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Impfstatus vor möglicher Änderung im Herbst: Wer gilt im Oktober noch als geimpft?

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Von: Tom Offinger

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Seit einigen Monaten läuft das öffentliche Leben in Deutschland halbwegs normal. Im Herbst dürfte sich das jedoch ändern: Dem Impfstatus könnte erneut eine wichtige Rolle zukommen.

München - Seit nun mehr zwei Jahren bestimmt die Corona-Pandemie das Geschehen auf der Welt. Mittlerweile sind die Regeln und Vorschriften fast schon in Fleisch und Blut übergegangen, zudem fallen mit dem Sinken der Infektionszahlen auch immer Beschränkungen, wie die FFP2-Maskenpflicht in Bayern oder das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes beim Einkaufen, weg. Auch die Wichtigkeit des Impfstatus nimmt von Woche zu Woche ab. Ab dem 1. Oktober könnte sich das jedoch wieder ändern.

Corona in Deutschland: Änderung des Impfstatus im Herbst

Es ist gerade einmal zwei Monate her, da beschloss die Bundesregierung am 20. März eine wichtige Änderung des Infektionsschutzgesetzes: Viele der bereits genannten Vorschriften wurden gelockert, gleichzeitig sollen neue eine weitere Corona-Welle in Deutschland unterbinden. Dazu könnte im Herbst dann auch eine Anpassung des Immunstatus greifen: Wer dann nämlich nicht dreifach geimpft ist, könnte ab dem 1. Oktober als ungeimpft gelten.

Vorher reichte eine zweifache Impfung für den Status eines „vollständig Geimpften“, die dritte Impfung galt als „Auffrischungs-“, beziehungsweise „Booster-Impfung“. Gleichzeitig soll auch der „Genesenen“-Status angepasst werden: Personen, die offiziell als genesen gelten, benötigen dann nur noch zwei Impfungen, um als „vollständig immunisiert“ zu gelten. „Geboosterte“ Personen behalten ihren bisherigen Impfstatus ohne Einschränkung bei.

Der digitale Impfpass auf einem Smartphone.
Könnte bald wieder ein wichtiges Kontrollmittel werden: Der Impfstatus. (Symbolbild) © Bernd Settnik

Corona in Deutschland: Änderung des Impfstatus im Herbst

Doch warum wurde ausgerechnet der 1. Oktober für eine Verschärfung des Impfstatus gewählt? Wie in den vergangenen zwei Jahren zuvor kann nicht ausgeschlossen werden, dass in Deutschland möglicherweise wieder 3G- oder 2G-Zugangsbeschränkungen greifen könnten. Somit dürfte dem Impfstatus wieder eine wichtige Kontrollfunktion zukommen. Mit einer Drittimpfung dürften Personen demnach in jedem Betrieb Zutritt erhalten, mit einer Grundimmunisierung könnte das schwieriger werden. Bei einer 3G-Regelung müssten diese Personen noch einen tagesaktuellen Schnelltest vorweisen.

Derzeit gilt in Deutschland keine Zugangsbeschränkung, der Immunstatus spielt im öffentlichen Leben der Bundesrepublik keine große Rolle. Wie Focus Online berichtet, soll die neue Regelung ab Oktober dann auch für Auslandsreisen gelten: Bei der Einreise wird eine Drittimpfung oder eine Kombination aus den zwei Grundimpfungen und einer Genesung benötigt. Sollte dies nicht möglich sein, werde eine aktuelle Genesung oder ein negatives Testergebnis fällig. (to)

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