Blutzufuhr im Geschlechtsorgan

Weitere Corona-Gefahr für Menschen ausgemacht - Erkrankungs-Folge verbreitet bei Männern Schrecken

  • Patrick Freiwah
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Die Schäden einer Corona-Infektion sind laut bisheriger Erkenntnisse vielschichtig. Eine neue Studie bringt eine bislang noch nicht dagewesene, bedenkliche Folge zum Vorschein.

  • Welche Auswirkungen kann eine Ansteckung mit dem Coronavirus für den menschlichen Körper haben?
  • Eine US-Medizinerin erschreckt die Männerwelt mit einer Feststellung im Hinblick auf Langzeitfolgen.
  • Den Erkenntnissen zufolge sind bei zahlreichen Genesenen Probleme mit der Potenz aufgetaucht.

Alles kann, nichts muss: Diese Bewertung scheint bislang zuzutreffen wenn es darum geht, mögliche Folgen einer Erkrankung an Covid-19 zu definieren. Wissenschaftler aus aller Welt forschen daran, was die zuvor als „Lungenkrankheit“ beschriebene Infektion mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 bewirken kann. So kamen Auswertungen zu dem Ergebnis, dass eine Ansteckung mit der neuartigen Mutation aus der Familie der Coronaviren auch für weitere Bereiche des menschlichen Körpers dramatische Folgen haben kann: Dazu zählen neben Atemproblemen auch neurologische Schäden oder Defizite im Hinblick auf die körperliche Fitness.

Erektile Dysfunktion: Wenn die Männlichkeit streikt, ist die Gemütslage beeinträchtigt.

Corona und die Folgen: US-Medizinerin berichtet über Fälle von erektiler Dysfunktion

Der menschliche Körper ist ein komplexes Konstrukt der Natur und was für Folgeerscheinungen durch das Coronavirus noch auftreten können, wird nach und nach ermittelt. Dass eine Erkrankung mit Covid-19 Probleme mit den Blutgefäßen hervorrufen kann, ist schon länger bekannt. Forscher aus den USA sind nun zu der Erkenntnis gekommen, dass das tödliche Virus in vielen Fällen bei Männern diesbezüglich auch die Potenz beeinträchtigt.

In einem von NBC Chicago ausgestrahlten Interview schildert die Medizinerin Dr. Dena Grayson, dass es laut einer Untersuchung einen Anlass zu großer Sorge gibt, dass Covid-19 eine erektile Dysfunktion hervorrufen kann. Dieser medizinische Fachbegriff steht für ein Problem, das einer Vielzahl von Männern Probleme bereitet: Impotenz.

"Selbst wenn es nach einer Infektion nur milde Krankheitssymptome gibt, haben wir festgestellt, dass Menschen langwierige Folgeschäden davontragen können. So haben wir erkannt, dass Männer langwierige Schwierigkeiten im Hinblick auf erektile Dysfunktion bekommen können", lässt die Medizinerin in dem TV-Interview wissen.

Zwar würde das Coronavirus in diesem Hinblick keine tödliche Gefahr darstellen, allerdings erklärt Grayson, dass offenbar das Risiko besteht, Komplikationen mit der Potenz zu haben. "Je mehr Fälle wir auswerten, wo eine Corona-Erkrankung stattgefunden hat, umso mehr sehen wir, dass dieser Punkt den Infizierten langfristig Probleme im System der Blutgefässe bereitet", erklärt die Spezialistin für Infektionskrankheiten.

Corona-Auswirkungen: Macht eine Infektion impotent? Beeinträchtigung bei der Blutzufuhr

Durchblutungsstörungen spielen bei Männern mit Erektionsstörungen seit jeher eine große Rolle. Dass durch Corona eine massive Beeinträchtigung der Blutzufuhr auch am männlichen Geschlechtsorgan vorliegen kann, klingt also wahrscheinlich. Schließlich befinden sich in diesem Teil des menschlichen Körpers besonders kleine Gefässe. Es besteht also die Gefahr, dass trotz Überwindung einer Corona-Erkrankung langfristig das Sexualleben leidet.

Das wäre mithin also ein weiterer wichtiger Punkt, der dafür sorgen kann, dass sich Corona negativ auf die Psyche eines Menschen auswirkt. Dafür muss nicht mal eine Infektion mit Sars-CoV-2 vorherrschen, es reicht der Umstand, dass das alltägliche Leben beeinträchtigt ist durch die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie.

Alle Hoffnung liegt nun auf einem Corona-Impfstoff. Gesundheitsminister Jens Spahn nennt einen möglichen Zeitpunkt für Massenimpfungen - Patientenschützer sprechen eindringliche Warnung aus. In St. Petersburg ist beinahe eine ganze Familie dem Coronavirus zum Opfer gefallen - bis auf ein Baby. (PF)

Rubriklistenbild: © Sina Schuldt/dpa

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