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Corona: RKI veröffentlicht neue Liste der Hochrisikogebiete – Länder aus Ost-Europa betroffen

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Fußgängerzone München Corona
Die Fußgängerzone München. (Symbolbild) © picture alliance/dpa | Sven Hoppe

Die Corona-Zahlen in Deutschland steigen weiter an. Am Freitag veröffentlichte das RKI die Liste der Länder, die ab Sonntag als Hochrisikogebiete gelten.

Update vom 3. September, 15.35 Uhr: Die Bundesregierung stuft Serbien und Albanien von Sonntag (5. September) an als Hochrisikogebiete in der Corona-Pandemie ein. Auch Aserbaidschan, Guatemala, Japan, die palästinensischen Gebiete und Sri Lanka fallen dann in diese Kategorie, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Freitag mitteilte. Dagegen gilt Kuwait dann nicht mehr als Hochrisikogebiet.

Als Hochrisikogebiete werden Länder und Regionen mit einem besonders hohen Infektionsrisiko eingestuft. Rückkehrer, die nicht vollständig geimpft oder genesen sind, müssen für zehn Tage in Quarantäne. Erst nach fünf Tagen können sie sich mit einem negativen Test davon befreien. Für die Einstufung sind - anders als früher - nicht nur die Infektionszahlen ausschlaggebend. Andere Kriterien sind das Tempo der Ausbreitung des Virus, die Belastung des Gesundheitssystems oder auch fehlende Daten über die Corona-Lage.

Video: Der Risiko-Radar

Corona in Deutschland: Impfkampagne gerät weiter ins Stocken

Update vom 3. September, 12.50 Uhr: Die Impf-Kampagne gerät in Deutschland immer weiter ins Stocken, doch eine Impf-Pflicht lehnt Bundesgesundheitsminister Jens Spahn trotzdem weiter ab. „Ich war, bin und bleibe der Überzeugung, dass eine verpflichtende Impfung nicht die beste Lösung ist. Denn sie spaltet“, so der CDU-Politiker im Gespräch mit dem Magazin Spiegel.

Er warb erneut für Impfungen als den „besseren Weg“, eigene Immunität zu erreichen. Großbritannien etwa habe sich eine hohe Immunität der Bevölkerung durch viele Infizierte und hohe Todeszahlen erkauft. „Überträgt man die britische Pandemiepolitik auf Deutschland, hätten wir 100.000 Tote mehr gehabt, also mehr als doppelt so viele. Das ist nicht der Weg, den ich gehen möchte.“

Vollständig mit der meist nötigen zweiten Spritze geimpft sind in Deutschland nach Ministeriumsangaben von Freitag knapp 50,8 Millionen Menschen oder 61 Prozent der Gesamtbevölkerung. Mindestens eine erste Impfung bekommen haben bundesweit nun 54,5 Millionen Menschen oder 65,6 Prozent der Gesamtbevölkerung.

Spahn rief zu Impfungen auch aus Fürsorge für Kinder unter 12 Jahren auf, die sich nicht impfen lassen können. „Wichtig ist, dass all diejenigen, für die das empfohlen ist, sich impfen lassen sollten. Die Impfverweigerer dürfen nicht entscheiden, ob und wie viele Kinder sich anstecken. Je mehr Erwachsene sich impfen lassen, desto größer der Schutz für die Kinder.“

Corona in Deutschland: „Impffortschritt sehr zäh geworden“

Update vom 3. September, 9.15 Uhr: Die Corona-Zahlen steigen und die Impf-Kampagne gerät immer weiter ins Stocken. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller hat das langsame Tempo beim Impfen nun beklagt. „Inzwischen ist es mit dem Impffortschritt sehr zäh geworden. Wir kämpfen um jede einzelne Impfung, obwohl wir ausreichend Impfstoff und eine gute Infrastruktur haben“, sagte Müller der Deutschen Presse-Agentur.

„Wir müssen daher mit kreativen Impfangeboten wie mit der Clubnacht, dem Impfen auf Parkplätzen, in der S-Bahn oder im Alexa weitermachen.“ Das bringe durchaus etwas, so Müller. „Wir haben mit diesen Angeboten rund 50 000 zusätzliche Impfungen in den letzten Wochen ermöglichen können.“

Es sei erstaunlich, dass es nach dieser langen Pandemiephase immer noch so schwer sei, die Menschen von der Wichtigkeit dieser Impfung zu überzeugen. Müller sagte, er sei vorsichtig mit Prognosen, ob und wann eine Herdenimmunität möglich sei. „Doch ich bin sehr optimistisch, dass wir auch ohne Herdenimmunität keinen Lockdown mehr benötigen, weil wir andere Maßnahmen haben, um das zu verhindern.“

Corona: Erneut über 14.000 Neuinfektionen - Doch RKI meldet sinkende Hospitalisierungs-Inzidenz

Ursprungsmeldung vom 3. September 2021: Berlin - Die Corona*-Zahlen steigen seit Wochen wieder an, mittlerweile werden täglich mehr als 10.000 Neuinfektionen erfasst. Nun meldet das Robert Koch-Institut auch einen sprunghaft steigenden Wert registrierter Todeszahlen, die Hospitalisierungsrate steigt jedoch vorerst nicht an.

Corona in Deutschland: Sieben-Tage-Inzidenz steigt erneut an - RKI meldet Wert von 80,2

Sie gilt als wichtiges Instrument innerhalb der Corona-Pandemie: die Sieben-Tage-Inzidenz. Nach Angaben des RKI steigt sie auch am Freitag, 3. September 2021, erneut an. Mit einem Wert von 80,2 wird zeigt der Wert an, wie viele Personen sich innerhalb Deutschlands aktuell pro 100.000 Einwohner mit dem Coronavirus infiziert haben. Am Vortag hatte der Wert noch bei 76,9 gelegen, vor einer Woche bei 70,3.

Und auch die Corona-Neuinfektionen steigen am Freitag erneut an, insgesamt 14.251 Personen haben sich nach offiziellen Angaben innerhalb der vergangenen 24 Stunden mit dem Coronavirus infiziert. Vor einer Woche hatte der Wert noch bei 12.029 Neuinfektionen gelegen. Die Zahl der Todesfälle steigt am Freitag stark an, das RKI meldet nach offiziellen Angaben 45 Fälle, in denen Menschen an oder mit dem Coronavirus verstorben sind. Eine Woche zuvor lag der Wert noch bei 14 Todesfällen.

Corona in Deutschland: Hospitalisierungs-Inzidenz sinkt leicht

War die Sieben-Tage-Inzidenz bislang ein wichtiges Instrument zur Einschätzung der Corona-Pandemie, soll in der Zukunft auch auf weitere Parameter geachtet werden. So gibt das RKI seit kurzem auch die Zahl der Krankenhauseinweisungen in ihrem täglichen Lagebericht an.

Die Hospitalisierungs-Sieben-Tage-Inzidenz gibt an, wie viele Aufnahmen von Covid-19-Patienten in stationäre Behandlung je 100 000 Einwohner in sieben Tagen gemeldet wurden. Am Donnerstag gab das RKI den Wert im Lagebericht mit 1,74 an (Vortag 1,81). Ein bundesweiter Schwellenwert, ab wann die Lage kritisch zu sehen ist, ist für die Hospitalisierungs-Inzidenz unter anderem wegen großer regionaler Unterschiede nicht vorgesehen.

Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei rund 15,5. Die Berechnung der Sieben-Tage-Inzidenz erfolgt nach RKI-Angaben auf Basis des Meldedatums an das lokale Gesundheitsamt. Zwischen einer Infektion und der Krankenhauseinweisung vergehen demnach im Schnitt etwa zehn Tage, die Hospitalisierungs-Inzidenz spiegelt die Infektionslage also merklich verzögert wider.*Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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