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Bundesländer geben Millionen Corona-Impfdosen zurück – vor allem von einem Hersteller

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Die Impfbereitschaft in Deutschland ist gesunken. Ungenutzte Corona-Impfdosen geben die Bundesländer deshalb an den Bund zurück. Sie sollen gespendet werden.

Deutschland - Weil zu wenig Nachfrage nach den Impfungen gegen das Coronavirus besteht, geben die Bundesländer jetzt Dosen an den Bund zurück, wie die Welt am Sonntg berichtet. 14 Länder haben sich entschieden, 2,3 Millionen ungenutzte Impfdosen an den Bund zurückzugeben. Die Vakzine sollen dann unter anderem ins Ausland gespendet werden.

Unter anderem Bayern, Baden-Württemberg und Hessen haben auf Nachfrage der Welt am Sonntag zugesagt, ungenutzte Corona-Impfstoffe wieder an den Bund abzugeben. Schleswig-Holstein machte dem Bericht zufolge bislang keine Angaben, das Saarland werde keine Impfdosen abgeben. Die genaue Zahl der abgegeben Dosen soll laut Welt am Sonntag im Laufe des Montags (9. August) an das Bundesgesundheitsministerium gemeldet werden.

Übrige Covid-Impfstoffe: AstraZeneca und Johnson & Johnson werden gespendet

Besonders die Nachfrage nach dem Impfstoff von AstraZeneca ist in den vergangenen Wochen zurückgegangen. Deshalb sollen vor allem Impfdosen des britisch-schwedischen Herstellers gespendet werden. Aus Nordrhein-Westfalen und Mecklenburg-Vorpommern sollen außerdem noch Impfdosen von Johnson & Johnson hinzukommen, heißt es in der Welt am Sonntag.

Allein aus Nordrhein-Westfalen sollen 1,05 Millionen Dosen Impfstoff gespendet werden. Baden-Württemberg will 450.000 Impfdosen, Hessen 185.00 und Sachsen 150.00 Dosen zurückgeben. Die bayerische Staatsregierung habe der Welt am Sonntag berichtet, dass sie noch dabei sei, die ungenutzten Impfdosen zu ermitteln, die das Land an den Bund zurückgeben möchte. Diese müssten dann noch zu den insgesamt 2,3 Millionen Dosen hinzugerechnet werden.

Ein Mitarbeiter des Impfzentrums in den Messehallen nimmt eine Impfdose vom Impfstoff Astrazeneca vom Tisch. Links im Bild steht eine Impfdose vom Impfstoff Biontech, rechts im Bild steht eine Impfdose vom Impfstoff Moderna.
Deutschland will Covid-19 Impfstoffe wie AstraZeneca oder Johnson & Johnson spenden. ©  Marcus Brandt/dpa

Corona-Pandemie: Impfdosen aus Deutschland werden ins Ausland gespendet

Die ungenutzten Impfdosen sollen aus den Landeslagern an Sammelstandorte des Bundes geschickt werden. Die zurückgegebenen Impfstoffe sollen dann ins Ausland weitergegeben werden, heißt es. Bis Ende des Jahres sollen über 30 Millionen Dosen an ausländische Staaten weitergegeben werden, in denen Mangel herrscht. Das hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel bereits im Mai diesen Jahres angekündigt. Vor allem die Vakzine AstraZeneca und Johnson & Johnson sollen unentgeltlich an Drittstaaten und Entwicklungsländer gespendet werden.

Entwicklungsminister Gerd Müller sagte der Welt am Sonntag: „Wir sollten die Menge schrittweise weiter aufstocken, da in Deutschland inzwischen ausreichend Impfstoff verfügbar ist.“ Denn es sei „nicht nachvollziehbar, wenn in Deutschland Dosen verfielen, die in anderen Ländern dringend gebraucht würden“. Deshalb wolle Müller nun auch bei der Impfstoffproduktion in Entwicklungsländern weiter vorankommen.

Impfstoff-Versorgung der Bundesländer wird umgestellt

Ab dem 16. August soll laut der Welt am Sonntag außerdem die Impfstoff-Versorgung der Bundesländer umgestellt werden. Dann soll der Bund die Länder nicht mehr mit der maximal verfügbaren Menge an Impfdosen beliefern, sondern nur noch nach deren angemeldetem Bedarf.

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