Tische und Stühle werden im French House Pub in London in Position gebracht. Im größten Landesteil Großbritanniens werden die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie weiter gelockert.
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Bereits Mitte April durften die Pubs und Restaurants in England wieder öffnen - nun sind auch Schottland und Wales an der Reihe. (Archivbild)

Mehr als die Hälfte der Briten geimpft

Nach monatelangem Corona-Lockdown: Schottland und Wales öffnen - Gastro teilweise sogar im Innenbereich

  • Patrick Huljina
    vonPatrick Huljina
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In Schottland und Wales darf am Montag nach mehreren Monaten des Corona-Lockdowns unter anderem die Gastronomie wieder öffnen - teilweise sogar im Innenbereich.

Edinburgh/Cardiff - Sich mit Freunden auf einen Drink in einer Bar treffen, oder sich mit mehreren Personen in einem Restaurant zum Essen verabreden - danach sehnen sich in Deutschland aktuell viele Menschen. Was hierzulande allerdings noch weit entfernt scheint, ist in Schottland und Wales ab Montag (26. April) wieder erlaubt. Nach rund vier Monaten hartem Corona-Lockdown dürfen sich die Bürger der beiden britischen Landesteile über weitreichende Lockerungen freuen.

Schottland/Wales: Lockerungen nach monatelangem Corona-Lockdown

In Schottland durften am Montag Museen, alle Geschäfte, Fitnessstudios und Schwimmbäder zum ersten Mal seit Monaten ihre Türen öffnen. Zudem wurden die Kontaktbeschränkungen gelockert. Es dürfen sich nun wieder maximal sechs Personen miteinander treffen - in Innenräumen aus maximal zwei Haushalten, draußen sogar aus bis zu sechs Haushalten. Auch Reisen innerhalb Großbritanniens sind wieder erlaubt.

In Wales ist der nächste Lockerungsschritt bereits für den 3. Mai geplant. Dann sollen auch dort Fitnessstudios wieder öffnen dürfen und mehr Kontakte erlaubt sein.

Pubs, Cafés und Restaurants dürfen nach den Plänen der Regionalregierungen sowohl in Schottland als auch in Wales wieder öffnen. Während in Wales - wie auch bereits seit Mitte April in England - zunächst nur die Außengastronomie wieder ihren Betrieb aufnehmen darf, dürfen die Schotten bis 20 Uhr auch schon wieder in Innenräumen von Restaurants essen und trinken. Alkohol darf allerdings nur im Außenbereich ausgeschenkt werden.

Corona in Großbritannien: Infektionslage deutlich entspannt - mehr als die Hälfte der Briten geimpft

Die Lockerungen der Maßnahmen sind in den beiden Landesteilen Großbritanniens möglich, weil sich die Infektionslage dort in den vergangenen Wochen deutlich entspannt hat. Zu Beginn des Jahres 2021 war das Vereinigte Königreich noch Europas Sorgenkind in Sachen Corona-Pandemie. Insbesondere die Ausbreitung der Virus-Variante B.1.1.7 ließ die Infektionszahlen zum Jahreswechsel rasant ansteigen.

Allerdings sind sowohl die Todeszahlen als auch die Infektionszahlen in den letzten Wochen und Monaten deutlich gesunken. Während das Robert-Koch-Institut (RKI) am Montagmorgen für Deutschland einen Anstieg des bundesweiten Inzidenzwerts auf 169,3 vermeldete, lag die 7-Tage-Inzidenz in Schottland lediglich bei 27,6 und in Wales sogar nur bei 13,7. Die erfreuliche Entwicklung in Großbritannien lag unter anderem am harten Corona-Lockdown, bei dem das öffentliche Leben rigoros heruntergefahren wurde. Hinzu kamen deutliche Fortschritte bei der Impfkampagne.

Bereits im Dezember des vergangenen Jahres begann Großbritannien mit den Corona-Impfungen. Inzwischen hat mit rund 33,6 Millionen Menschen mehr als die Hälfte der Bevölkerung im Vereinigten Königreich eine Erstimpfung erhalten. 12,5 Millionen der rund 66,8 Millionen Briten sind bereits vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Zum Vergleich: In Deutschland sind laut Impfdashboard des RKI bislang rund 19,5 Millionen Menschen, also 23,4 Prozent der Bevölkerung, einmal geimpft. Die zweite Dosis haben etwa 6 Millionen Personen erhalten. Am Montagnachmittag kommen Bund und Länder zu einem Impf-Gipfel zusammen. (ph/dpa)

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