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Lauterbach rudert bei Omikron leicht zurück: Statt Einreisestopps doch eher ein „Weihnachtsgeschenk“?

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Von: Yasina Hipp

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SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach im Bundestag
SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach rudert zurück. © picture alliance/dpa/Kay Nietfeld

Die neue Virusvariante bereitet Wissenschaftlern auf der ganzen Welt Sorgen. Eine südafrikanische Ärztin berichtet allerdings von milden Symptomen. SPD-Politiker Karl Lauterbach reagiert.

Berlin - Vor einigen Tagen traten in Südafrika zum ersten Mal Corona-Fälle mit der Virusvariante Omikron auf. Seitdem gilt die neue Variante als „Super-Mutation“. Viele Länder stoppen den Einreiseverkehr und schließen wieder ihre Grenzen. Auch in Deutschland ist Omikron zwischenzeitlich angekommen. Bis Sonntagabend waren drei Fälle bestätigt.

Neue Informationen aus Südafrika könnten die Gemütslage allerdings etwas beruhigen: Dr. Angelique Coetzee, Vorsitzende des südafrikanischen Ärzteverbands, hat Symptome von Omikron-Patienten beobachtet und festgestellt, dass diese recht mild ausfallen. Gute Nachrichten? Dazu äußert sich SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach auf Twitter.

Corona: Omikron-Sorge - Lauterbach spricht nun von vorgezogenem Weihnachtsgeschenk

Lauterbach gibt sich für gewöhnlich eher pessimistisch, was neue Entwicklungen der Corona-Pandemie angeht. Oft lag er mit seinen düsteren Prognosen richtig. Noch am Freitagabend (26.11.) fordert er in den ARD-„Tagesthemen“ strengere Maßnahmen, unter anderem auf Reisen bezogen: „Daher müssen wir mit Reisebegrenzungen hier arbeiten, hier zählt wirklich jeder Tag, der gewonnen werden kann, bis diese Variante kommt.“ Auch Veranstaltungen und Kontakte sollen konsequenter reduziert und kontrolliert werden.

Nach den Nachrichten aus Südafrika klingt Lauterbach jedoch ganz anders. „Es wäre wirklich ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk, wenn Omicron leichter verliefe“, schreibt er auf Twitter.

Omikron vor allem für Ältere gefährlich? Lauterbach bleibt vorsichtig

Trotz der erfreulich klingenden Nachrichten aus Südafrika bleibt bei Lauterbach aber Euphorie aus. Er relativiert seine Geschenk-Aussage, indem er auf die verschiedenen demographischen Strukturen in Südafrika und Deutschland hinweist: „Deutschland ältestes Land Europas mit vielen chronisch Kranken.“ Er bezieht sich dabei auf den Bericht Coetzees. Darin steht, dass Omikron vor allem für ältere und vorerkrankte Menschen, mit Diabetes oder Herzkrankheiten, gefährlich werden könnte.

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