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Was bringt die Impfung? Geheime Zahlen aus Intensivstationen veröffentlicht

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Von: Patrick Mayer

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An vorderster Corona-Front: eine Krankenpflegerin bereitet sich auf ihren Einsatz auf einer Intensivstation vor. (Symbolfoto)
An vorderster Corona-Front: eine Krankenpflegerin bereitet sich auf ihren Einsatz auf einer Intensivstation vor. (Symbolfoto) © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

In einem Bericht wird die Anzahl der Corona-Intensivpatienten in einer Millionenstadt aufgelistet. Der Unterschied zwischen Geimpften und Ungeimpften ist enorm.

München/Wien - Die Coronavirus-Pandemie dauert nun schon fast zwei Jahre. Wenn man weit länger als besagte 24 Monate zurückblickt, beherrschte mutmaßlich kein Thema die gesellschaftliche Debatte mehr als das Impfen gegen einen Gegner und Krankheitserreger, der unsichtbar ist - aber keine Nachlässigkeiten verzeiht.

Was bringen Impfungen gegen Corona? Österreich - Zahlen aus Intensivstationen verdeutlichen Unterschied

Eine Frage wird mitunter aufgeworfen: Wieviel bringen die Impfungen gegen Corona wirklich? Die Wissenschaft erklärt unisono: viel. Viele Mediziner sind sich einig: viel. Die meisten Politiker sagen: viel. Und doch gibt es noch immer Impf-Skeptiker oder gar -Gegner. Währenddessen stehen die Krankenpflegerinnen und -pfleger weiter an vorderster Front. Ihr Einsatzort sind die Intensivstationen, zwischen Beatmungsgeräten, einem Desinfektions-Marathon und körperlicher Erschöpfung.

Da in der gefühlt x-ten Welle aktuell die Omikron-Variante europaweit grassiert, sind sie einmal mehr gefordert. Doch, was sagen die Statistiken aus den Intensivstationen? Wie viele Ungeimpfte liegen dort? Welchen Anteil machen Geimpfte aus - trotz Impfung? Handfeste Zahlen veröffentlichten jetzt das Nachrichtenportal oe24.at (hinter einer Bezahlschranke) und die Tageszeitung ÖSTERREICH. Im Fokus: Wien, Hauptstadt des gleichnamigen Österreichs. Und das mit mehr als 1,9 Millionen Einwohnern sowie riesigen Krankenhäusern.

Corona-Impfungen: Vergleich zwischen Geimpften und Ungeimpften auf Wiener Intensivstationen

Zur Einordnung: Als Vergleichszeitraum zu den Belegungen auf den Intensivstationen der Donau-Metropole diente für den Bericht die zweite Kalenderwoche im Januar:

In Wien hospitalisiert:Zweite Kalenderwoche im Januar:
vollständig geimpfte Corona-Patienten auf Intensivstation2
ungeimpfte Covid-Patienten auf Intensivstation48
Anteil ungeimpfter Corona-Patienten auf Intensivstation96 Prozent
vollständig geimpfte Corona-Patienten auf Normalstation13
ungeimpfte Covid-Patienten auf Normalstation148
Anteil ungeimpfter Corona-Patienten auf Normalstation92 Prozent

Anmerkung: In dem Bericht von oe24.at wurden die Belegungen Wiener Intensivstationen in der zweiten Kalenderwoche im Januar mit Corona-Patienten untersucht.

Der Anteil schwer erkrankter Corona-Patienten, die sich im Vorfeld nicht gegen das Virus impfen ließen, war demnach viel höher als die Anzahl Geimpfter, die wegen einer Infektion intensiv medizinisch betreut werden mussten.

Im Video: Ungeimpfte überfüllen Intensivstationen in Österreich

Es ist kein Einzelbeispiel: Bereits Ende November hatte der TV-Sender PULS 24 berichtet, dass Ungeimpfte die Intensivstationen in ganz Österreich überfüllen würden. „Über 30 Prozent der Intensivbetten-Kapazitäten sind derzeit mit Corona-Patienten ausgelastet. 619 Personen kämpfen dort in diesem Augenblick um ihr Leben - Tendenz steigend. Und drei Viertel von ihnen sind ungeimpft“, hieß es in einem Nachrichtenbeitrag, der auch als Video (siehe oben) freigeschaltet wurde.

Österreichs Intensivstationen: Viel mehr Ungeimpfte als Geimpfte

Von 584 Corona-Patienten auf den gesamt-österreichischen Intensivstationen waren zu diesem Zeitpunkt 156 Patienten (26,7 Prozent) gegen das Virus geimpft. 73,3 Prozent der Covid-Patienten (428), die zwischen Wien, Linz, Salzburg, Innsbruck und Graz eine intensiv medizinische Behandlung benötigten, waren demnach ungeimpft. „Diese Grafik zeigt sehr deutlich: Die Impfung schützt sehr gut vor einem schweren Verlauf“, hieß es damals im Bericht weiter. Der Trend hat sich nun wohl verstärkt. (pm)

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