Karl Lauterbach (SPD) kommt zu Beginn der Pressekonferenz der Fraktionsübergreifenden Abgeordneten-Gruppe zum Start der Initiative für die Neuregelung zur Sterbehilfe im Bundestag in die Bundespressekonferenz mit einer FFP3-Maske.
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Lauterbach kritisiert die neuen Corona-Lockerungen

Steigende Fallzahlen

Lauterbach blickt finster in den April - doch Aussagen über Gastro lassen aufhorchen: „Dann sofort möglich“

  • VonDana Popp
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Karl Lauterbach (SPD) gibt in Bezug auf die Corona-Pandemie die nächste düstere Prognose ab. Positive Aussichten sieht der SPD-Politiker aber bei der Außengastronomie.

Berlin - Letzten Mittwoch hat die Bund-Länder-Konferenz den stufenweisen Öffnungsplan beschlossen. Doch es gibt Kritik von verschiedenen Expert:innen, darunter auch Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (SPD). Bei Anne Will spricht er über die neuen Corona-Lockerungen. „Wir haben gelockert, aber die Lockerung wird de facto nie eine Rolle spielen, weil die Fallzahlen steigen“, so Lauterbach.

Lauterbach mit bitterer Prognose: Anfang April Inzidenzwerte über 100 - gute Nachrichten für Außengastronomie

Anfang April vermutet Lauterbach bereits wieder Inzidenzwerte über 100, welche eine erneute „Notbremse“ der Regierung auslösen würden. Dies würde vermutlich einen erneuten Lockdown bedeuten. Nur mit systematischen Testungen, vor allem in Schulen und Betrieben, soll die dritte Welle noch aufhaltbar sein.

In den Debatten um die Corona-Lockerungen stellt sich auch immer wieder die Frage: Was ist mit der Gastronomie?„Außengastronomie mit begleiteten Tests sollten sofort möglich sein“, sagt Lauterbach bei Anne Will. Dort soll das Infektionsrisiko sehr gering sein. Die Innengastronomie sieht Lauterbach jedoch sehr kritisch. In einer amerikanischen Studie des C.D.C. (Zentren für Krankheitskontrolle), wurde herausgefunden, dass die Infektions- und Sterberaten in den US-Bezirken, die das Essen drinnen erlauben oder keine Masken vorschreiben, ansteigen.

Lauterbach über die nächsten Monate: Keine Chance für Innengastronomie

Dies liegt an den Aerosolen, die das Coronavirus durch die Luft tragen würden. Durch die neue Corona-Variante sollen diese noch aggressiver geworden sein, so Lauterbach. Für Restaurants ist dies ein echtes Problem, bei dem auch keine Hygienekonzepte, wie Abstandsregelungen, helfen sollen. Menschen sitzen meistens eine Stunde oder länger in einem Restaurant und tragen während des Essens keine Masken, dadurch steigt das Infektionsrisiko stark an, so die Studie des C.D.C. Lässt man weniger Menschen in ein Restaurant, soll dies zwar das Risiko senken, trotzdem ist das Essen in einem Restaurant eine Aktivität mit hohem Ansteckungsrisiko.(Dana Popp)

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