Bund-Länder-Gipfel

Corona-Lockdown: Kein Feuerwerk und Alkoholverbot - Welche Regeln Silvester gelten

  • Jan-Frederik Wendt
    VonJan-Frederik Wendt
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Angela Merkel (CDU) und die Länderchefs haben sich nach kurzer Zeit auf einen harten Corona-Lockdown geeinigt. Für Silvester und Neujahr gelten neue Regeln.

  • Der Corona*-Lockdown ist für ganz Deutschland beschlossen.
  • Auch an Silvester und Neujahr gelten neue Regeln.
  • Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) erklärt das De-facto-Böllerverbot.

Update vom Montag, 14.12.2020, 10.55 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Länderchefs haben am Sonntag (13.12.2020) einen harten Corona-Lockdown beschlossen. Eine neue Maßnahme lautet: Feuerwerk darf bundesweit nicht verkauft werden.

Durch das Böllern an Silvester drohe eine hohe Verletzungsgefahr, begründete Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) den Beschluss. Das am Limit arbeitende Gesundheitssystem solle nicht durch Verbrennungen und Verletzungen an Silvester zusätzlich belastet werden

Diese Entscheidung habe den Verband der pyrotechnischen Industrie (VPI) überrascht. Die Mitglieder fordern den vollen Ausgleich für die Umsatzverluste im dreistelligen Millionenbereich.

Nach Lockdown-Beschluss: Für Silvester gelten neue Corona-Regeln

Erstmeldung vom Sonntag, 13.12.2020, 15.08 Uhr: Kassel - Der Bund-Länder-Gipfel am Sonntag (12.12.2020) dauerte keine vollständige Stunde. Nach kurzer Zeit stand fest: Deutschland geht ab Mittwoch (16.12.2020) in den harten Lockdown. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) verkündete gegen 11 Uhr die neuen Corona-Regeln.

Nach Lockdown-Beschluss: An Silvester gelten neue Corona-Regeln

Auch für Silvester und Neujahr wurden Maßnahmen beschlossen. An beiden Tagen werden ein bundesweites Versammlungsverbot und ein Feuerwerksverbot auf publikumsträchtigen Plätzen gelten, die von den jeweiligen Kommunen bestimmt werden.

  • Es gilt ein bundesweites Versammlungsverbot an Silvester und Neujahr.
  • Auf publikumsträchtigen Plätzen darf kein Feuerwerk gezündet werden.
  • Der Verkauf von Pyrotechnik ist verboten.
  • In der Öffentlichkeit gilt ein Alkoholverbot.

Zudem ist der Verkauf von Pyrotechnik in diesem Jahr in ganz Deutschland generell verboten. Eine entsprechende Verordnung sollen die Bundesländer erlassen. „Vom Zünden von Silvesterfeuerwerk generell“ werde „dringend abgeraten“, so Merkel.

Corona-Regeln für Silvester: Markus Söder erklärt De-facto-Böllerverbot

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) erklärte zum De-facto-Böllerverbot, dass aus Krankenhäusern der dringende Wunsch kam, etwas zu tun. Das deutsche Gesundheitssystem ist wegen der hohen Corona-Zahlen am Limit. Ärzte und Pfleger sollen durch Verbrennung und zusätzlichen Verletzungen an Silvester nicht zusätzlich belastet werden.

Bei den normalen Verletzungen, die an Silvester hinzukommen, seien die Stationen nicht mehr aufnahmefähig. „Es wird ein stilles Silvester“, so Söder. „Das ist schade, wirklich schade. Aber ich glaube, es ist dringend geboten.“

Niemandem falle es leicht, diese harten Corona-Beschlüsse für Silvester zu fällen. „Wir tun das nicht, weil wir es wollen, sondern weil wir es müssen - aus Verantwortung für Menschen, Eltern und Großeltern und für das ganze Land“, sagte Söder.

Für Silvester und Neujahr gelten neue Corona-Regeln: Es gelten strengere Kontaktbeschränkungen, der Verkauf von Feuerwerk und Alkoholgenuss in der Öffentlichkeit wurde verboten. (Symbolbild)

Corona-Lockdown: An Silvester gilt ein Alkoholverbot in der Öffentlichkeit

Zusätzlich gilt während des Corona-Lockdowns vom 16. Dezember bis zum 10. Januar ein Alkoholverbot in der Öffentlichkeit - somit auch an Silvester und Neujahr. Verstöße sollen mit Bußgeldern geahndet werden.

Der seit Anfang November geltende Teil-Lockdown hat laut Merkel „nicht gereicht“. Das exponentielle Wachstum der Corona-Neuinfektionen habe nur eine Zeitlang gestoppt werden können.

Dann habe es aber eine „Seitwärtsbewegung“ gegeben, und seit einigen Tagen gebe es wieder ein exponentielles Wachstum. Das Vorhaben sei immer gewesen, eine Überlastung des Gesundheitssystems zu vermeiden, sagte Merkel. (Jan Wendt) *hna.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Rubriklistenbild: © Heinz Gebhardt/Imago

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