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Während Experten zum Impfen aufrufen: Bund rationiert nun auch Impfstoff von Moderna

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Von: Jennifer Lanzinger

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Biontech-Impfstoff
Eine medizinische Fachkraft hält Impfstoffe der Hersteller Moderna (l) und Biontech in der Hand. © Stefan Puchner/dpa/Archivbild

Die Rationierung des Impfstoffs von Biontech hatte für Kritik gesorgt. Nun erklärt das baden-württembergische Gesundheitsministeriums: offenbar wird auch das Vakzin von Moderna rationiert.

Berlin - Das Bundesgesundheitsministerium hatte bereits zu Beginn der Woche für Aufsehen gesorgt, nachdem Pläne für die Höchstabgabemenge vom Biontech-Impfstoff an niedergelassene Hausärzte angekündigt wurden. Das Vorhaben hatte für Kritik und Unverständnis gesorgt. Nun wird bekannt: offenbar soll auch der Impfstoff von Moderna rationiert werden.

Nach Auskunft des baden-württembergischen Gesundheitsministeriums soll mittlerweile nicht nur der Biontech-Impfstoff sondern auch das Moderna-Vakzin vom Bund rationiert werden. Dieser soll bereits teilweise gar nicht mehr bestellt werden können. „Wir können nicht einerseits die Impfoffensive hochfahren und gleichzeitig wird der Impfstoff rationiert“, sagte ein Behördensprecher am Freitag in Stuttgart.

Während Experten zum Impfen aufrufen: Bund rationiert nun auch Impfstoff von Moderna

Gesundheitsminister Manne Lucha habe sich Anfang der Woche direkt beim geschäftsführenden Bundesminister Jens Spahn eingesetzt, um kurzfristig eine zusätzliche Lieferung von Moderna zu bekommen. „Wir erwarten nun heute eine Sonderlieferung von 120.000 Dosen Moderna“, sagte der Behördensprecher. Doch sei auch diese Menge alles andere als ausreichend. Demnach bekomme nach Auskunft des Gesundheitsministeriums eine Arztpraxis nur 30 Dosen von Biontech pro Woche, Impfstützpunkte können nur 1020 Dosen pro Woche bestellen. „Eine solche Menge verimpft ein Impfstützpunkt normalerweise pro Tag.“

Die Impfoffensive des Landes laufe auf Hochtouren. „Und wir haben jetzt nicht soviel Impfstoff, wie wir gerne verimpfen würden um der großen Nachfrage zu begegnen. Bis Jahresende brauchen wir mindestens 3,5 Millionen Dosen mRNA-Impfstoffe, um die Menschen in Baden-Württemberg ausreichend versorgen zu können“, sagte der Sprecher des Gesundheitsministeriums.

Rationierter Corona-Impfstoff: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn kündigt 18 Millionen Dosen an

Geht es nach Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, sind die nötigen Impfstoffmengen verfügbar. Bei der gemeinsamen Pressekonferenz mit RKI-Chef Lothar Wieler erklärte Spahn, dass der Bund innerhalb von zehn Tagen 18 Millionen Dosen für Auffrischimpfungen ausgeliefert haben wird. Angesichts des Ziels, bis Weihnachten 20 bis 30 Millionen „Booster“-Impfungen zu
erreichen, sei dies schon „ein ziemlich großer Schritt dahin“. In den vergangenen sieben Tagen habe es 3,5 Millionen Impfungen gegeben.

Im Gesamtsystem sei genug Impfstoff da, sagte Spahn. Er verwies zugleich darauf, dass es wegen Umstellungen zum stärkeren Hochfahren der Impfungen in der Logistik vom Großhandel über Apotheken in die Praxen zu Verzögerungen beim Verteilen in der Fläche kommen könne.

Die nun neu in Südafrika entdeckte Corona-Mutation sorgt international für Unruhe, auch in Deutschland werden Stimmen für umgehende Konsequenzen laut. Die Infektionszahlen in Deutschland steigen währenddessen stark an.

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