1. Startseite
  2. Welt

Corona-Impfpflicht in Österreich: Verweigerern droht horrende Strafe

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Richard Strobl

Kommentare

Österreich geht wegen der Corona-Krise erneut in einen Lockdown und wird im Februar eine Impfpflicht einführen.
Österreich geht wegen der Corona-Krise erneut in einen Lockdown und wird im Februar eine Impfpflicht einführen. © Roland Schlager/dpa

Österreich hat im Kampf gegen die Corona-Pandemie eine allgemeine Impfpflicht verhängt. Verweigerern drohen bald hohe Strafen.

Wien - „Diese Entscheidung fällt uns nicht leicht“, mit diesen Worten verkündete Österreichs Kanzler Alexander Schallenberg einen neuen Lockdown und eine allgemeine Impfpflicht in Österreich. Man müsse diese Maßnahme setzen, „wiel sich zu viele unsolidarisch gezeigt haben“ so Schallenberg weiter.

Corona-Impfpflicht in Österreich: Gesetz wird wohl kommen

Österreich ist damit das erste Land in Europa, das angesichts der jüngsten Corona-Welle derart harte Regeln erlässt. Aktuell beträgt die Impfquote knapp 66 Prozent und liegt damit unter dem EU-Durchschnitt.

Basis der Impfpflicht ist ein neues Gesetz, das noch durch das Parlament muss. Doch hier gilt eine Zustimmung als sicher. Auch von juristischer Seite wird die Impfpflicht nach Expertenmeinung halten: „Das ist zulässig, das hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte entschieden“, sagte Verfassungsexperte Heinz Mayer zu oe24.

Tritt das Gesetz in Kraft muss sich ab dem 1. Februar jeder in Österreich gegen Corona Impfen. Ausgenommen sind nur Personen, die sich aus medizinischen Gründen nicht gegen das Virus impfen lassen können.

Corona-Impfpflicht in Österreich - horrende Strafen drohen

Wer gegen das Gesetz verstößt, dem drohen durchaus hohe Strafen. Nach Angaben von oe24 drohen Impf-Verweigerern Geldbußen von bis zu 3.600 Euro. Wer diese Strafe nicht bezahlt, muss demnach sogar bis zu vier Wochen in Haft. Verweigerern einer Auffrischungsimpfung drohen immerhin noch Bußgelder von bis zu 1.450 Euro.

Zu Beginn soll es dem Bericht nach eine Übergangsfrist geben, während der Verstöße nicht mit voller Härte geahndet werden.

Demnach sollen Ungeimpfte ab Februar postalisch dazu aufgefordert werden sich zu impfen. Kommt man dieser nicht nach, kann der Strafbescheid per Post folgen. (rjs)

Auch interessant

Kommentare