Leitet die Deutschland-Studie: Privatdozent Dr. Christoph Spinner
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Leitet die Deutschland-Studie: Privatdozent Dr. Christoph Spinner.

Neues Kopfzerbrechen

Nächste Impf-Panne? Probleme bei Johnson-Impfstoff - EU will sich bald äußern

  • Andreas Beez
    vonAndreas Beez
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Das Vakzin von Johnson & Johnson soll ein weiterer Trumpf bei der Corona-Bekämpfung sein. Doch bei der Beschaffung gibt es offenbar Probleme. Der Hersteller hält sich bedeckt.

München - Er gilt als Hoffnungsträger bei der Aufholjagd nach dem verschlafenen Impfstart – doch jetzt bereitet er vielen Politikern schon wieder Kopfzerbrechen: Der Impfstoff von Johnson & Johnson steht vor der EU-Zulassung, die Behörde EMA könnte noch am Donnerstag grünes Licht geben. Doch es keimen Spekulationen über Lieferengpässe auf.

Angeblich hat der Hersteller – genauer: die Firma Janssen als Pharmasparte des US-Konzerns Johnson & Johnson – Produktions-Schwierigkeiten angemeldet. Dazu erklärte Sprecherin Henriette Homburg am Mittwoch auf unsere Nachfrage, man arbeite am Bau neuer Fabriken und schmiede Allianzen mit anderen Firmen als Produktionspartnern. Näheres werde man der EU-Kommission bei nächsten Treffen Mitte des Monats mitteilen.

Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson: Großer Vorteil gegenüber Biontech und Moderna

Corona-Experten halten große Stücke auf das Vakzin, das als viertes Corona-Mittel in der EU zugelassen wird. Der Vektor-Impfstoff lässt sich – anders als die mRNA-Mittel von Biontech und Moderna – bei normaler Kühlschranktemperatur lagern und wird nur einmal verabreicht. Die Schutzwirkung vor einer schweren Erkrankung liegt bei 85 Prozent nach 28 Tagen. „Nach Tag 57 wurden gar keine schweren Covid-19-Fälle bei Geimpften mehr berichtet“, sagte der Studienleiter für Deutschland, Dr. Christoph Spinner vom Klinikum rechts der Isar.

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