Playa de Palma  Mallorca im zweiten Jahr der Corona-Pandemie Hochsaison Sommer 2021
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Auf Mallorca herrscht Hochsaison - auch für das Coronavirus.

Bald Hochinzidenzgebiet?

Corona-Lage auf Mallorca immer kritischer: Das müssen Urlauber nun wissen

  • Martina Lippl
    VonMartina Lippl
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Auf Mallorca ist gerade Hauptsaison. Doch die Corona-Fälle auf der Urlaubsinsel schnellen seit Tagen in die Höhe. Über der Ferieninsel schwebt ein Damoklesschwert.

Palma - Bislang steht ganz Spanien „nur“ auf der Liste der Corona-Risikogebiete - sowie auch die Baleareninseln Mallorca, Menorca, Ibiza und Formentera. Das könnte sich bald ändern. Auf Mallorca sind die Corona-Zahlen seit Wochen auf einem hohen Niveau. Kein gutes Signal. Die Ferieninsel könnte zum Hochinzidenzgebiet eingestuft werden. Die 7-Tage-Inzidenz liegt am Donnerstag über einer kritischen 200er-Grenze - exakt bei 242,37, wie aus den Daten der spanischen Gesundheitsbehörde hervorgeht (Mittwochabend lagt der Wert bei 349,98).

Corona: Mallorca meldet täglich Hunderte Neuinfektionen

Das Robert-Koch-Institut (RKI) aktualisiert erfahrungsgemäß die Liste der Corona-Risikogebiete am Freitag. Das Mallorca vom Risikogebiet zum Hochinzidenzgebiet heraufgestuft wird, gilt als wahrscheinlich. Doch die Einstufung erfolgt nach RKI-Angaben in zwei Stufen:

„Hochinzidenzgebiete sind Risikogebiete mit besonders hohen Fallzahlen. Die Einstufung als Hochinzidenzgebiet basiert, wie auch bei den Risikogebieten, auf einer zweistufigen Bewertung. Zunächst wird festgestellt, in welchen Staaten/Regionen es in den letzten sieben Tagen mehr als 200 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner gab. Anhand weiterer qualitativer und quantitativer Kriterien kann im zweiten Schritt festgestellt werden, ob trotz eines Unter- oder Überschreitens der Inzidenz ein besonders erhöhtes bzw. nicht besonderes erhöhtes Infektionsrisiko begründet ist.“

Mallorca als Hochinzidenzgebiet: Was ändert sich für Urlauber?

Die Einstufung in ein Hochinzidenzgebiet hat Folgen für Reisende. Es gilt generell eine 10-tägige Quarantänepflicht. Geimpfte und Genesene können diese nach dem 1. Tag verkürzen. Alle anderen können sich frühestens nach dem fünften Tag mit einem negativen Testnachweis von der häuslichen Quarantäne befreien lassen. Vor der Einreise nach Deutschland ist eine digitale Einreiseanmeldung erforderlich. Flugpassagiere müssen sich wie bisher schon vor der Abreise auf Corona testen lassen. Das Bundesgesundheitsministerium weist darauf hin, dass Impf- und Genesenennachweise einen negativen Testnachweis ersetzen und von der Einreisequarantäne befreien können.

Corona: Droht Mallorca Einstufung als Virusvariantengebiet?

Die Delta-Variante lässt die Infektionszahlen auf Mallorca in die Höhe schnellen. Bei der Einstufung als Virusvariantengebiet müssen alle Rückkehrer 14 Tage lang in Quarantäne. Jedenfalls nach der Reiseverordnung, die bis zum 28. Juli 2021 gilt. Die Corona-Reiseverordnung wurde jedoch bis zum 10. September verlängert. Die Bundesregierung hat einige Änderungen beschlossen. Vollständig Geimpfte, die aus sogenannten Virusvariantengebieten einreisen, können künftig ihre Quarantäne vorzeitig beenden, wenn sie nachweisen, dass ihr Impfschutz gegen die Virusvariante im bereisten Gebiet wirksam ist.

Dass Mallorca als Virusvariantengebiet eingestuft wird, halten Experten für unwahrscheinlich. Der Anteil der Delta-Variante bei Infektionen in Deutschland ist bereits hoch.

Das RKI erklärt: „Maßgeblich für die Einstufung eines Staates im Ausland als besonderes Risikogebiet aufgrund des Auftretens einer Virusvariante (Virusvariantengebiet) ist die Verbreitung einer Virusvariante (Mutation), welche nicht zugleich im Inland verbreitet auftritt und von welcher anzunehmen ist, dass von dieser ein besonderes Risiko ausgeht.“ (ml) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA 

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