1. Startseite
  2. Welt

Corona-Alarmstufe rot: Erstes Land spricht von Weihnachts-Lockdown - „absolute Tragödie“

Erstellt:

Von: Jonas Raab

Kommentare

Boris Johnson hat die Möglichkeit eines Weihnachts-Lockdowns in Großbritannien in den Raum gestellt.
Boris Johnson hat die Möglichkeit eines Weihnachts-Lockdowns in Großbritannien in den Raum gestellt. © ZUMA Wire/imago

Die Corona-Lage in Europa spitzt sich weiter zu. Ein Staat macht nun einen Lockdown während der Weihnachtsfeiertage vom Impfverhalten seiner Bevölkerung abhängig.

London - Das Coronavirus ist zurück. Natürlich war es nie weg; in Schach gehalten schien es in den Sommermonaten dank der Covid-Impfung allemal. Doch nun überschlagen sich in Deutschland und Europa die Ereignisse: Die Zahlen steigen unaufhörlich, Maßnahmen dagegen werden im Stundentakt erlassen. Auch außerhalb der EU verfolgt man die Inzidenz-Sprünge auf dem europäischen Festland mit Sorge. In Großbritannien befasst man sich mit einem Lockdown über die Weihnachtsfeiertage.

Am Montag (15. November) trat der britische Premierminister Boris Johnson in der Downing Street vor die Presse, um die über die aktuellen Corona-Entwicklungen zu berichten. Dabei stellte er unter anderem die Möglichkeit eines Weihnachts-Lockdowns in Großbritannien in den Raum. „Wir können nichts ausschließen“, sagte er. Zwar stellte er klar, dass England momentan nicht darauf zusteuere. Aber: Wenn man bei den Booster-Impfungen nicht vorankomme, sei ein Lockdown möglich, so der Premierminister.

Corona in Großbritannien: Premier Johnson sieht „Gewitterwolken“ aufziehen

Die Dringlichkeit, sich mittels Impfung zu schützen, sei offensichtlicher denn je, erklärte Johnson. „Ich sehe, wie sich die Gewitterwolken über Teilen des europäischen Kontinents zusammenziehen“, warnte der 57-Jährige. „Es wäre eine absolute Tragödie, wenn nach allem, was wir durchgemacht haben, Menschen, die das Richtige getan haben, indem sie sich doppelt impfen ließen, am Ende schwer erkranken oder sogar ihr Leben verlieren, weil ihre Immunität nachlässt“, erklärte Johnson.

Einen Weihnachts-Lockdown könne nur die britische Bevölkerung verhindern, mahnte der britische Premierminister: „Wenn wir neue Einschränkungen in unserem täglichen Leben vermeiden wollen“, solle sich jeder impfen lassen, der für eine Auffrischungs-Impfung infrage kommt.

Corona: Booster-Kampagne in Großbritannien kommt in Schwung – reicht es für Weihnachten?

Selbst wenn die britische Booster-Kampagne aktuell „in Schwung“ komme, „müssen wir dafür sorgen, dass die über 50-Jährigen und die über 60-Jährigen ihre Auffrischungsimpfung bekommen“. Denn die könnten auch sehr leicht im Krankenhaus landen, sagte der Brexit-Minister Johnson.

Bisher wird die Booster-Impfung in Großbritannien besonders gefährdeten Personengruppen und über 50-Jährigen angeboten, deren Zweitimpfung mindestens sechs Monate her ist. Wie die Bild unter Berufung auf aktuelle Regierungsdaten berichtet, hat in Großbritannien mittlerweile gut ein Viertel der vollständig Geimpften einen Booster erhalten. Das sind mehr als 11,8 Millionen Menschen. „Die Booster-Impfung ist der beste Schutz, den Großbritannien vor dem Coronavirus habe“, sagte Johnson am Montag. (jo)

Auch interessant

Kommentare