Schritt für Schritt weniger Vorschriften“, verspricht Wirtschaftsminister Peter Altmaier im Gespräch mit der Bild. Die Homeoffice-Pflicht werde möglicherweise schon bald abgeschafft. „Ich glaube, dass die Idee, dass man zur Normalität zurückkehrt, sicherlich auch bedeutet, dass man dort, wo es Sinn macht, auch wieder vor Ort arbeiten kann“, so der CDU-Politiker.

Trotzdem könnten aber sicherlich viele Beschäftigte im Homeoffice bleiben, meint Altmaier. Die Betriebe hätten sich als flexibel bewiesen. Das sei eine der positiven Lektionen der Corona-Krise.

„Das ist der völlig falsche Weg in einer Zeit, in der ohnehin Arbeitsplätze und Existenzen auf dem Spiel stehen“, stellte sich FDP-Präsidiumsmitglied Michael Theurer im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen noch viel deutlicher gegen die Homeoffice-Pflicht. Der Bundesverband Deutscher Industrie fordert die Aufhebung sowieso und plädiert für einen Stufenplan. Ende Juni läuft die Verordnung ohnehin aus.

„Sofort zurücknehmen!“ Spahn-Vorstöße erregen massive Kritik und sorgen für große „Verzweiflung“

Update vom 25. Mai, 7.14 Uhr: Die Deutsche Stiftung Patientenschutz zeigt sich erneut erbost ob der Aufhebung der Impfpriorisierung in Deutschland. „Bei gerade jetzt knappen Vakzinen für Impfberechtigte der Priorität zwei und drei wächst die Verzweiflung“, sagt Vorstand Eugen Brysch der Rheinischen Post. „Niemand sollte sich über Impftourismus aufregen, denn die Verantwortlichen dafür sitzen in Berlin und den Landeshauptstädten“, kritisiert Brysch, „eine verantwortungsvolle Politik muss das Ende der Impfpriorisierung am 7. Juni sofort zurücknehmen.“

Jens Spahn spekuliere „ungeniert über Impfpläne für Personengruppen in der Zukunft und kann den aktuellen Bedarf gar nicht decken.“ An den Telefonen der Patientenschützer mache sich die Verzweiflung der Impfwilligen bemerkbar: „Es kann nicht sein, dass Patienten mit Krebs, Bluthochdruck, Asthma oder Diabetes immer noch keinen Impftermin haben.“ Straffe Kritik erhält Jens Spahn auch aus der Politik. FDP- und Linksfraktion stören sich an der neuen Inzidenz-Zielmarke, die der Gesundheitsminister für einen „unbeschwerten Sommer“ aufgestellt hat.

Spahn hatte einen Inzidenzgrenze von 20 ins Spiel gebracht. „Mit seinen Spekulationen verbreitet Herr Spahn nur öffentliche Verunsicherung“, ärgert sich Michael Theurer, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der FDP, im Gespräch mit der „Welt“. „Konkrete Problemlösung anstatt schwurbeliger Ankündigungen wäre jetzt dringend geboten“, setzt Linksfraktionschefin Amira Mohamed Ali nach.

Corona-Zahlen bundesweit im Sinkflug - Großer Andrang bei Sonder-Impfaktion in NRW

Update vom 25. Mai, 6.13 Uhr: Am Pfingstmontag hatten alle deutschen Bundesländer die Inzidenz-Marke von 100 unterschritten (siehe Update vom 24. Mai, 11.47 Uhr). Einen Tag darauf nähert sich der bundesweite Inzidenzwert sogar der 50. Laut Dashboard des Robert-Koch-Instituts liegt er aktuell bei 58,4.

Dass die Zahlen allerdings vorsichtig einzuordnen sind, davor warnt auch das RKI. Über das lange Pfingstwochenende fanden vermutlich deutlich weniger Testungen statt und auch die Meldungen aus den Kreisen bleiben teils aus. Wie am Tag zuvor, verzeichnet Thüringen die meisten Ansteckungen pro 100.000 Einwohner.

Bundesland7-Tage-Inzidenz
Thüringen87,4
Saarland75,3
Baden-Württemberg74,5
Sachsen70,0
Hessen68,7
Nordrhein-Westfalen62,1
Bayern56,6
Rheinland-Pfalz53,4
Bremen50,4
Sachsen-Anhalt50,3
Berlin46,5
Niedersachsen42,8
Mecklenburg-Vorpommern37,5
Hamburg33,9
Schleswig-Holstein29,9

Corona: Großer Andrang bei Sonder-Impfaktion in NRW

Update vom 24. Mai, 22.10 Uhr: In Duisburg finden seit Pfingstmontag in Stadtteilen mit hoher Inzidenz Sonder-Impfaktionen statt. Am mobilen Impfzentrum vor einer Moschee im Stadtteil Marxloh ist die Stadt von dem großen Andrang überrascht worden. Laut Angaben der Feuerwehr warteten bereits vor Beginn der Aktion rund 700 Menschen darauf, eine Corona-Impfung mit dem Vakzin von Johnson & Johnson* zu bekommen.

Die ersten Bewohner kamen laut WDR bereits um 4 Uhr morgens und reihten sich auf Klappstühlen in die Warteschlange ein - der geplante Start der Impfaktion war 10 Uhr. Aufgrund des großen Andrangs starteten die Impfteams laut Angaben einer Sprecherin bereits um 9.15 Uhr mit den Einmalimpfungen.

Ursprünglich sollten am Montag in dem mobilen Impfzentrum insgesamt 400 Corona-Impfungen durchgeführt werden. Im Laufe des Tages wurden zusätzliche Ärzt:innen hinzugezogen, sodass insgesamt 1200 Impfdosen verabreicht wurden. Gegen Mittag wurde die Warteschlange wegen des großen Andrangs geschlossen. In den kommenden Tagen sollen die Sonder-Impfaktionen in Duisburg fortgesetzt werden.

Großer Andrang herrschte am Montag bei einer Sonder-Impfaktion in Duisburg.

Corona in Deutschland: Leichter Rückgang bei den Intensivpatienten

Update vom 24. Mai, 19.55 Uhr: Die Corona-Zahlen in Deutschland sinken weiter. Inzwischen liegen alle Bundesländer bei der Sieben-Tage-Inzidenz unter der „Notbremsen“-Marke von 100. Auf den Intensivstationen ist ebenfalls ein positiver Trend zu erkennen.

Laut dem aktuellen Tagesreport des DIVI-Intensivregisters vom Montag (24. Mai) ist die Zahl der auf einer Intensivstation behandelten Covid-19-Patienten in Deutschland leicht zurückgegangen. Derzeit liegen insgesamt 3237 Corona-Patienten auf einer Intensivstation - das sind 67 weniger als am Vortag. Invasiv beatmet werden aktuell 2035 dieser Patienten - ebenfalls 44 weniger als noch am Vortag.

Corona in Deutschland: Politik drängt auf Impfung von Jugendlichen

Update vom 24. Mai, 15.39 Uhr: Zahlreiche Politiker verschiedener Parteien in Deutschland drängen auf schnelle Corona-Impfungen von Kindern und Jugendlichen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (beide CDU) wollen Jugendliche noch im Sommer impfen lassen, um eine Rückkehr zum regulären Unterricht zu ermöglichen. Aus der FDP kam die Forderung, Eltern beim Impfen vorzuziehen.

Corona in Deutschland: Grüne wollen Urlaubsgutscheine verteilen

Von den Grünen kam der Vorschlag, ärmeren Familien Urlaubsgutscheine zu geben und Kindern Geld für Sportvereine. „Es braucht Angebote für Kinder und Jugendliche, das Versäumte aufzuholen und für Familien, um endlich mal wieder inne zu halten und Luft zu holen“, sagte die Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckardt den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland vom Dienstag.

Der Städte- und Gemeindebund rief dazu auf, den Infektionsschutz in den Schulen zu verbessern. „Nachdem die Schülerinnen und Schüler ein schweres Pandemiejahr hinter sich haben, muss jetzt alles unternommen werden, zu verhindern, dass wir im Herbst wieder zu einem schulischen Lockdown kommen“, sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg den Funke Zeitungen. Es sei noch nicht klar, wann jüngere Kinder geimpft werden könnten. Die Sommerferien sollten genutzt werden, um den Infektionsschutz in den Schulen dauerhaft nachhaltig zu verbessern.

Corona in Deutschland: Sämtliche Bundesländer unterschreiten 100er-Inzidenz

Update vom 24. Mai, 11.47 Uhr: Laut Dashboard des RKI (Stand 24.5, 11 Uhr) ist die Inzidenz nun in allen Bundesländern unter die kritische Marke von 100 gesunken. Damit ist in keinem Bundesland mehr die sogenannte Bundesnotbremse in Kraft, wonach einheitliche Rahmen-Beschränkungen in Form von Ausgangssperren, Kontaktbeschränkungen und verschärften Regeln für Schulen und Einzelhandel gelten.

Alle Bundesländer in Deutschland haben inzwischen eine Inzidenz unter 100, wie das Dashboard des RKI zeigt.

Die höchste 7-Tages-Inzidenz* verzeichnet im Moment noch Thüringen mit einem Wert von 96,6, wie folgender Auflistung zu entnehmen ist. Schleswig-Holstein dagegen hat inzwischen den niedrigsten Wert erreicht. Hier liegt die 7-Tages-Inzidenz bei nur noch 30,3.

Bundesland7-Tages-Inzidenz
Thüringen96,6
Sachsen80,6
Baden-Württemberg80,2
Saarland78,5
Hessen74,1
Nordrhein-Westfalen65,7
Bayern59,2
Berlin55,9
Rheinland-Pfalz54,3
Sachsen-Anhalt53,4
Bremen52
Brandenburg46,9
Niedersachsen45,4
Mecklenburg-Vorpommern39,6
Hamburg34,8
Schleswig-Holstein30,3
Quelle: RKI Dashboard, Stand: 24.5, 11.57 Uhr

Innerhalb der Landkreise in Deutschland ist die bayerische Stadt Memmingen einsamer Spitzenreiter in Sachen Inzidenz. Hier liegt der Wert bei 238,1. In keinem anderen Landkreis in Deutschland liegt der Wert über 200. Über die geringste Inzidenz dürfen sich die Einwohner in Flensburg freuen. Hier liegt sie gerade mal bei 5,5.

Corona-Pandemie: USA prüfen Fälle von Herzmuskelentzündung nach Impfung

Update vom 24. Mai, 9.11 Uhr: In den USA werden bereits im großen Stil Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren gegen das Coronavirus geimpft. Nun sorgen dort mehrere Fälle von Herzmuskelentzündungen bei jungen Menschen in Verbindung mit einer Corona-Impfung für Schlagzeilen. Derartige Fälle werden deshalb nun von der US-Gesundheitsbehörde CDC untersucht. Es handle sich um eine geringe Anzahl an Fällen bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die mit mRNA-Vakzinen der Hersteller Pfizer und Biontech* oder Moderna* geimpft wurden, erklärte die CDC. "Die meisten Fälle scheinen mild zu verlaufen, eine Nachverfolgung der Fälle ist im Gange".

Nebenwirkung der Corona-Impfung? Herzmuskelentzündungen häufiger bei jungen Männern

Nach Angaben der Behörde trat eine sogenannte Myokarditis häufiger bei jungen Männern auf, die bereits zum zweiten Mal geimpft worden waren. Um wie viele Fälle es sich handelt und wie alt die Betroffenen sind, gab die Behörde zunächst nicht bekannt.

Im Gegensatz zu den USA prüft die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) derzeit noch die Zulassung des Corona-Impfstoffs von Biontech/Pfizer für Zwölf- bis 15-Jährige.

Bisher sorgten vor allem Berichte über Nebenwirkungen des Impfstoffes Astrazeneca für Besorgnis. Eine Studie aus Großbritannien lieferte kürzlich auch Erkenntnisse zu Hirnvenenthrombosen im Zusammenhang mit mRNA-Impfstoffen von Biontech und Moderna.

Corona in Deutschland: Wieder deutlich weniger Neuinfektionen

Erstmeldung vom 24. Mai 2021, 8.51 Uhr: Berlin - 2682 Corona-Neuinfektionen haben die deutschen Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI)* innerhalb eines Tages gemeldet. Das geht aus Zahlen des RKI-Dashboards von Montagmorgen (24.5.2021, 5.30 Uhr) hervor. Vor einer Woche waren es 2730 Neuinfektionen mehr - damals hatte der Wert bei 5412 Ansteckungen gelegen.

Corona-Inzidenz in Deutschland weiter im Sinkflug - RKI weist auf Verzerrung hin

Immer mehr Landkreise haben inzwischen die kritische Inzidenz von 100, bei der die bundesweite Notbremse in Kraft tritt, unterschritten. Die 7-Tage-Inzidenz liegt laut RKI am Montagmorgen bundesweit bei 62,5 (Vortag: 64,5; Vorwoche: 83,1). Allerdings weist das RKI bei den Daten auf Verzerrungen aufgrund des Pfingst-Feiertages hin: „Aufgrund des Feiertags am 24.05.2021 ist bei der Interpretation der Fallzahlen zu beachten, dass an Feier- und Brückentagen weniger Personen einen Arzt aufsuchen, wodurch auch weniger Proben genommen und weniger Laboruntersuchungen durchgeführt werden. Dies führt dazu, dass weniger Erregernachweise an die zuständigen Gesundheitsämter gemeldet werden.“

Einen erfreulichen Rückgang verzeichnet das RKI auch bei den gemeldeten Todesfällen: Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 43 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 64 Tote gewesen.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie insgesamt 3.651.640 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte aber deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Corona in Deutschland: Weitere Gradmesser mit rückläufigem Trend

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 3.408.800 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, wird nun mit 87.423 angegeben.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert* lag laut RKI-Lagebericht von Sonntagabend bei 0,87 (Vortag ebenfalls: 0,87). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 87 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.
(va mit Material der dpa) *Merkur.de ist Teil von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Annette Riedl/dpa

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