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„Schwerer Winter“ wegen Corona? Lauterbach fordert strengere Regeln - und neues Gipfel-Treffen

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Karl Lauterbach beim Wahlkampfabschluss der SPD für die Bundestagswahl 2021 auf dem Heumarkt in Köln.
Corona: SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach fordert, auch während der Koalitionsverhandlungen Corona nicht aus dem Blick zu verlieren (Archivbild). © Christoph Hardt/Future Image/Imago

SPD-Gesundheitsexperte Lauterbach mahnt, die Pandemie nicht aus den Augen zu verlieren. Er fordert eine „intensivere Nutzung der 2G-Regel“ und eine baldige Bund-Länder-Runde.

Berlin - Karl Lauterbach ist Arzt und Professor und machte sich während der Corona-Pandemie als Experte und Mahner einen Namen. Auch am Samstag äußerte sich der Gesundheitsexperte gegenüber der Funke Mediengruppe erneut zur Pandemie. In Zeiten der Koalitionsverhandlungen sollten die Politiker den Überblick nicht verlieren, forderte Lauterbach im Hinblick auf die aktuellen Sondierungsgespräche zur Regierungsbildung. Aus seiner Sicht ergeben zudem strengere 2G-Regeln Sinn, ansonsten stehe ein „schwerer Winter“ bevor. Doch er hatte auch gute Nachrichten.

Lauterbach will 2G-Regel „intensiver nutzen“

In der Pandemie würden noch viele Entscheidungen anstehen, von den Corona-Regeln bis zu den Booster-Impfungen. Lauterbach findet es daher sinnvoll, „dass sich die Ministerpräsidenten zeitnah mit der Kanzlerin noch einmal treffen“. Eine baldige Bund-Länder-Runde sei nötig, um den „Überblick nicht zu verlieren“.

Es stünde ein „schwerer Winter“ bevor, sofern die nötige Impfquote nicht erreicht würde. Um den Anreiz zu erhöhen, sich impfen zu lassen, schlägt Lauterbach verschärfte Maßnahmen vor: „Wir sollten die 2G-Regel intensiver nutzen, also nur Geimpften und Genesenen den Zugang zu Restaurants, Kinos oder Veranstaltungen ermöglichen“, erklärte Lauterbach.

Karl Lauterbach: „Pandemie im Frühjahr 2022 vorbei“

Doch der SPD-Politiker hat auch gute Nachrichten. Sofern keine gefährlichere Virusvariante auftrete, sei die Pandemie im späten Frühjahr 2022 vorbei. Auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte sich angesichts der nun nach oben korrigierten Impfquote des RKI entsprechend geäußert. Dann könne es im Frühjahr 2022 einen Rückgang zur Normalität geben, sagte Spahn.

Lauterbach wird indes seit längerem als möglicher Nachfolger Spahns gehandelt. Darauf angesprochen, sagte er: „Ich spekuliere nicht über Ministerposten - weder öffentlich noch im Privaten.“ Allerdings zeigte er auf Nachfrage durchaus Interesse an der Position: „Falls jemand gesucht wird, der in dem Bereich eine gewisse Erfahrung mitbringt, dann würde ich darüber nachdenken.“

Ein Großteil der Bundesbürger würde dies befürworten: Einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey zufolge wünschen sich 45 Prozent der Befragten einen Gesundheitsminister aus der SPD. Alle anderen Parteien erhielten niedrigere Zustimmungswerte. Eine andere Umfrage von Bild ergab, dass rund ein Drittel den SPD-Gesundheitsminister gerne in der nächsten Bundesregierung sehen würden.

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