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Corona-Studie: Kombination von Impfstoffen für Booster ist wirksam - bis auf eine Ausnahme

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Von: Yasina Hipp

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Im Kampf gegen die sich ausbreitenden Coronavirus-Variante Omikron hat das Boostern einen besonders hohen Stellenwert. Eine Studie zeigt nun, welche Impfstoff-Kombination besonders wirksam sind.

London - Das erste Impfziel der neuen Bundesregierung ist erreicht: 30 Millionen Dosen wurden seit Mitte November verabreicht. Knapp 30 Millionen Menschen, also rund 36 Prozent der deutschen Bevölkerung, haben auch bereits ihre dritte Impfung erhalten (Stand: 25.12.). Bei der Kombination von verschiedenen Impfstoffen kommt es zu einer besonders guten Immunantwort, wie bereits einige Studien beweisen. Ein Forscherteam aus Großbritannien hat Anfang Dezember eine groß angelegte Studie veröffentlicht, bei der sieben Impfstoffe untersucht und ihre Wirkung als Booster getestet wurden. Die Ergebnisse zeigen viele wirksame und eine weniger wirksame Kombination auf.

Corona-Impfstoff-Studie: Ablauf der Studie

An der Studie nahmen 2.878 erwachsene Personen ab einem Mindestalter von 30 Jahren teil. Etwa die Hälfte war über 70 Jahre alt. Die Versuchspersonen erhielten in einem Zeitraum von zehn bis zwölf Wochen, nach ihrer zweiten Impfung, die Auffrischungsimpfung. Eingeteilt waren sie in zwei Gruppen: Die eine hatte bei den ersten beiden Impfungen den Impfstoff von Astrazeneca erhalten, die andere Gruppe beide Impfungen mit dem Biontech/Pfizer-Impfstoff. Nach der dritten Impfung maßen die Forscher dann die Immunantwort beider Gruppen.

Für die dritte Impfung wurden die Impfstoffe von Astrazeneca, Biontech/Pfizer, Johnson & Johnson, Moderna, Novavax, Valneva und CureVac verwendet. Die ersten vier sind bereits in Europa zugelassen. Der „Totimpfstoff“ von Novavax soll ab Januar 2022 in Deutschland zugelassen werden.

Corona-Impfstoff-Studie: Erstaunliche Ergebnisse

Das erste Ergebnis: Alle Booster-Impfungen verursachten eine nachweisbare Immunantwort, bis auf eine Ausnahme. Eine Impfung mit dem Impfstoff „VLA2001“ des französischen Herstellers Valneva ergab nur eine sehr geringe Steigerung der Immunantwort. Allerdings: Etwa 28 Tage nach dem dritten Piks gab es über alle Testgruppen hinweg, keinen Unterschied mehr in der Schutzwirkung. Laut der Wissenschaftler ist ab diesem Zeitpunkt dann der volle Impfschutz hergestellt.

Bei Personen, die als erste und zweite Impfung Astrazeneca erhalten hatte, wirkte eine Dosis Moderna oder Biontech/Pfizer am effektivsten. Bei den Personen, die zu Beginn zwei Biontech/Pfizer-Impfungen verabreicht bekommen hatten, war als dritte Impfung ebenfalls Biontech oder Moderna am effektivsten. Eine andere Studie zeigt, dass sich auch der Astrazeneca-Impfstoff Vaxzevria als Booster eignet. Wie echo24.de berichtet, soll der Wirkstoff gut gegen die Virus-Variante Omikron wirken.*

Generell sei die Menge an Impfreaktionen „akzeptabel“ gewesen. Häufig beklagten sich die Studienteilnehmer über Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen und Schmerzen an der Einstichstelle nach der dritten Impfung. *echo24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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