Bundesgesundheitsminister Jens Spahn verlässt am 22. September 2020 am deutschen Sitz des französischen Konzerns Sanofi in Frankfurt am Main eine Pressekonferenz.
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Rechnet Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) mit einem Impfstoff noch bis Ende 2020?

Paukenschlag in Berlin

Corona-Impfstoff schon 2020? Spahn-Ministerium antwortet - und beharrt auf „internen Gesprächen“

Auf einem Corona-Impfstoff liegen derzeit viele Hoffnungen. Das Gesundheitsministerium unter Jens Spahn hat einem Bericht zufolge nun einen vielsagenden Brief an die Landesregierungen verschickt.

Update vom 23. Oktober, 11.22 Uhr: Das Bundesgesundheitsministerium hat auf einen Medienbericht zu einer Corona-Impfstoff-Zulassung in Deutschland (siehe Erstmeldung) reagiert - und bleibt bei seiner Einschätzung, dass erste Impfungen voraussichtlich in den ersten Monaten des nächsten Jahres möglich werden. Man gehe weiterhin davon aus, dass Anfang 2021 ein Impfstoff zur Verfügung stehen könnte, sagte ein Sprecher des Ministeriums am Freitag auf Anfrage der dpa

Der Ministeriumssprecher wollte den Bild-Bericht nicht kommentieren, da es sich um interne Gespräche gehandelt habe. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und auch Forschungsministerin Anja Karliczek (CDU) hatten zuletzt von ersten möglichen Impfungen im ersten Quartal 2021 gesprochen und für die breite Masse der Bevölkerung ab Mitte des kommenden Jahres. Spahn spricht sich dafür aus, dass zunächst Risikogruppen die Impf-Möglichkeit erhalten und hatte immer wieder betont, dass es keine Impfpflicht geben werde.

Corona in Deutschland: Impfstoff schon 2020? Spahn mit klarer Aussage - erste Vorbereitungen wohl getroffen

Erstmeldung vom 23. Oktober: Berlin - Kommt die Impfung in der Corona-Pandemie früher als viele glauben? Laut einem Zeitungsbericht hat die Bundesregierung konkrete Vorbereitungen für mögliche Impfungen gegen die Sars-CoV-2 noch in diesem Jahr getroffen. Wie die Bild-Zeitung in ihrer Freitagsausgabe berichtet, forderte das Bundesgesundheitsministerium in dieser Woche die Landesregierungen per Post auf, bis 10. November die Adressen von Impfzentren für den Impfstoff zu nennen. Insgesamt sollen demnach bundesweit 60 solcher Zentren entstehen.

Laut Bild sind die Impfzentren nötig, um die Wirksamkeit des Impfstoffs zu garantieren. Dieser müsse bei minus 78 Grad gekühlt werden, vielen Arztpraxen fehlten dafür jedoch die notwendigen leistungsfähigen Kühlgeräte.

Coronavirus-Impfung in Deutschland? Spahn laut Bericht: „Könnte noch vor Ende des Jahres passieren“

In einer Videokonferenz der Gesundheitsminister zu Wochenbeginn soll Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) dem Zeitungsbericht zufolge erklärt haben, die Mainzer Firma Biontech stehe dicht vor Zulassung eines Impfstoffs. Auf Nachfragen, wann er mit ersten Impfungen rechne, habe Spahn in der Runde gesagt: „Das könnte noch vor Ende des Jahres passieren“, zitierte Bild Teilnehmer der Konferenz.

An Impfstoffen gegen das neuartige Virus wird derzeit rund um den Globus unter Hochdruck gearbeitet. Biontech arbeitet dabei mit dem US-Konzern Pfizer zusammen. Weltweit befinden sich mehr als 40 Stoffe in der klinischen Erprobung. (AFP/frs) *Merkur.de gehört zum Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerk.

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