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Impfstoff gegen Omikron: Moderna lässt mit Zeitplan für Anpassung aufhorchen

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Von: Marcus Giebel

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Mehrere Impfdosen liegen in einer geöffneten Packung Moderna-Impfstoff
Wird die Omikron-Welle nicht entscheidend ausbremsen können: Auch der Impfstoff von Moderna muss angepasst werden. © PHILIPPE LOPEZ/afp

Corona-Welle über Corona-Welle schwappt über die Welt. Klar ist schon jetzt: Die nächste wird von Omikron getrieben sein. Bis zur notwendigen Anpassung der Impfstoffe wird es aber wohl etwas dauern.

München - Omikron beschäftigt zum Ende des zweiten Corona-Jahres die Wissenschaftler. Wo und wann entstand die Mutation von Sars-CoV-2? Wie gefährlich ist sie überhaupt? Und vor allem: Wie kann man die Menschheit wirklich wirksam davor schützen?

Sicher scheint bislang nur zu sein: Die aktuell zugelassenen Impfstoffe allein werden eine Omikron-Welle in Deutschland und vielen anderen Ländern nicht verhindern können. Umso schneller muss die in Südafrika entdeckte Variante nun erforscht werden.

Impfstoffe gegen Omikron: Moderna legt sich nicht auf Anpassung im Frühjahr fest

Denn die Vakzine sollen so schnell wie möglich an die neue Gefahr angepasst werden. Biontech arbeitet mit seinem US-Partner Pfizer bereits seit Ende November fieberhaft an einer Lösung. Laut Ugur Sahin, Chef des Mainzer Pharmaunternehmens, könnte das neue Präparat Ende März auf den Markt kommen.

Bei Moderna, das den zweiten gerade in der Bundesrepublik weit verbreiteten Impfstoff produziert, sieht der Zeitplan ähnlich aus. Präsident Stephen Hoge will sich aber auch nicht zu sehr auf einen Monat festlegen. „Die Omikron-spezifischen Booster kommen realistischerweise nicht vor März und vielleicht eher im zweiten Quartal“, zitiert ihn die Agentur Reuters.

Womöglich ist demnach sogar bis in den Juni hinein, also bis zum Sommer, Geduld nötig. Bis dahin wird Omikron aber sehr wahrscheinlich längst für die große Mehrzahl der Infektionen auf der Welt verantwortlich sein.

Video: Wie gut schützen die verschiedenen Impfstoffe gegen Omikron?

Impfstoffe gegen Omikron: „Wissenschaftler sagen: ‚Das wird nicht gut‘“

Moderna-Geschäftsführer Stéphane Bancel betonte im Interview mit der Financial Times jedoch noch einmal, wie essentiell die Anpassung sei. „Es gibt kein Szenario, in dem die Effektivität das gleiche Niveau hat, wie wir sie mit der Delta-Variante hatten“, ordnete er die Wirkung der aktuellen Impfstoffe ein: „All die Wissenschaftler, mit denen ich gesprochen habe, sagen: ‚Das wird nicht gut.‘“

Zwar ist bekannt, dass schon der aktuelle Booster-Durchgang seine Wirkung zeigt. Doch immer mehr deutet sich an, dass der dritte Pieks noch nicht der letzte (Impf-)Akt in dieser Pandemie sein wird. (mg)

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