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Um mehr Menschen zum Impfen zu bewegen: Urlaubsland führt monatliche Geldbuße für Verweigerer ein

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Von: Jennifer Lanzinger

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Impfzentrum in Griechenland
Dieses griechische Impfzentrum beherbergt 96 Impfstellen. Über-60-Jährige, die sich nicht impfen lassen, müssen bald zahlen. © dpa/Angelos Tzortzinis

Um Corona-Impfverweigerer zum Impfen zu bewegen, führt ein EU-Land nun eine Geldbuße ein. Ab Januar müssen alle über 60 Jahren alten Impfverweigerer monatlich 100 Euro zahlen.

Athen - In vielen Ländern nimmt die vierte Welle der Corona-Pandemie pünktlich zum Winter wieder an Fahrt auf, auch in Deutschland steigen die Infektionszahlen erneut stark an. Während sich auch in Deutschland viele Menschen gegen eine Impfung entscheiden, hat Griechenland ebenso mit vielen Impf-Verweigerern zu kämpfen. Die dortige Regierung greift nun mit einer deutlichen Maßnahme durch.

Um mehr Menschen zum Impfen zu bewegen: EU-Land führt monatliche Geldbuße für Verweigerer ein

So müssen sich Über-60-Jährige in Griechenland bis zum 16. Januar mindestens einmal impfen lassen. Sollten die betroffenen Personen dies nicht tun, droht ihnen von diesem Tag an eine monatliche Geldbuße von 100 Euro. Das kündigte Regierungschef Kyriakos Mitsotakos am Dienstag im Staatsfernsehen an. „Es gibt nur eine Altersgruppe, die darauf besteht abzuwarten: Von
den 580.000 ungeimpften Bürgern über 60 Jahre haben sich im November nur 60.000 impfen lassen. Und leider sind es gerade die über 60-Jährigen, die krank werden und sterben“, sagte er.

Griechenland führt Geldbuße für Impf-Verweigerer ein

Und vor dieser Impf-Verpflichtung sollen sich die Über-60-Jährigen auch nicht drücken können. So leitet die staatliche Sozialversicherung die Daten der ungeimpften Personen an das Finanzamt weiter. Das Finanzamt ist dann für das Ausstellen der Geldbuße zuständig. Die auf diese Art und Weise eingetriebenen Bußgelder sollen den Krankenhäusern zur Verfügung gestellt werden. „Das ist keine Strafe, sondern ein Bonus für die Gesundheit - ein Akt der Gerechtigkeit“, sagte Mitsotakis.

Wie die dpa unter Berufung auf die EU-Gesundheitsbehörde ECDC berichtet, sollen von den rund 11 Millionen Einwohnern Griechenlands bislang rund 62 Prozent vollständig geimpft sein. Die Regierung schließt einen landesweiten Lockdown kategorisch aus, stattdessen gibt es für Ungeimpfte seit Anfang November im öffentlichen Leben zahlreiche Einschränkungen.

Wegen der neuen Corona-Variante Omikron sind Impfstoffhersteller in regem Austausch mit Forschern. Zum Beispiel der Moderna-Chef. Er klingt aktuell entmutigt.

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