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Die Crux mit den Impfskeptikern: Diese EU-Länder kämpfen mit hohen Corona-Zahlen und niedriger Impfquote

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Eine Zugfahrerin verlässt im Oktober 2021 mit Mundnasenschutz eine Lok am Bahnhof von Belgrad.
In Serbien (im Bild eine Szene vom Belgrader Hauptbahnhof im Oktober) ist die Corona-Impfquote weiterhin sehr niedrig. © Oliver Bunic/AFP

Vielleicht hilft Geld als Anreiz oder doch eine Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen? Mehrere EU-Länder haben stark mit der Pandemie zu kämpfen – und mit Impfskeptikern.

Berlin - Corona rückt in Deutschland gefühlt immer mehr in den Hintergrund. Die Impfquote ist laut RKI höher als bisher gedacht, und die ersehnten Lockerungen kommen nach und nach. Aber gar nicht so unfassbar weit weg, nämlich sogar in der EU, ist der Erreger alles andere als im Griff, Beispiel Rumänien.

Corona in der EU: Lettland verhängt Teil-Impfpflicht

Wer aktuell mit Hinblick auf Europa das Corona-Dashboard der Johns-Hopkins-Universität aufruft, erfährt, dass die Inzidenzen in Estland, Lettland, Litauen und Serbien sehr hoch sind.

Lettland zum Beispiel ruft deshalb laut Ärzteblatt erneut den Notstand aus – vom 11. Oktober bis 11. Januar. Nur die Hälfte der Einwohner sind demnach vollständig gegen Corona geimpft. „Diese Welle ist die tödlichste, trotz all unserer Bemühungen sterben mehr als 90 Prozent der Intubierten“, zitiert aktuell rtl.de Tanja Adzic Vukicevic, Chefin des Covid-Krankenhauses in Batajnica und beruft sich dabei auf die örtliche Zeitung Direktno.

In Lettland ist nur knapp die Hälfte der 1,9 Millionen Einwohner vollständig gegen Corona geimpft. Die Regierung bemüht sich seit Monaten, die geringe Impfbereitschaft der Bevölkerung zu erhöhen - mit nur mäßigem Erfolg. Im Öffentlichen Dienst und für bestimmte Berufsgruppen wurde eine Corona-Impfpflicht festgelegt. Diese hat die Impfrate zuletzt steigen lassen.

Corona-Impfkampagne in der EU: Bevölkerung in Serbien skeptisch

Serbien hat bereits im Dezember des Vorjahres mit den Corona-Impfungen begonnen. Das Balkanland setzte dabei auch im großen Stil Vakzine aus China und Russland ein, die in der EU noch nicht zugelassen waren. Letztlich erwies sich jedoch die mangelnde Impfbereitschaft in etlichen Teilen der Bevölkerung als Hindernis für eine erfolgreiche Impfkampagne. Nur 40 Prozent der Bevölkerung ließen sich bis August 2021 vollständig impfen.

Impfskeptiker in der EU: Litauen versucht es mit Geld-Anreizen

Litauen hingegen will Senioren in der Corona-Krise mit einem finanziellen Anreiz für eine Schutzimpfung motivieren. Das Parlament in Vilnius stimmte am Mittwoch einer von der Regierung beschlossenen Einmalzahlung von 100 Euro für neu geimpfte Menschen über 75 Jahre zu. Begründet wurde das Vorhaben mit der niedrigen Impfrate in dieser Altersgruppe. 

Zustehen soll die Zahlung Senioren, die bis zum 1. September keine Impfung erhalten haben und bis zum 1. Dezember vollständig geimpft werden. Auch voll geimpften Senioren, die sich bis zum 1. April eine weitere Dosis eines zugelassenen Corona-Vakzins zur Auffrischung verabreichen lassen, soll die finanzielle Hilfe gewährt werden. (dpa/frs)

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