Corona in Deutschland: Brandenburg verhängt Ausgangssperre über Ostern (Symbolfoto).
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Corona in Deutschland: Brandenburg verhängt Ausgangssperre über Ostern (Symbolfoto).

Alle Entwicklungen im News-Ticker

Corona: Bundesland beschließt nächtliche Ausgangsbeschränkung über Ostern - mehr als 17.000 Neuinfektionen

Das Coronavirus breitet sich wieder mit Tempo in Deutschland aus. Intensivmediziner fordern einen harten Lockdown. Der News-Ticker.

  • Coronavirus-Pandemie in Deutschland: Das RKI meldet knapp über 17.000 Neuinfektionen (siehe Update vom 31. März, 7.15 Uhr).
  • Brandenburg beschließt nächtliche Ausgangsbeschränkungen über Ostern (siehe Update vom 31. März, 17.04 Uhr).
  • Intensivmediziner fordern jetzt einen harten Lockdown. Die britische Corona-Mutation B.1.1.7 sei deutlich gefährlicher (Update vom 30. März, 9.46 Uhr).
  • Dieser News-Ticker ist beendet. Hier finden Sie die Fortsetzung ab dem 31. März.

Update vom 31. März, 7.15 Uhr: Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 17.051 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 249 neue Todesfälle verzeichnet. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 5.15 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich.

Die Sieben-Tage-Inzidenz lag laut RKI am Mittwochmorgen bundesweit bei 132,3 - und damit etwas unter dem Niveau des Vortags (135,2). Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Dienstagabend bei 1,01 (Vortag: 1,10). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 101 weitere Menschen anstecken.

Update vom 30. März, 20.15 Uhr: Die Ständige Impfkommission (Stiko) bestätigte, was sich bereits abgezeichnet hatte und änderte am Dienstagabend die Empfehlung zum Corona-Impfstoff von Astrazeneca. Dieser werde nun nur noch Menschen ab 60 Jahren verimpft, was nach dpa-Informationen aus einen Beschluss der Gesundheitsminister von Bund und Ländern hervorgeht.

Die Empfehlung sei „auf Basis der derzeit verfügbaren Daten zum Auftreten seltener, aber sehr schwerer thromboembolischer Nebenwirkungen“ getroffen worden, wie die Stiko mitteilte. Wie es für die rund 2,7 Millionen Personen weitergeht, die bereits ihre Erstimpfung mit Astrazeneca erhalten haben, wird bis Ende April bekanntgegeben. Nur 767 Menschen erhielten bislang eine zweite Dosis

Corona: Brandenburg beschließt Ausgangssperre - Thüringen will Astrazeneca-Impfungen fortsetzen

Update vom 30. März, 17.04 Uhr: Brandenburg beschließt nächtliche Ausgangsbeschränkungen über Ostern. Sie sollen vom 1. bis zum 6. April gelten. Die Corona-Infektionszahlen steigen in Brandenburg deutlich an. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 154,4, teilte das Land mit. Vorerst würden angesichts der dynamischen Infektionslage keine Modellprojekte gestartet.

Update vom 30. März, 15.35 Uhr: Thüringen setzt die Impfungen mit dem Astrazeneca-Impfstoff vorerst fort. Für Thüringen sei bisher keine Klinik bekannt, die das Impfen eingestellt habe, hieß es am Dienstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur aus dem Gesundheitsministerium. Man wolle keine „schnellen Entscheidungen treffen, die dann danach eventuell wieder keinen Bestand mehr haben“, hieß es.

Am Dienstagabend (30. März) beraten die Gesundheitsminister von Bund und Ländern in einer Sondersitzung über ein weiteres Vorgehen. Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) sagte, die Ständige Impfkommission (Stiko) wolle erneut eine Empfehlung aussprechen. Außerdem werde eine aktuelle Einschätzung des für die Sicherheit von Impfstoffen zuständigen Paul-Ehrlich-Instituts erwartet.

Das Land Berlin, Brandenburg und München haben am Dienstag Impfungen mit Astrazeneca bei Menschen unter 60 Jahren als Vorsichtsmaßnahme gestoppt. Nach zwei schweren Fällen von Komplikationen nach einer Impfung mit Astrazeneca in Nordrhein-Westfalen hat der Kreis Heinsberg am Dienstag die Impfung mit sofortiger Wirkung umgestellt. Frauen unter 55 Jahren erhielten nun ausnahmslos den Impfstoff von Biontech, teilte der Kreis mit. Im Kreis Kleve (NRW) ist ein junger Mann (36) mit Thrombose-„Komplikationen“* nach einer Corona-Impfung gestorben. Ein Zusammenhang werde noch geprüft.

Update vom 30. März, 15.10 Uhr: Die Bundespolizei kontrolliert seit Dienstag an den Flughäfen die vorgeschriebenen negativen Corona-Testbescheide von Urlaubsrückkehrern. Allein am Frankfurter Flughafen war das nach Angaben eines Sprechers der Bundespolizei bei mehr als 100 Flügen aus dem Schengen-Raum der Fall. So wurde am Dienstagnachmittag ein Urlauberflug aus Palma de Mallorca kontrolliert. Beanstandungen gab es bei keinem der Reisenden, sagte der Sprecher.

Die seit Mitternacht geltende Testpflicht für Urlauber soll vorerst bis einschließlich 12. Mai gelten. Wer der Fluggesellschaft keinen Nachweis über ein negatives Ergebnis vorlegen kann, darf nicht in die Maschine einsteigen. Und wer positiv getestet wird, muss im Urlaubsgebiet bleiben und in einem Hotel in Quarantäne gehen.

Auf Mallorca mussten die ersten Touristen in Hotelquarantäne*. Darunter sind auch Deutsche, wie Merkur.de berichtet.

Corona: Intensivbetten in Deutschland zu 83 Prozent belegt

Update vom 30. März, 13.16 Uhr: Die Intensivbetten in Deutschland sind zu 83 Prozent belegt. Das geht aus den Daten des DIVI-Intensivregisters hervor. 3.587 Covid-19-Patienten werden demnach auf einer Intensivstation behandelt, davon müssen 1.978 künstlich beatmet werden. Momentan sind noch 3.512 Intensivbetten frei, davon sind 1.598 auf Covid ausgelegt.

Corona in Deutschland: Charité und Berliner Vivantes-Kliniken stoppen Astrazeneca-Impfung bei Frauen

Update vom 30. März, 12.17 Uhr: Die Berliner Charité und die Berliner Vivantes-Kliniken setzen Astrazeneca-Impfungen für Frauen unter 55 Jahren aus. „Dieser Schritt ist aus Sicht der Charité notwendig, da in der Zwischenzeit weitere Hirnvenenthrombosen bei Frauen in Deutschland bekannt geworden sind“, sagte die Sprecherin der Klinik, Manuela Zingl, am Dienstag, wie die Nachrichtenagentur berichtet.

Ein Todesfall nach einer Astrazeneca-Impfung in Euskirchen (NRW)* war am Samstag bekannt geworden. Eine 47-jährige Frau war vergangene Woche verstorben. Eine 28-Jährige hatte eine Sinusvenenthrombose erlitten und wird in einer spezial Klinik behandelt. Nach dem Tod einer Krankenschwester (49) setzte die Unimedizin Rostock setzte die Astrazeneca-Impfung* für bestimmte Risikogruppen aus.

Corona in Deutschland: Intensiv-Chef alarmiert - „So kriegen wir das nicht in den Griff“

Update vom 30. März, 9.28 Uhr: Hamburger Intensiv-Chef fordert harten Lockdown. „Selbst mit diesen Beschränkungen, die jetzt ja noch gelten, kriegen wir das nicht in den Griff. Dieser Anstieg jeden Tag - der wird immer schlimmer“, sagte Direktor der Klinik für Intensivmedizin des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE), Stefan Kluge, im NDR.

„Alle Neuaufnahmen haben die britische Mutation. Wir wissen aus Großbritannien, dass die Liegezeiten generell bei diesen Patienten länger sind und das die Sterblichkeit höher ist. Das Virus ist deutlich gefährlicher“, erklärt Kluge. Der Mediziner geht davon aus, dass auf den Intensivstationen bald deutlich mehr Covid-19-Patienten behandelt, werden als in der zweiten Welle. Es sei jetzt schon bemerkbar, dass sich der Altersdurchschnitt verschieben würde.

RKI: 7-Tage-Inzidenz steigt weiter an

Update vom 30. März, 6.20 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland ist leicht auf 135,2 gestiegen. Das geht aus Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) von Dienstagmorgen hervor. Am Vortag hatte das RKI 134,4 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche gemeldet. Anfang März lag der Wert noch bei unter 70. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 5.20 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen durch das Institut sind möglich.

Corona in Deutschland: Keine Zahlen aus Baden-Württemberg

Die Gesundheitsämter in Deutschland, mit Ausnahme Baden-Württembergs, meldeten dem RKI binnen eines Tages 9.549 Corona-Neuinfektionen. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 180 neue Todesfälle verzeichnet. Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Montagabend bei 1,10 (Vortag: 1,17).

Update vom 29. März, 20.50 Uhr: Urlaub auf Mallorca ist in der Corona-Krise möglich, ein paar ruhige Tage an der Ostseeküste sind es aber nicht. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hätte das gerne geändert. Daraus wird aber vorerst nichts.

Coronavirus-Pandemie in Deutschland: 105.300 zusätzliche Biontech-Impfstoffdosen für Bayern

Update vom 29. März, 20.30 Uhr: 105.300 - so viele zusätzliche Impfstoffdosen erhält Bayern kurzfristig. Das berichtet der Münchner Merkur in seiner Dienstagausgabe. Die Lieferung ist demnach für die Grenzgebiete zu Tschechien vorgesehen, wo die Corona-Mutante B.1.1.7 besonders stark grassiert.

„Gerade in unseren Grenzregionen breiten sich die Virusvarianten aus“, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) der Zeitung. „So können die Länder schnell und effektiv die Impfquoten an der Grenze steigern.“ Auch Sachsen (93.600), das Saarland (81.900), Thüringen (35.100), Rheinland-Pfalz (23.400) und Sachsen-Anhalt (11.700) bekämen zusätzliche Dosen.

Coronavirus-Pandemie in Deutschland: Intensivmediziner fordern sofortigen harten Lockdown

Update vom 29. März, 18.50 Uhr: Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) fordert einen sofortigen harten Corona-Lockdown in Deutschland - und zwar für mehrere Wochen.

„Wir müssen von den hohen Zahlen runter! Jetzt. Augenblicklich“, erklärte DIVI-Präsident Gernot Marx laut FOCUS Online. Ein harter Lockdown lasse „sich über die Osterferien gut realisieren. Das wird zahlreiche Menschenleben retten und noch viel mehr vor lebenslangen Langzeitfolgen durch Covid-19 bewahren“.

Die Intensivmediziner warnen eindringlich: „Deutschland braucht kein Bergamo oder Szenarien wie in New York mit Patienten auf dem Fußboden, die sich zu zweit ein Beatmungsgerät teilen müssen.“ Die Zahl der konstanten Intensivpatienten in Deutschland stieg zuletzt um 700 innerhalb von weniger als drei Wochen.

Laut Intensivregister von DIVI und Robert-Koch-Institut (RKI) wurden, Stand 29. März, 3566 Covid-19-Fälle intensiv medizinisch betreut, davon wurden 1962 invasiv beatmet.

Covid-19-Lage auf deutschen Intensivstationen:
Corona-Patienten auf Intensivstationen3566
Corona-Patienten invasiv beatmet1962
Intensivbetten aktuell belegt20.086
Intensivbetten aktuell frei3840
Für Corona-Patienten vorgesehene freie Intensivbetten1606

Stand 29. März 2021, Quelle: Intensivregister von DIVI und RKI

Update vom 29. März, 18.10 Uhr: Tübingen gilt in Deutschland mittlerweile als Vorbild für einen Weg aus dem harten Corona-Lockdown*. Doch in mehreren Schulen und Kindergärten der baden-württembergischen Stadt kommt es jetzt zu Coronavirus-Ausbrüchen. Und nicht nur das.

Coronavirus-Pandemie in Deutschland: Mehrere Landkreise verkündigen baldige Ausgangssperre

Update vom 29. März, 17.45 Uhr: Mehrere deutsche Landkreise haben an diesem Montagnachmittag eine nächtliche Ausgangssperre angekündigt, sie liegen allesamt in Niedersachsen. So sollen zum Beispiel in der Region Hannover ab diesem Donnerstag (1. April) nächtliche Ausgangsbeschränkungen in Kraft treten. Sie sollen bis zum 12. April gelten.

Die Bürger dürfen ihre Wohnungen in diesem Zeitraum zwischen 22 Uhr abends und 5 Uhr morgens nur aus einem triftigen Grund verlassen. Zuvor hatten bereits die Landkreise Cloppenburg, Emsland und Peine jeweils Ausgangssperren angekündigt.

Markant: Die landesweite 7-Tage-Inzidenz lag mit 117,8 in Niedersachsen am Montag (29. März) unter den Werten der meisten anderen Bundesländer. Nur Mecklenburg-Vorpommern (106,7), Rheinland-Pfalz (106,0), das Saarland (78,9) und Schleswig-Holstein (68,6) wiesen zum Start in die Woche niedrigere Inzidenzen auf.

Bundesland:7-Tage-Inzidenz / Corona:
Thüringen235,1
Sachsen200,4
Sachsen-Anhalt167,2
Berlin146,1
Brandenburg141,4
Hessen138,7
Bayern138,3
Hamburg137,1
Bremen136,1
Nordrhein-Westfalen129,6
Baden-Württemberg127,4
Niedersachsen117,8
Mecklenburg-Vorpommern106,7
Rheinland-Pfalz106,0
Saarland78,9
Schleswig-Holstein68,6

Stand 29. März 2021, Quelle: Robert-Koch-Institut (RKI)

Coronavirus-Pandemie in Deutschland: Stadt Köln erwägt Verzicht auf Corona-Notbremse

Update vom 29. März, 16.15 Uhr: Das Coronavirus breitet sich weiter rasend schnell aus, die vereinbarte „Notbremse“ soll das rasch steigende Wachstum jedoch bremsen. Obwohl die „Notbremse“ spätestens ab einer Inzidenz von 100 greifen soll, verzichten viele Städte und Landkreise aktuell noch auf die Einführung von Maßnahmen. Auch die Stadt Köln hatte den Verzicht der „Notbremse“ in Erwägung gezogen.

„Wir haben am Wochenende intensiv darüber beraten, ob wir beim Land beantragen, auf die Notbremse zu verzichten“, sagte Krisenstabsleiterin Andrea Blome nach Angaben der Stadt vom Montag. Angesichts der Infektionslage und der besorgniserregenden Situation auf den Intensivstationen halte man es aber für unverantwortlich, auf Einschränkungen gänzlich zu
verzichten.

„Solange die Inzidenz in Köln deutlich über 100 liegt und die Zahl der Neuinfektionen in unserer Stadt exponentiell steigt, hält die
Stadt Köln eine Ausnahme von der Notbremse lediglich für die Museen für vertretbar und wird derzeit darauf verzichten, beim Land weitere Ausnahmen zu beantragen“, stellte Blome klar. „Damit halten wir uns weitgehend an den Beschluss der Bund-Länder-Konferenz, der die Möglichkeit, bei ausreichender Testkapazität auf Einschränkungen zu verzichten, ausdrücklich nur bei einer sinkenden oder mindestens stabilen Inzidenz vorsieht.“

Corona in Deutschland: Mehr als 4.000 Verstöße gegen Corona-Verordnung verzeichnet

Update vom 29. März, 15.20 Uhr: Nach dem langen Winter, eiskalten Temperaturen und dem strikten Lockdown, locken die aktuellen Frühlingstemperaturen viele Menschen ins Freie. Allein in Baden-Württemberg registrierte die Polizei allerdings landesweit zwischen Freitag und Sonntag mehr als 4.000 Verstöße gegen die Corona-Verordnung.

Davon bezogen sich 1409 Verstöße auf die Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung, wie Innenminister Thomas Strobl am Montag berichtete. Knapp 1100 Verstöße gab es nach seinen Worten gegen die Bestimmungen zu Ansammlungen und privaten oder sonstigen Veranstaltungen. Eine Vielzahl der Verstöße seien auch im Zusammenhang mit Demonstrationen festgestellt worden.

Die Polizei wird dem Innenministerium zufolge ihre Kontrollen weiterhin „konsequent durchführen“ - auch am kommenden Osterwochenende. Insbesondere in den baden-württembergischen Naherholungsgebieten rechnen Kommunen und Polizei bei gutem Wetter wieder mit einem erhöhten Besucheraufkommen. Im Bedarfsfall seien Streckensperrungen möglich.

Corona-Impfstoff: Erste Impfstoff-Lieferungen von Johnson & Johnson Mitte April

Update vom 29. März, 14.50 Uhr: Die ersten Lieferungen des vierten zugelassenen Corona-Impfstoffes von Johnson & Johnson für Deutschland sollen ab Mitte April kommen. In der Woche vom 12. April werden 256 800 Dosen erwartet, in der Woche vom 26. April weitere 444 000 Dosen, wie aus einer Lieferprognose des Herstellers hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Zuerst berichtete Bild darüber. Im Mai sollen 2,3 Millionen Dosen folgen, im Juni 7,1 Millionen, so dass im zweiten Quartal 10,1 Millionen Dosen zusammenkommen sollen.

Im dritten Quartal werden demnach 22 Millionen Dosen erwartet, im vierten Quartal dann noch 4,6 Millionen Dosen. Der Impfstoff von Johnson & Johnson war am 11. März in der Europäischen Union zugelassen worden. Bei dem Präparat reicht eine Spritze, eine zweite Impfung ist nicht nötig. Bereits in Deutschland eingesetzt werden die Mittel von Biontech/Pfizer, Moderna und Astrazeneca.

Corona in Deutschland: Experten ist sich sicher - bald schwere Krankheitsverläufe bei jüngeren Menschen

Update vom 29. März, 12.30 Uhr: Die Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Epidemiologie, Eva Grill, erwartet bei wachsenden Corona-Zahlen mehr schwere Krankheitsverläufe bei jüngeren Menschen. „Das Problem ist, dass bei einem weiteren Ansteigen der Fallzahlen auch der Anteil der Virusvariante B.1.1.7 weiter ansteigen wird“, sagte Grill der Deutschen Presse-Agentur. Die zuerst in Großbritannien entdeckte Mutante sei sowohl deutlich ansteckender als auch gefährlicher, „da sie wohl mit schwereren Krankheitsverläufen einhergeht“.

Bei Hochaltrigen gehe die Zahl neuer Todesfälle zurück, erläuterte die Präsidentin der Gesellschaft mit Sitz in Ulm, die auch
Professorin für Epidemiologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München ist. „Das deutet darauf hin, dass es zunehmend gelingt, die besonders vulnerablen Gruppen durch Impfung zu schützen.“ Aber auch bei den 60- bis 69-Jährigen sei das Sterberisiko der Infizierten noch bei etwa vier Prozent. Das bedeute, dass eine stark steigende Fallzahl auch zu mehr Erkrankten und schwer Erkrankten führen werde, so Grill. „Nur eben dann in den jüngeren Altersgruppen.“

Corona in Deutschland: Massenausbruch auf Werft - Experte mit „Pulverfass“-Prognose zu Ostern

Ursprungsartikel: Saarbrücken - Die Corona-Pandemie* nimmt in Deutschland wieder an Fahrt auf, die aktuellen Infektionszahlen steigen rapide an. Während Angela Merkel noch am Sonntag im TV vor einer weiteren Zuspitzung gewarnt hatte, ist sich der Saarbrücker Pharmazie-Professor Thorsten Lehr sicher: „Das ist ein Pulverfass, auf dem wir sitzen“. Grund für die drohende Eskalation: die sich immer rascher ausbreitende britische Corona-Mutation.

Corona in Deutschland: Wird Ostern zum Superspreader-Event?

Während das Weihnachtsfest ebenfalls im Verdacht stand, möglicherweise zu einem Superspreader-Event werden zu können, scheint die sich seit einigen Wochen schnell ausbreitende Corona-Mutation* genau dieses Szenario für Ostern wahr werden zu lassen. Geht es nach dem Wissenschaftler, wird sich die inzwischen vorherrschende Virus-Variante B.1.1.7 vor allem in Familien in Deutschland ausbreiten. Auch die aktuell stark ansteigenden Infektionszahlen würden die dynamische Situation noch einmal beschleunigen.

Corona in Deutschland: Experte zieht Bilanz - „keine Entwarnung“

Anders als Ende 2020 seien zwar inzwischen viele Menschen aus der besonders gefährdeten hohen Altersgruppe geimpft. Allerdings liege der Anteil bei den Über-70-Jährigen erst bei gut einem Viertel, sagte Lehr. „Bis die Wirkung richtig einsetzt, dauert es auch ein paar Wochen.“ Daher könne hier noch keine Entwarnung gegeben werden. „Wir haben also ein bisschen Entschärfung durch die Impfung, aber eine Verschärfung durch die Mutanten“, bilanzierte er.

Der Professor für klinische Pharmazie an der Universität des Saarlandes verantwortet einen Covid-19-Simulator, der Vorhersagen der Corona-Infektionen* samt Krankenhausbettenbelegung, intensivmedizinischer Behandlung, Beatmung und Todesraten in den
einzelnen Bundesländern und die Abschätzung von nicht-pharmazeutischen Interventionen ermöglichen soll.

Corona in Deutschland: Offenbar Massenausbruch auf der Bremer Lürssen-Werft

Dass sich die britische Virus-Mutante schneller als die ursprüngliche Virus-Version verbreitet, hatte sich in den vergangenen Wochen bereits mehrfach gezeigt. Nicht selten sorgte die Mutante aus diesem Grund auch für Massenausbrüche. Ein solcher ereignete sich nun offenbar auf der Bremer Lürssen-Werft. Wie Radio Bremen berichtet, sollen sich aktuell 105 Beschäftigte mehrerer Unternehmen infiziert haben, fast ausschließlich mit der britischen Mutation.

Lürssen kommentierte die Anzahl der Infizierten und den Nachweis der Mutante am Montag nicht, bestätigte aber, dass es am Bremer Werftstandort mehrere positive Covid-19-Tests gegeben habe. Das Gesundheitsamt habe daraufhin rund 1000 Menschen, die im betroffenen Bereich gearbeitet haben, getestet. Die positiv Getesteten würden nun von den Behörden unter Quarantäne gestellt. Der Werftbetrieb werde jedoch fortgeführt - „unter Einhaltung unserer Präventionsmaßnahmen und im Rahmen unseres Hygienekonzepts“, wie es hieß. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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