Eine Person wird mit einer Spritze gegen das Coronavirus geimpft (Symbolbild).
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Eine Person wird mit einer Spritze gegen das Coronavirus geimpft (Symbolbild).

News-Ticker

US-Unternehmen meldet Durchbruch bei Corona-Grippe-Impfstoff - Hohe Wirksamkeit auch gegen Varianten

  • Anna-Katharina Ahnefeld
    VonAnna-Katharina Ahnefeld
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In Deutschland steigt die Sieben-Tage-Inzident seit zwei Wochen kontinuierlich an. Ein US-Konzern entwickelt ein Corona-Vakzin, das gleichzeitig gegen Grippe schützt. Der News-Ticker.

  • Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt erneut an.
  • Novavax entwickelt einen Corona-Impfstoff, der gleichzeitig gegen Grippe wirksam ist (siehe Update vom 20. Juli, 15.57 Uhr).
  • Dieser News-Ticker wird nicht mehr aktualisiert, alle neuen Informationen finden Sie ab sofort in unserem News-Ticker.

Update vom 20. Juli 2021, 15.57 Uhr: Im Kampf gegen die Corona-Pandemie könnte schon bald ein neues Medikament zur Verfügung stehen. Das US-Unternehmen Novavax will im Herbst eine Zulassung des Impfstoffs in Europa und den USA beantragen. Das Besondere daran: Das Vakzin ist sowohl gegen das Corona- als auch das Grippevirus wirksam.

Hausinternen Studien zufolge erzielt das Novavax-Vakzin eine Wirksamkeit von 90,4 Prozent. Hundertprozentigen Schutz soll es gar vor mittelschweren und schweren Corona-Verläufen bieten. Eine britische Studie mit 16.000 Probanden bestätigte die Wirksamkeit (89,7 Prozent). Der Impfstoff soll auch gegen Varianten effizient schützen.

Neuer Corona-Impfstoff von Novavax soll 100-prozentig vor schweren Krankheitsverläufen schützen

Novavax setzt auf einen Protein-Impfstoff, den es in Deutschland noch nicht gibt. Das Vakzin enthält winzige Partikel, die aus einer im Labor hergestellten Version des Spike-Proteins von Sars-CoV-2 bestehen.

In den Forschungen, die andauern, kombinierte der Konzern bei 400 Studienteilnehmern nun auch den Corona-Impfstoff* mit einem Grippevakzin. Das Ergebnis: Die Immunantwort änderte sich bei der Grippeimpfung nicht, die Wirksamkeit der Corona-Impfung sank nur leicht auf 87,5 Prozent.

Corona: RKI meldet sprunghaften Zahlen-Zuwachs

Erstmeldung vom 20. Juli 2021, 07.50 Uhr

München – Seit zwei Wochen steigt die Sieben-Tage-Inzidenz wieder kontinuierlich an. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts* von Dienstag liegt sie aktuell bei 10,9. Am Vortag betrug der Wert noch 10,3. Beim jüngsten Tiefststand am 6. Juli lag sie bei 4,9. Die deutschen Gesundheitsämter haben demnach dem RKI zuletzt binnen eines Tages 1183 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus den Zahlen vom Dienstagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.01 Uhr wiedergeben. Vor genau sieben Tagen hatte der Wert noch deutlich niedriger, bei 646 Ansteckungen, gelegen.

Die Sieben-Tage-Inzidenz* war in der Pandemie bisher Grundlage für viele von der Politik beschlossene Corona-Einschränkungen. Künftig sollen weitere Werte wie Krankenhauseinweisungen stärker berücksichtigt werden. Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 34 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 26 Tote gewesen.

Corona: Sieben-Tage-Inzidenz steigt wieder – Ulmer Forschungsprojekt zu Corona-Spätfolgen

Neue Erkenntnisse zu Long-Covid: Ein Forschungsprojekt der Universitätsklinik Ulm zu Corona-Spätfolgen hat bis zum aktuellen Zeitpunkt bei etwa jedem fünften seiner Patienten Organschäden festgestellt. „Wir hatten bislang rund 250 Patienten. 20 Prozent von ihnen haben Organschäden“, gab Dominik Buckert, betreuender Oberarzt der Spezialambulanz für Covid-Spätfolgen an Lunge, Herz und Gefäßen, an. Der größte Teil der anderen Patienten fühle sich schlechter belastbar – bei ihnen konnten die Mediziner aber keine Organschäden feststellen.

Die meisten Menschen, die in die Sprechstunde kommen, sind demnach zwischen 40 und 50 Jahre alt. „Und eigentlich verhältnismäßig gesund, also ohne chronische Vorerkrankungen“, sagt der Oberarzt. Die jüngsten der etwas mehr männlichen Patienten sind um die 20 Jahre alt. Das Uniklinikum hatte die Sprechstunde für Menschen mit Langzeitfolgen nach einer Covid-19-Erkrankung* bereits im Februar dieses Jahres eingerichtet.

Die Ulmer Spezialisten für innere Medizin beobachten bei den Organschäden vor allem Herzmuskelentzündungen und die Folgen davon. Dazu gehörten etwa Herzschwäche und Herzrhythmusstörungen, so Buckert. „Bei der Lunge beobachten wir, dass sich das Lungengerüst verändert und so ein schlechterer Gasaustausch möglich ist.“ Atemnot sei die Folge. Die bisherigen Erkenntnisse deckten sich mit den Rückmeldungen anderer Kliniken zu Corona-Spätfolgen, sagte Buckert. (dpa/aka) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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