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Lauterbach warnt vor möglicher Corona-„Killervariante“: Mutations-Abstände immer kürzer

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Von: Bettina Menzel

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Karl Lauterbach
Karl Lauterbach (SPD), Bundesgesundheitsminister, sagte der „Bild am Sonntag“, es sei durchaus möglich, dass „wir eine hochansteckende Omikron-Variante bekommen, die so tödlich wie Delta ist.“ © Bernd von Jutrczenka/dpa

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach erwartet einen Omikron-Impfstoff im September - warnt aber gleichzeitig vor einer möglichen „Killervariante“ des Coronavirus.

Berlin - Die Corona-Neuinfektionen sinken. Am Sonntagmorgen lag die Sieben-Tage-Inzidenz bundesweit bei 834 pro 100.000 Einwohner. Die Omikron-Variante des Coronavirus gilt als hochansteckend, verläuft aber meist mild. Der Gesundheitsexperte und Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) warnt nun davor, dass sich eine neue Variante entwickeln könnte: Hochansteckend wie Omikron und tödlich wie Delta.

Corona-Lage: Lauterbach warnt vor möglicher Killervariante des Coronavirus

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach rechnet damit, dass in der Corona-Pandemie ein an die Omikron-Variante angepasster Corona-Impfstoff ab September eingesetzt werden kann. „Wir besorgen Impfstoff, der vor den Omikron-Varianten schützt. Den erwarten wir im September“, sagte Lauterbach der Bild am Sonntag.

Lauterbach sagte, Impfstoff gegen Delta-Varianten sei vorhanden. „Unser Ziel ist, möglichst genug Impfstoff für jeden Bürger zu haben, egal welche Variante kommt. Dann haben wir sowohl für eine Omikron- als auch für eine Delta-Variante ein Gegenmittel.“ Dann sei man auf alles vorbereitet.

Es entwickeln sich nach Ansicht des SPD-Politikers und Epidemiologen gerade diverse Omikron-Subvarianten, die Anlass zur Besorgnis geben würden. Lauterbach warnte, die Abstände, in denen neue Varianten die alten ablösten, würden immer kürzer. „Das bedeutet, dass wir uns immer schlechter auf die Mutationen vorbereiten können. Es ist durchaus möglich, dass wir eine hochansteckende Omikron-Variante bekommen, die so tödlich wie Delta ist. Das wäre eine absolute Killervariante.“

Nächste Corona-Welle im Herbst: Lauterbach für schnelle Anpassung des Infektionsschutzgesetzes

Lauterbach plädierte für möglichst schnelle Änderungen am Infektionsschutzgesetz, um im Herbst wieder eine Maskenpflicht in Innenräumen durchsetzen zu können. „Im Herbst wird sich die Lage wieder ändern, dann steigen die Fälle, dann gibt es wahrscheinlich neue Mutationen oder die Fallzahl mit Omikron-Infektionen steigt stark. Deshalb müssen wir bis dahin das Infektionsschutzgesetz noch mal überarbeiten.“

Es könne dann „durchaus wieder nötig und rechtlich erreichbar sein, dass wir das Maskentragen in Innenräumen wieder zur Pflicht machen.“ Verantwortlich für eine solche Entwicklung ist für Lauterbach auch die Ablehnung der Impfpflicht: „Das Scheitern der Impfpflicht war eine bittere Enttäuschung“, betonte der Minister. „Nach einem guten Sommer kann uns die große Impflücke einen harten Herbst bescheren. Dann erwarten viele Wissenschaftler die nächsten Wellen.“

Berichte, dass bald elf Millionen Dosen Impfstoff vernichtet werden müssen, wies Lauterbach zurück: „Das stimmt nicht. Je nachdem, wie viele Menschen eine vierte Impfung wollen, verfallen nur höchstens vier Millionen Dosen.“ (dpa/afp/bm)

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