Russland meldet Rekord-Werte

119 Tote am Tag: EM-Spielort wird neuer Corona-Hotspot in Europa - UEFA will spielen lassen

  • Felix Durach
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Auf Grund der sich weiter ausbreitenden Delta-Variante des Coronavirus geraten immer mehr EM-Spielorte in den Fokus von Kritikern. Auch in Sankt Petersburg spitzt sich die Lage zu.

Sankt Petersburg - Die Delta-Variante des Coronavirus ist in Europa weiter auf dem Vormarsch - Experten blicken deshalb sorgenvoll auf einige Spielorte der laufenden Fußball-EM. Zunächst war vor allem der Spielort London, wo beiden Halbfinals und das Endspiel ausgetragen werden sollen, auf Grund steigender Neuinfektionen in die Kritik geraten. Nun entwickelt sich der nächste Standort zum Corona-Hotspot: Sankt Petersburg.

Coronavirus: Negative Rekordwerte in Russland - EM-Viertelfinale soll stattfinden

Dort soll am Freitag das erste EM-Viertelfinale zwischen der Schweiz und Spanien stattfinden. Ungeachtet der jüngsten Entwicklungen beim Infektionsgeschehen in der russischen Metropole. Am Montag meldeten die örtlichen Behörden 110 Corona-Tote innerhalb von 24 Stunden alleine in Sankt Petersburg. Am Dienstag waren es erneut 119 Tote. Damit entwickelt sich die Ostsee-Metropole zum Infektions-Hotspot innerhalb von Russland, wo insgesamt 652 weitere Todesopfer gemeldet wurden. Ein Rekordwert seit dem Beginn der Pandemie.

Pläne, deswegen einen Ortswechsel für das Viertelfinale am Freitag vorzunehmen, gibt es seitens der UEFA jedoch offenbar nicht. Ein Sprecher des Verbandes bestätigte, dass „es keine Pläne gibt, den Austragungsort zu ändern“. Auch die lokalen Organisatoren gaben gegenüber der Nachrichtenagentur AFP an: „Das Viertelfinale wird wie geplant stattfinden.“

Coronavirus in Sankt Petersburg: Geringe Impfbereitschaft in Russland - 300 finnische Fans positiv getestet

Was ein Spiel vor Zuschauern für den Pandemieverlauf in Europa bedeuten könnte, zeigte sich in den vergangenen Tagen auch in Finnland. Dort wurden circa 300 finnische Fans positiv auf das Coronavirus getestet, nachdem sie zu den Gruppenspielen ihres Teams nach Sankt Petersburg gereist waren.

Ein Grund für die hohen Infektionszahlen in Russland könnte dabei auch die geringe Impfbereitschaft der Bevölkerung sein. Nach jüngsten Veröffentlichungen haben sich erst ungefähr 11,5 Prozent der Bevölkerung durch eine Impfung immunisieren lassen. (fd)

Rubriklistenbild: © Maxim Shemetov/dpa

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