Medienbericht: Gesundheitsminister wollen Impfangebot für über 12-Jährige beschließen (Symbolfoto).
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Medienbericht: Gesundheitsminister wollen Impfangebot für über 12-Jährige beschließen (Symbolfoto).

Covid-19

Corona: Inzidenz steigt weiter an - Bundesregierung will Impf-Empfehlung für über Zwölfjährige

  • Martina Lippl
    VonMartina Lippl
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Das Robert-Koch-Institut (RKI) verzeichnet mehr als 2000 Corona-Neuninfektionen. Die Bundesregierung will laut Medienberichten Impfangebot für über 12-Jährige beschließen.

Berlin - Die 7-Tage-Inzidenz* steigt weiter kontinuierlich an und liegt nun bei 17,5. Das geht aus den Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) von Sonntagmorgen hervor. Am Vortag hatte der Wert bei 16,9 gelegen. Das RKI vermeldet 2097 Corona-Neuinfektionen. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 1548 Corona-Fällen gelegen. Ein weiterer Todesfall wurde verzeichnet. Seit Beginn der Corona-Pandemie starben bisher 91.659 Menschen in Deutschland mit oder an Corona.

RKI meldet 2.097 Corona-Neuinfektionen am Sonntag (Stand: 1. August 2021)

  • Seit Beginn der Corona-Pandemie haben sich 3.771.262 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 infiziert
  • 91.659 Menschen starben in Verbindung mit einer Coronavirus-Infektion
  • Als Genesen schätzt das RKI etwa 3.654.500. Die Zahl der aktiven Corona-Fälle in Deutschland liegt demnach bei 25.100

Gesundheitsminister wollen Impfangebot für über Zwölfjährige beschließen

Die Bundesregierung und die Gesundheitsminister der Länder wollen offenbar Impfungen für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren empfehlen. Die Bild am Sonntag (BamS) verweist auf eine entsprechende Beschlussvorlage, die der Redaktion vorliege. Die Impfempfehlung wollen demnach Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und die Gesundheitsminister der Länder bei der Gesundheitsministerkonferenz beschließen.

Die Ständige Impfkommission (Stiko) hat bisher keine generelle Empfehlung für Kinder und Jugendliche von zwölf bis 17 Jahren herausgegeben, sondern nur für Risikogruppen in dieser Altersklasse. Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hat die Vakzine von Biontech/Pfizer* und Moderna jedoch bereits für diese Altersgruppe freigegeben. Mit dem Einverständnis ihrer Eltern können Kinder und Jugendlichen sich deshalb bereits impfen lassen.

Die Stiko hat für ihre Empfehlung fehlende Daten zur Sicherheit des Impfstoffs* angeführt. Seit Wochen steht die Stiko wegen dieser Position unter Druck. Der Stiko-Chef, der Virologe Thomas Mertens, reagiert kürzlich darauf mit Unverständnis. „Die EMA bewertet, ob ein Impfstoff grundsätzlich sicher und wirksam ist. Individuelle Impfempfehlungen kann sie aber schon wegen der unterschiedlichen Regeln und epidemiologischen Voraussetzungen in den Mitgliedsstaaten nicht aussprechen“, sagte er der Schwäbischen Zeitung. Die Stiko gehe „wesentlich tiefer in der Auswertung der verfügbaren Daten“.

Bundesregierung plant kostenlose Corona-Schnelltests abzuschaffen

Ab 1. August 2021 gelten in Deutschland strengere Corona-Regeln bei der Einreise nach Deutschland.

Die derzeit zahlreichen Angebote für kostenlose Coronavirus-Schnelltests sollen früher oder später entfallen. „Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat schon vor Wochen gesagt, dass er es für denkbar hält, die Tests zu einem späteren Zeitpunkt für Ungeimpfte nicht mehr kostenlos anzubieten. Der genaue Zeitpunkt ist noch festzulegen“, teilte das Bundesgesundheitsministerium am Samstag auf dpa-Anfrage mit.

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe: „Corona-Tests sollten kostenpflichtig werden, wenn alle sich hätten impfen lassen können - also in wenigen Wochen.“ Ausnahmen müssten natürlich für die gelten, die aus gesundheitlichen Gründen nicht geimpft werden können sowie für Kinder und Jugendliche. Auch Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) forderte den Bund auf, Corona-Tests so schnell wie möglich kostenpflichtig zu machen. (ml, dpa) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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