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Corona-Impfung: Studie zeigt, wie gut der Booster gegen BA.4 und BA.5 wirkt

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Von: Yasina Hipp

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Die Infektionszahlen steigen wieder an, die Omikron-Varianten BA.4 und BA.5 machen sich breit. Aber wie gut helfen eigentlich die Booster-Impfungen dagegen?

Columbus - Seit einigen Wochen kursieren immer wieder die beiden Wörter BA.4 und BA.5, wenn es um die aktuelle Sommerwelle der Corona-Pandemie geht. Die beiden Subtypen der Omikron-Variante scheinen sich nun immer mehr zu verbreiten. Zunächst sorgten BA.4 und BA.5 in Südafrika für einen erneut starken Anstieg der Corona-Neuinfektionen. Nun vermeldet das Robert-Koch-Institut (RKI) eine verstärkte Verbreitung der beiden Omikron-Geschwister auch in Deutschland. Nach aktuellsten Daten aus der KW 23 (6. Juni bis 12. Juni) ist BA.5 mit einem Anteil von knapp 50 Prozent bereits die dominante Variante. Und auch die Verbreitung von BA.4 nimmt proportional stark zu. Angesichts der aktuellen Entwicklungen und mit Blick Richtung Herbst und Winter ergibt sich dann die Frage: Wie gut hilft der aktuelle Impfschutz gegen diese Subtypen mit einer höheren Übertragbarkeit? Ein US-Forscherteam hat sich genauer damit beschäftigt.

Corona-Boosterimpfung: Nahezu kein Schutz bei nur zwei Impfdosen gegen neue Subtypen

Bei der Studie „Neutralisierung der SARS-CoV-2 Omicron BA.4/5 und BA.2.12.1 Untervarianten“ ging es vor allem um die Wirksamkeit der Auffrischungsimpfung als der insgesamt dritten Impfung. Das Team aus Ohio verglich also die Wirksamkeit von zweifach und dreifach Geimpften gegenüber den Varianten BA.4 und BA.5 und BA.2.12.1. Zunächst sollte aber angemerkt werden, dass die Stichprobe mit 14 bzw. 30 Probanden und Probandinnen recht klein ist, und die Ergebnisse deswegen nicht vollständig auf das aktuelle Pandemiegeschehen übertragbar sind. Trotzdem gelangten die Forscher zu interessanten Erkenntnissen.

Das Immunsystem von Personen mit nur zwei Impfdosen von Moderna oder BionTech war nicht in der Lage eine der Varianten zu neutralisieren, also erfolgreich zu bekämpfen. Bei Personen mit drei Impfdosen von Moderna oder BionTech war der Schutz höher. Jedoch insgesamt deutlich niedriger, als der Schutz gegen ältere Varianten.

Corona-Impfung: Bedeutung der Auffrischungsimpfungen ist immens

„Die Auffrischungsimpfung lieferte ausreichende neutralisierende Antikörpertiter gegen die Untervarianten BA.4/5 und BA.2.12.1, wenn auch in geringerem Ausmaß als gegen BA.1 und BA.2“, heißt es zusammenfassend in der Studie. Zusätzlich untersuchte das Team 30 mit Omikron-infizierte Personen. Hier zeigte sich, dass eine solche Infektion „offenbar keinen wirksamen Schutz gegen die neu aufgetretenen Sublinien“ biete. In Deutschland haben aktuell 51,2 Millionen Personen, also rund 61,6 % der Bevölkerung mindestens eine Booster-Impfung erhalten (Stand 28. Juni).

Im Schlusssatz appellieren die Forscher an die Bevölkerung und weisen eindringlich auf die „Bedeutung der Auffrischungsimpfung“ für den Schutz gegen neu auftretende Varianten hin.

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