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„Sehr besorgniserregend“: Omikron überrollt Großbritannien - London verhängt Katastrophenfall

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Von: Tom Offinger

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Aufgrund steigender Infektionszahlen tritt in der britischen Hauptstadt der Katastrophenfall in Kraft. Vor allem die Omikron-Variante begünstigt die derzeitige Entwicklung.

London/München - Zum zweiten Mal im Jahr 2021 ruft London wegen steigenden Corona-Zahlen den Katastrophenfall aus. „Der Anstieg der Omikron-Fälle in unserer Hauptstadt ist sehr besorgniserregend“, erklärte Bürgermeister Sadiq Khan am Samstag. Neben allgemein steigenden Zahlen werden auch wieder zunehmend mehr Menschen in die Krankenhäuser Londons eingeliefert.

Corona in Großbritannien: Drohender Kollaps der Krankenhäuser

Die Wiedereinführung des Katastrophenfalls erlaubt von nun an eine engere Zusammenarbeit der beteiligten Einheiten, zudem treten spezielle Notfallpläne in Kraft. Ohne ein Brechen der aktuellen Infektionswelle könnte die Hospitalisierungsrate auf rund 3.000 eingelieferte Patienten pro Tag steigen, warnt die Scientific Advisory Group for Emergencies. „Je früher die Interventionen in Kraft treten, desto größer wird ihr Effekt sein“, heißt es von Seiten der regierungsberatenden Gruppierung.

Boris Johnson: Parlament verhinderte vorerst strengere Vorschriften

Die aktuelle Entwicklung in der britischen Hauptstadt dürfte definitiv auch Folgen für das künftige Vorgehen von Premierminister Boris Johnson haben. Der konservative Johnson hatte bisher die Booster-Impfkampagne als bestes Mittel im Kampf gegen das Coronavirus ausgelobt, eine Anpassung der geltenden Corona-Richtlinien sorgte hingegen für starkes Rumoren in der eigenen Tory-Partei.

Zwar konnte sich das britische Parlament auf eine strengere Maskenregel und ein „Covid-Pass“-Modell zur Kontrolle bei öffentlichen Veranstaltungen einigen, weitere Lockdowns und schärfere Regeln konnte Johnson allerdings nicht auf den Weg bringen. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt im Vereinigten Königreich derzeit bei einem Wert von 587. 81,7 Prozent der Bevölkerung sind vollständig geimpft, 47,2 Prozent erhielten bereits ihre Auffrischungsimpfung. (to)

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