Trickbetrüger scheuen nicht davor zurück, die aktuelle Corona-Situation auszunutzen und versuchen Menschen am Telefon mit einem Impfstoff-Angebot reinzulegen.
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Trickbetrüger scheuen nicht davor zurück, die aktuelle Corona-Situation auszunutzen und versuchen Menschen am Telefon mit einem Impfstoff-Angebot reinzulegen.

Nach EU-Zulassung

Miese Betrugsmasche mit vermeintlichem Corona-Impfstoff: Polizei warnt eindringlich

  • Luisa Billmayer
    vonLuisa Billmayer
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Eine neue Masche beschäftigt die Polizei: Betrüger versprechen eine Corona-Impfdosis gegen Geld. Eine Frau aus Bonn hat den Trick sofort durchschaut.

Bonn/Elze - Ein Impfstoff gegen das Coronavirus* ist gefunden und endlich auch in Deutschland zugelassen. Nun warten viele darauf, geimpft zu werden. Wer wann an der Reihe ist, ist klar geregelt. Trickbetrüger scheuen offenbar nicht davor zurück, die aktuelle Situation auszunutzen und versuchen Menschen am Telefon mit einem Impfstoff-Angebot reinzulegen.

Corona-Impfstoff-Betrug: Frau durchschaut fiesen Trick sofort

Am Montag (21. Dezember) erhielt eine 64-jährige Bonnerin laut Polizei einen Anruf. Ein angeblicher Mitarbeiter einer bekannten Impfstofffirma wollte ihr ein besonderes Angebot machen: ein „erstes Corona-Impfstoffpakte“ für 6.000 Euro. Doch die Frau erkannte sofort, das daran etwas faul ist. Sie spielte mit und ließ sich zum Schein auf das Geschäft ein, alarmierte dann aber die Polizei.

Die Beamten kamen zu der angeblichen Käuferin nach Hause und warteten mit ihr auf den Geldabholer. Es war vereinbart, dass die Geldübergabe noch am selben Tag in bar und in Person stattfindet. Den Impfstoff sollte die Frau später per Post bekommen. Nachmittags klingelte der Abholer - ihn erwarteten jedoch nicht 6.000 Euro in bar - sondern Polizisten. Sie nahmen den 51-Jährigen vorläufig fest. Das Kriminalkommissariat für organisierte Kriminalität hat die Ermittlungen aufgenommen.

Corona-Impfstoff für 6.000 Euro? Polizei warnt vor Telefonbetrug

In ihrer Pressemitteilung schreibt die Polizei Bonn davon, dass es mittlerweile acht Betrugsversuche dieser Art gab. Daher stellte die Polizei klar: „Es gibt keinen Verkauf von Corona-Impfstoff am Telefon! Wenn Ihnen am Telefon Corona-Impfstoff zum Kauf angeboten wird, schalten Sie sofort Ihre Polizei ein!“

Einen ähnlichen Vorfall gab es in Elze im Landkreis Hildesheim. Ein Betrüger konnte eine 88-Jährige davon überzeugen, dass er ihr einen Corona-Impfstoff besorgen könne. Die beiden vereinbarten einen Termin für den nächsten Tag. Die Frau erzählte ihrem Mann von dem Geschäft und der 92-Jährige wurde hellhörig. Als er bei seiner Versicherung anrief und nachfragte, ob das sein kann, wurde ihm gesagt, dass es sich um Betrug handelt und er die Polizei informieren sollte. In der Pressemitteilung der Polizei Hildesheim heißt es: „Die Betrugsmaschen ändern sich ständig, teilweise werden die erfundenen Geschichten sogar miteinander vermischt. Beispielsweise meldet sich erst der angebliche Enkel bei den Betroffenen und kurze Zeit später ein falscher Polizeibeamter.“

Auch die Beamten aus Hildesheim warnen: „Mit der Art und Weise der Gesprächsführung versuchen die Täter Vertrauen zu gewinnen und wirken gegenüber dem Angerufenen glaubhaft. Seien Sie skeptisch, fragen Sie bei der Polizei oder Ihren Verwandten nach, überweisen Sie kein Geld und lassen Sie keine fremden Personen in Ihr Haus.“ (lb) *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

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