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„Fall grenzt ans Lächerliche“: Wilder Betrugs-Versuch bei Corona-Impfung hat nun wohl enorme Konsequenzen

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Von: Franziska Schwarz

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Ein Polizist mit Mundnasenschutz im November auf Streife in Rieti in Italien
Ein Mann, der Corona-Impfbetrug begehen wollte, ist jetzt im Visier der italienischen Ermittler (Symbolbild). © Riccardo Fabi/Imago

Der etwa 50-jährige Mann, laut einem Bericht ein Zahnarzt, ging mit einem Gummi-Arm ins Impfzentrum. Das hat für ihn jetzt wohl Konsequenzen.

Biella - Die Spritze wollte er nicht, den Impfnachweis schon: Mit einer Silikon-Attrappe hat es deshalb ein Mann in Italien versucht. Er glaube nicht an das Corona-Vakzin, aber brauche das Zertifikat zum Arbeiten, erklärte der Zahnarzt der Polizei. Das berichtet die Zeitung Corriere della Sera von diesem Sonntag.

Einer Krankenschwester war die Attrappe aufgefallen. „Als ich seinen Arm freigemacht hatte, spürte ich eine gummiartige, kalte Haut und die Farbe war zu hell“, erklärte die Frau dem Corriere della Sera später. Als sie ihn um seinen anderen Arm gebeten habe, habe sich dort dieselbe Attrappe befunden.

Daraufhin meldete die Frau den Fall. „Wir haben verstanden, dass es sich nicht um eine surreale Situation handelte, sondern um einen wahrhaften Betrug.“ Der Vorfall ereignete sich am Donnerstag in einem Impfzentrum in Biella.

Versuch des Impfbetrugs: „Akt von enormer Tragweite“

„Der Fall grenzt ans Lächerliche, wenn es sich dabei nicht um einen Akt von enormer Tragweite handeln würde“, erklärte der Chef der Regionalregierung von Piemont, Alberto Cirio, am Freitag bei Facebook. Ihm zufolge wurde der Mann angezeigt, und die Gesundheitsbehörde wollte den Vorfall der Staatsanwaltschaft melden.

Cirio bezeichnete das Vorhaben als „inakzeptabel angesichts des Opfers, das unsere gesamte Gemeinschaft während der Pandemie in Form von Menschenleben, sozialen und wirtschaftlichen Kosten erbracht hat“.

Neue Corona-Regeln in Italien: „Super Green Pass“ kommt

Italien verschärft ab Montag noch einmal die Corona-Regeln für Ungeimpfte. Bereits seit August muss beim Aufenthalt in Restaurants, Museen, Kinos, Theatern und bei Sportveranstaltungen der sogenannte „Green Pass“ vorgezeigt werden. Er gilt als Nachweis für eine überstandene Infektion, eine Impfung oder ein negatives Testergebnis. Ab dem 6. Dezember gilt in diesen Einrichtungen die 2G-Regel, dafür ist ein „Super Green Pass“ erforderlich.

Fast 85 Prozent der italienischen Bürger ab zwölf Jahren sind bereits vollständig geimpft. Auch Booster-Impfungen sind inzwischen für alle Erwachsenen in Italien verfügbar. (AFP/dpa/frs)

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