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Delta-Variante sorgt für viele Ansteckungen: „Tag der Freiheit“ in England um vier Wochen verschoben

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Von: Patrick Huljina

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Die geplante Aufhebung der Corona-Maßnahmen wird in Großbritannien um vier Wochen verschoben werden. Ein Auslöser ist die Ausbreitung der Delta-Variante.

Update vom 14. Juni, 19.26 Uhr: Großbritannien muss den „Tag der Freiheit“ um vier Wochen verschieben. Eigentlich hatte Premierminister Boris Johnson für kommenden Montag (21. Juni) die Aufhebung der Corona-Maßnahmen geplant. Am Montagabend gab Johnson bei einer Pressekonferenz in London bekannt, dass man zunächst von diesem Vorhaben Abstand nehmen müsse.

Als neues Datum für Lockerungen nannte der britische Regierungschef den 19. Juli. Bis dahin „wollen wir es schaffen, zwei Drittel der Erwachsenenbevölkerung mit beiden Dosen geimpft zu haben“, erklärte Johnson. Grund für die Verschiebung sei die schnelle Ausbreitung der Delta-Mutante in Großbritannien. Nach Johnsons Angaben stiegen die Fälle von Neuinfektionen mit der Delta-Virusvariante wöchentlich im Schnitt um 64 Prozent.

Corona in England: Ausbreitung der Delta-Variante lässt Infektionszahlen steigen

Erstmeldung vom 14. Juni, 13.49 Uhr: London - Der kommende Montag (21. Juni) sollte in England eigentlich zum „Tag der Freiheit“ werden. Die Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus im Vereinigten Königreich könnte dem Vorhaben nun jedoch einen Strich durch die Rechnung machen. Das berichteten am Montag mehrere britische Medien.

Nach monatelangem Sinkflug sind die Corona-Infektionszahlen in Großbritannien zuletzt wieder angestiegen. Laut den Zahlen des britischen Gesundheitsministeriums wurden am Sonntag (13. Juni) mehr als 7000 neue Corona-Fälle registriert. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt nun wieder bei knapp 65.

Die Ausbreitung der Delta-Variante, die zuerst in Indien entdeckt wurde, hat die Infektionszahlen im Land wieder in die Höhe schnellen lassen - und das obwohl die Impfkampagne weit vorangeschritten ist. Mehr als 56 Prozent der Erwachsenen in Großbritannien haben bereits den vollständigen Impfschutz erhalten. Allerdings könnte die Delta-Variante nach Einschätzung der britischen Gesundheitsbehörden um 60 Prozent ansteckender sein als die bisher in Großbritannien vorherrschende Alpha-Variante. Inzwischen macht die Delta-Variante mehr als 90 Prozent der Neuinfektionen im Vereinigten Königreich aus.

Corona in England: „Tag der Freiheit“ soll verschoben werden - Johnson verkündet Entscheidung am Montag

Eigentlich sollten nach den Plänen der Regierung am 21. Juni, dem „Tag der Freiheit“ die letzten Corona-Beschränkungen in England fallen. Diskotheken sollten wieder öffnen und Veranstaltungshallen, Hotels, Restaurants und Pubs wieder mit voller Kapazität genutzt werden können. Wie die BBC berichtet, sollen die Öffnungsschritte nun um vier Wochen verschoben werden. Um 18 Uhr Ortszeit soll Premierminister Boris Johnson am Montag (14. Juni)demnach die Aufschiebung der Lockerungen bei einer Pressekonferenz verkünden.

Bereits am Samstag (12. Juni) hatte Johnson am Rande des G7-Gipfels in Cornwall klar gemacht, dass es Zweifel an den geplanten Lockerungsschritten gibt. Es sei eindeutig, dass die Delta-Variante ansteckender sei, erklärte er dem Sender Sky News. Zwar sei noch unklar, in welchen Maß die Entwicklung der Corona-Lage in Großbritannien zu einer erhöhten Sterblichkeit führen werde. Sie sei aber „sehr besorgniserregend“, so Johnson.

Die weiteren Landesteile Großbritanniens - Schottland, Wales und Nordirland - entscheiden eigenständig über ihre Corona-Maßnahmen. Diese unterscheiden sich nur im Detail von den in England geltenden. Teilweise sind dort geplante Lockerungen wegen der Ausbreitung der Delta-Variante bereits verschoben worden. (ph/dpa/afp)

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