Italien: Medizinisches Personla trägt Schutzkleidung bei der Eröffnung eines mobilen Corona-Testzentrums.
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Italien testet und impft auf Hochtouren: Die dritte Corona-Welle schlägt jetzt im Mittelmeerland dennoch zu.

Strenge Regeln kurz vor Ostern

Zahlen steigen sprunghaft an: Italien verhängt dritten Lockdown - Eine Region bleibt von Maßnahmen verschont

  • Moritz Bletzinger
    vonMoritz Bletzinger
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Italien geht am Montag in den dritten Lockdown. Ministerpräsident Draghi spricht von der Reaktion auf eine neue Welle der Infektion. Eine Region bleibt offen.

Rom - Die Corona*-Lage in Italien entwickelt sich immer bedrohlicher. Trotz guter Impf-Fortschritte schießt die 7-Tage-Inzidenz im Mittelmeerland weiter in die Höhe. In der vergangenen Woche waren es wieder rund 20.000 Neuinfektionen mehr als in der Woche zuvor. Über 150.000 Menschen haben sich in nur sieben Tagen angesteckt. Die Landesweite Inzidenz klettert auf 226.

Dritte Welle ist da: Corona-Inzidenz in Italien steigt unaufhörlich - Draghi ist alarmiert

„Wir haben es leider mit einer neuen Welle der Infektion zu tun“, ordnete Ministerpräsident Mario Draghi am Sonntag beim Besuch eines Impfzentrums ein, „die Zahlen zwingen uns zur höchsten Vorsicht, um die Zahl der Toten zu begrenzen und eine Überlastung der Gesundheitseinrichtungen zu verhindern.“ Auf den „Anfang der dritten Welle“ hatte Gesundheitsexperte Nino Cartabellotta bereits vergangene Woche hingewiesen. Die britische Corona-Mutation wird mehr und mehr dominant. 373 Todesfälle wurden in den letzten sieben Tagen bereits registriert.

Italien verhängt Lockdown: Grenzen im Land sind zu - Strenge Besuchs- und Kontaktregeln

Italiens Regierung hatte ebenfalls bereits regiert und den dritten Lockdown* verhängt. Ab Montag machen zehn Regionen dicht. 40 Millionen Menschen sind betroffen. Die Regeln der sogenannten „Roten Zone“ gelten für zwei Drittel Italiens.

Die inneritalienischen Grenzen sind dann zu. Niemand darf die eigene Stadt verlassen. Strenge Kontaktbeschränkung gelten ebenfalls. Besuche sind nur einmal am Tag und maximal zu zweit bei einem anderen Haushalt erlaubt.

Bars und Restaurants bleiben geschlossen. Geschäfte, Kultureinrichtungen, Schulen und Kitas ebenso.

Dritter Lockdown in Italien: Ausnahme für Südtirol - Lockerungen statt verschärfter Maßnahmen

Nur Südtirol kündigt für Montag Lockerungen an. Kitas und Grundschulen öffnen zum Wochenstart wieder, Friseursalons ebenfalls. In einer Woche kommt dann der Einzelhandel dazu. Wenn alles gut läuft.

Nur über die Osterfeiertage sind die Entwicklungen und Zahlen in Südtirol egal. Vom 3. bis zum 5. April verhängt die italienische Regierung rigoros die Regeln der „Roten Zone“ über das ganze Land. Feiertagsreisen sollen damit verhindert, Touristen wohl auch ein bisschen abgeschreckt werden. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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