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Corona in Deutschland: Spahn rechnet mit Impfung für Kinder - und nennt mögliches Datum

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Von: Jennifer Lanzinger

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Ein Kind wäscht sich die Hände mit Seife.
Ein Kind wäscht sich die Hände mit Seife. © Rolf Vennenbernd/dpa

Das Coronavirus verbreitet sich auch weiterhin rasch in Deutschland und der Welt. Schon bald könnten auch Kinder und Jugendliche geimpft werden, wie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn nun erklärte.

Berlin - Seit einem Jahr greift das Coronavirus weltweit um sich, noch immer verzeichnen viele Länder steigende Infektionszahlen. Während sich die Zahlen in Deutschland aktuell auf einem konstanten Niveau einpendeln, steigt die Zahl der gegen das Coronavirus geimpfte Personen in Deutschland stetig an. Bislang gibt es jedoch noch keinen in Deutschland zugelassenen Impfstoff, der auch bei Kindern und Jugendlichen eingesetzt werden kann. Doch das könnte sich schon bald ändern.

Corona in Deutschland: Schon bald sollen auch Kinder geimpft werden können - Spahn nennt mögliches Datum

Einen solchen Impfstoff hat nun nämlich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn für diesen Sommer in Aussicht gestellt. Spahn, der als Gast bei der Jahresauftakt-Klausur der hessischen Union am Freitagabend online zugeschaltet war, erklärte, dass eine Corona-Erkrankung vor allem bei Kindern und Jugendlichen mit Vorerkrankungen ein Problem sein könne. Das Vakzin von Biontech/Pfizer sei ab 16 Jahren zugelassen, die beiden anderen Impfstoffe von Moderna und Astrazeneca ab 18 Jahre. Es gebe eine Reihe von Herstellern, bei denen Studien mit Kindern und Jugendlichen liefen, von drei oder vier Herstellern wisse er dies sicher. „Wir gehen davon aus, toi, toi, toi, wenn die Dinge gut laufen, dass wir im Sommer auch einen Impfstoff haben, der eben dann Kinder und Jugendliche schützen kann.“

Corona in Deutschland: Jens Spahn erklärt Impf-Chaos

Spahn räumte einen schwierigen Start der Impfkampagne Ende Dezember ein. „Es war irgendwie auch die Erwartung größer, im Nachhinein hätte man vielleicht noch stärker auch Erwartungsmanagement machen müssen“, sagte der Minister. „Ich hab‘ gedacht, nachdem wir sechs Wochen über Priorisierung, Knappheit, Ethikrat, Bundestag diskutiert haben im Dezember, dass irgendwie klar ist, das wird schwierig am Anfang.“ Nach dem Impfstart sei angesichts der Pandemiemüdigkeit „die Erwartung auf einmal ganz, ganz groß“ gewesen, „dass das jetzt ganz, ganz schnell geht“. Der Weg sei begonnen, „aber es ist noch ein Stück Weg“, sagte Spahn. Mindestens die nächsten neun bis zehn Wochen dürften nun noch von starker Impfstoff-Knappheit geprägt sein, „und dann im zweiten Quartal wird‘s sicher besser“, so Spahn.

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