„Leben in einer anderen Welt“

Trotz Corona: Hunderte deutsche Urlauber feiern auf Mallorca - Video sorgt für Entsetzen: „Völlig außer Kontrolle“

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Urlaub trotz Corona: Auf Mallorca, aber auch auf weiteren Inseln gelten schon bald strengere Maßnahmen. Am Ballermann wurden nun jedoch sämtliche Regeln ignoriert.

  • Aufgrund von Corona* verbringen viel mehr Menschen Urlaube in der Heimat.
  • Auf den Balearen sollen schon bald wieder strengere Regeln gelten (siehe Update, 10. Juli, 11.20 Uhr).
  • Schockierende Aufnahmen vom Ballermann zeigen nun, dass deutsche Urlauber sämtliche Regeln ignorieren. 


Hier finden Sie ab jetzt die neuesten Entwicklungen rund um das Thema Urlaub in Zeiten von Corona.

Update vom 12. Juli, 15.02 Uhr: Hunderte deutsche Touristen sollen trotz Corona-Krise am Ballermann gefeiert haben. Die Mallorca Zeitung hatte ein Video der Szene veröffentlicht. Auf der Insel herrscht nun Entsetzen. 

Denn kaum einer der Feiernden beachtete am Wochenende an der Playa de Palma die derzeit in ganz Spanien geltenden Schutzvorschriften. Angetrunkene Urlauber umarmten nach Medienberichten Straßenhändler und flirteten hemmungslos mit Fremden. „Chaos“, titelte am Sonntag die Regionalzeitung „Última Hora“. Die Lage sei „am Samstag völlig außer Kontrolle geraten“. 

Dabei hatte die Regionalregierung in Palma erst am Freitag, nach ersten illegalen, aber noch deutlich kleineren Partys in Bars und Parks, für Verstöße beim Feiern einen Strafenkatalog mit Bußgeldern von bis zu 600 000 Euro beschlossen - und auch verstärkte Kontrollen angekündigt. Am Ballermann habe sich die Polizei aber vorerst kaum blicken lassen, stellte die „Mallorca Zeitung“ fest. 

Die rund 40.000 Bewohner von S'Arenal östlich der Hauptstadt Palma, wo der Ballermann liegt, schwanken derweil zwischen Angst und Empörung. „Natürlich habe ich Bammel. Die Deutschen leben einfach in einer anderen Welt“, sagte eine Nachbarin der Playa der Deutschen Presse-Agentur am Telefon. „Eine Schande“, klagte „Última Hora“-Leser José Luis in einem der unzähligen, vorwiegend sehr kritischen Online-Kommentare. Ein anderer Nutzer schrieb, die Feiernden würden von „der Mafia der Tourismus-Lobby beschützt“. 

Das Fazit der „Diario de Mallorca“: „Das Coronavirus hat den Sauftourismus nicht getötet“.

Auch in Nizza kam es bei einem Konzert zu verstörenden Bildern. Feiernde Mensche dicht an dicht - und dann auch noch ohne Gesichtsmasken.  Familie Harreiner aus Feldkirchen will ihren Türkei-Urlaub wegen der Reisewarnung aufgrund der Corona-Krise umbuchen, doch der Anbieter stellt sich quer.

Trotz Corona: Hunderte deutsche Urlauber feiern am Ballermann - Mallorca-Video sorgt für Entsetzen 

Update, 11. Juli, 15.30 Uhr: Hunderte Urlauber aus Deutschland sollen am Ballermann auf Mallorca gefeiert haben, ohne sich um die derzeit in Spanien geltenden Corona-Regeln zu scheren - das geht aus einem nun veröffentlichtem Video der Mallorca Zeitung (MZ) hervor. 

Laut der Zeitung haben am Freitagabend (10. Juli) Menschen in dichtem Gedränge auf der berühmten „Bierstraße“ gefeiert und getanzt. Eine Maske trage dabei so gut wie niemand, heißt es in der MZ weiter.

Die Videoaufnahmen sorgten auf der Insel für viel Aufregung. Die Szenen zeigten laut der Zeitung „wie groß die Gefahr einer zweiten Corona-Welle auf Mallorca sein könnte“. Viele der angetrunkenen Gäste hätten mit fremden Urlaubern geflirtet, in größeren Gruppen getanzt und Straßenhändler umarmt. Die wenigen Menschen, die Maske trugen, seien zum Teil ausgelacht worden.

Angesichts der Nachlässigkeit einiger Bürger bei der Beachtung der Corona-Schutzregeln hatte die Regionalregierung in Palma erst am Freitag illegalen Partys den Kampf angesagt. Es wurde ein Strafenkatalog mit Bußgeldern von bis zu 600.000 Euro beschlossen (siehe unten). Laut der MZ sei die Polizei am Freitagabend auf der „Bierstraße“ allerdings nicht präsent gewesen.

Sommer-Urlaub trotz Corona: Strenge Maßnahmen auf Mallorca - anderes Land lockert Reise-Beschränkung

Update vom 10. Juli, 17.42 Uhr: Mallorca legt im Kampf gegen illegale Parties nach: Bis zu 600.000 Euro Bußgeld drohen, Lokale können bis zu drei Jahre geschlossen werden. Das am Freitag beschlossene Dekret sieht außerdem verstärkte Kontrollen vor und soll noch am selben Tag in Kraft treten.

Corona-Risiko auf der Urlaubsinsel: Mallorca will illegale Partys hart bestrafen - ein Schild verbietet Alkoholkonsum

Update, 15.13 Uhr: Auch während der Corona-Pandemie empfangen viele Länder Touristen. Doch in jedem Land gelten andere Regeln. In unserem Übersichtsartikel finden Sie Details zu den Regeln in beliebten Urlaubsländern. Britische Experten warnen, dass im Herbst und Winter eine zweite Corona-Welle auf uns zukommt. Sie wollen „starke Beweise“ haben. Ein erneuter Lockdown könnte unumgänglich werden.

Corona-Urlaub in Skandinavien: Norwegen hebt Reisebeschränkungen auf

Update, 13.20 Uhr: Deutsche Touristen können in diesem Sommer doch noch Urlaub in Norwegen machen. Das skandinavische Land hebt ab dem kommenden Mittwoch (15.07.) seine Reisebeschränkungen für Menschen aus zahlreichen europäischen Staaten auf, die zufriedenstellende Corona-Zahlen haben - darunter auch Deutschland. Das gaben Justizministerin Monica Mæland und Wirtschaftsministerin Iselin Nybø bekannt.

Der Schritt bedeutet gleichzeitig, dass die Norweger ihrerseits in beliebte Urlaubsländer wie Griechenland, Spanien und Italien reisen dürfen. Die Pflicht zur zehntägigen Quarantäne nach der Ein- oder Rückreise nach Norwegen fällt weg.

Norwegen hatte seine Grenzen aufgrund der Pandemie Mitte März mit der Ausnahme für heimkehrende Norweger und weitere Menschen mit triftigem Einreisegrund geschlossen. Seit dem 15. Juni waren Reisen von und nach Skandinavien mit Ausnahme des schwedischen Festlandes wieder erlaubt gewesen. Für den Großteil Schwedens bleibt die norwegische Quarantänepflicht auch über den 15. Juli hinaus bestehen.

Sommer-Urlaub in der Corona-Krise: Mallorca beschließt strenge Maßnahmen - weitere Inseln betroffen

Update vom 10. Juli 2020, 11.20 Uhr: Auf Mallorca sollen ebenso wie auf Menorca, Ibiza und Formentera ab kommenden Montag (13. Juli) strengere Corona-Regeln gelten. Laut einem Bericht der Bild wird der genaue Beschluss mit Details aktuell noch erarbeitet. 

Die Regelungen sehen vor, dass ähnlich wie in Katalonien auch im Freien Masken getragen werden müssen, selbst wenn der Mindestabstand eingehalten wird. Wie die Bild weiter berichtet, sollen Strände und Pools aber von der Maskenpflicht ausgenommen werden. Auch in Bars, Cafés und Restaurants wird ist kein Mund- und Nasenschutz nötig, solange gegessen und getrunken wird. Bei privaten Zusammenkünften wird voraussichtlich eine Obergrenze von 70 Personen im Freien und 30 Personen in geschlossenen Räumen gelten.

Mit der Maßnahme werde auf die zunehmende Nachlässigkeit eines Teils der Bevölkerung beim Einhalten der Vorsichtsmaßnahmen reagiert. Bei Verstößen gegen die Maskenpflicht soll demnach ein Bußgeld von 100 Euro fällig werden. Auf den Balearen, insbesondere auf Mallorca, hatte es in den vergangene Tagen immer mehr Partys gegeben, an denen zum Teil mehr als hundert Feiernde ohne jede Beachtung der Abstandsregeln teilgenommen haben sollen, so die Bild.

Sommer-Urlaub trotz Corona-Krise: Weiteres EU-Land öffnet für deutsche Touristen 

Update vom 9. Juli 2020, 11.14 Uhr: Schottland hat die 14-Tage-Quarantäne für Einreisende aus 57 Ländern aufgehoben. Auch wer aus Deutschland kommt, muss sich nicht mehr zwei Wochen lang isolieren. Die Maßnahme werde am Freitag (10. Juli) für internationale Passagiere aus ausgewählten Staaten aufgehoben. Darüber informierte die Schottische Regierung.

Zu den 57 Staaten zählen 26 europäische, neben Deutschland auch Österreich und die Schweiz. Weiterhin müssen Einreisende jedoch ein Online-Formular ausfüllen, sowie Kontaktdaten, Reisedaten und Adressen ihres endgültigen Aufenthaltsorts angeben. Zuvor hatte bereits England entschieden, die verpflichtende Quarantäne von 14 Tagen für Einreisende aus 59 Ländern zum 10. Juli aufzuheben. Die gesamte Liste veröffentlichte die Schottische Regierung in einer Pressemeldung.

Sommer-Urlaub trotz Corona-Krise: Finnland öffnet für deutsche Touristen

Update vom 8. Juli 2020, 20.15 Uhr: Deutsche und viele andere Europäer dürfen ab der kommenden Woche wieder nach Finnland reisen. Das nordische Land hebt seine in der Corona-Krise erlassenen Einreisebeschränkungen für mehrere Länder mit vergleichbar niedrigen Infektionszahlen zum 13. Juli auf, darunter neben Deutschland auch Österreich, Italien, die Niederlande und die Schweiz.

Für Menschen aus dem Nachbarland Schweden sowie anderen EU-Staaten wie Portugal, Spanien und Frankreich bleiben die finnischen Grenzen dagegen weiter geschlossen, wie Innenministerin Maria Ohisalo am Mittwochabend auf einer Pressekonferenz in Helsinki sagte.

Entscheidend für die Finnen ist, dass in den entsprechenden Ländern innerhalb einer Zwei-Wochen-Periode weniger als acht neue Corona-Fälle pro 100 000 Einwohner verzeichnet worden sind. Bereits Mitte Juni hatte Finnland seine Grenzbeschränkungen für Reisende aus dem Baltikum, Norwegen, Dänemark und Island aufgehoben. Auch für einige Länder außerhalb Europas und des Schengenraums werden die finnischen Grenzen nun unter anderem für Arbeitsreisen geöffnet, darunter Australien, Neuseeland und China.

Urlaub in Corona-Zeiten: Sorge in Griechenland - Infizierte Reisende, eine Grenze erneut dicht

Update vom 8. Juli 2020, 13:43 Uhr: Österreich hat wegen steigender Corona-Zahlen in einigen Urlaubsländern neue Reisewarnungen ausgesprochen. Außenminister Alexander Schallenberg sprach eine ab sofort gültige Warnung für Rumänien, Bulgarien und Moldau aus.

Kanzler Sebastian Kurz kündigte zudem an, Kontrollen an den Grenzen zu Slowenien und Ungarn zu verstärken. Reisebusse würden ausnahmslos kontrolliert. "Wir erleben immer mehr Einschleppungen aus dem Ausland", sagte er und appellierte, nicht in diese Länder zu reisen. Wer aus den betroffenen Ländern zurückkehre, müsse sich für 14 Tage in Quarantäne begeben oder einen negativen Corona-Test vorweisen.

Die Strände Deutschlands werden derweil von einer Quallen-Plage heimgesucht. Diese soll mit dem Klimawandel in Verbindung stehen.

Urlaub in Corona-Zeiten: Sorge in Griechenland - Infizierte Reisende, eine Grenze erneut dicht

Update vom 7. Juli 2020, 16.41 Uhr: In Griechenland bereiten die neuesten Zahlen Sorge. Erstmals seit Wochen wurden in dem Land wieder mehrere Menschen positiv auf das Coronavirus getestet. 

Es wurden insgesamt 43 neue Fälle offiziell registriert. Die absolute Mehrheit der infizierten Person sind Touristen, nach Angaben der zuständigen Gesundheitsbehörde sind 36 Urlauber unter den Betroffenen.

Ob sich unter ihnen auch Deutsche befinden, blieb zunächst unklar. 20 der Touristen sind serbische Staatsbürger, bei den übrigen Personen wurde die Staatszugehörigkeit nicht genannt.

Bei den meisten der registrierten Fälle wurden die Neuinfektionen an der Grenze zu Bulgarien verzeichnet. Laut griechischen Medien sind seit dem 1. Juli über 100.000 Urlauber über den Grenzübergang Promachonas/Kulata nach Griechenland eingereist. 

Da es in Serbien derzeit erhöhte Zahlen von Coronavirusinfektionen gibt, hatte Griechenland seit Montagmorgen seine Grenzen für Reisende aus dem Balkanland geschlossen.  

Update vom 6. Juli 2020, 15.48 Uhr: Bali könnte im September wieder für ausländische Touristen öffnen. Die beliebte Urlaubsinsel in Indonesien wird nach dem Corona-Lockdown voraussichtlich im September wieder ausländische Touristen empfangen. Die im Zuge der Pandemie geschlossenen Tempel, Märkte und andere Sehenswürdigkeiten sollen in einer ersten Lockerungsphase sogar bereits am Donnerstag wieder öffnen, teilte die örtliche Regierung am Montag mit.

Ende Juli dürfen dann zunächst Urlauber aus anderen Teilen Indonesiens wieder nach Bali einreisen. „Die dritte Phase, in der der Tourismussektor noch weiter geöffnet wird und die auch ausländische Besucher beinhalten wird, startet am 11. September“, hieß es. Es sei aber wichtig, dass die geltenden Regeln in allen Phasen der Öffnung weiter befolgt würden, darunter Abstandhalten und Tragen eines Mund-Nase-Schutzes, sagte der Gouverneur von Bali, Wayan Koster.

Urlaub in Corona-Zeiten: Plötzliche Wende bei Türkei-Reisen in Sicht

Update vom 6. Juli 2020: 13.37 Uhr: Möglicherweise gibt es doch Hoffnung auf eine baldige Aufhebung der coronabedingten Türkei-Reisewarnung. Der Tourismus-Beauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß (CDU), sieht die Chancen dafür steigen. "Wenn die Lage gut ist - und letzte Woche war die Lage gut - können wir relativ schnell die Öffnungen vorbereiten", sagte Bareiß den Sendern RTL und n-tv. "Insofern sind wir da mittendrin zu überlegen, was tun wir die nächsten Tage, um auch hier Reisen zu gewährleisten."

Voraussetzung sei neben niedrigen Infektionszahlen, dass das türkische Gesundheitssystem Virusausbrüche so bewältigen könne, dass Urlauber wieder gesund nach Hause kommen, sagte Bareiß. Die Gespräche mit der Regierung der Türkei seien gut gewesen. "Man merkt, da wird sicherlich auch viel gemacht, dass vor Ort gewährleistet ist, dass der Schutz da ist."

Bareiß mahnte zudem, die Türkei nicht strenger zu beurteilen als andere Urlaubsländer. "Mit jedem Land müssen wir fair und gerecht umgehen", sagte der Tourismus-Beauftragte.

Übrigens: In Deutschland diskutieren derzeit viele Politiker darüber, ob die Maskenpflicht im Einzelhandel abgeschafft werden soll. Kanzlerin Angela Merkel hat sich nun in die Debatte eingeschaltet.

Türkei: Tourismus-Beauftragter Bareiß optimistisch über Aufhebung einzelner Reisewarnungen

Über eine Aufhebung der pauschalen Reisewarnung für einzelne der rund 160 weiteren Staaten außerhalb der EU äußerte sich der CDU-Politiker vorsichtig optimistisch. "Wenn ein Land sich entsprechend dadurch auszeichnet, dass die Infektionszahlen vor Ort recht niedrig sind und die Sicherheit für Reisende gewährleistet ist, dann kann man über ein Öffnen nachdenken. Aber das muss sehr, sehr vorsichtig passieren." Es müsse gewährleistet sein, dass die Infektionszahlen richtig sind.

Einzelne Regionen in den Urlaubsländern Spanien, Italien und vorallem Kroatien hatten zuletzt Ausbrüche erlebt und Corona-Maßnahmen regional wieder eingeführt. 

Urlaub trotz Corona: Erste Touristin bringt Virus an deutschen Ostseestrand

Update vom 6. Juli 2020, 9.29 Uhr: Im Norden ist offenbar die erste Touristin mit dem Coronavirus infiziert. Wie mehrere Medien unter Berufung auf die Lübecker Nachrichten (Bezahlinhalt) berichten, soll es sich um eine 90 Jahre alte Frau aus Düsseldorf handeln, die am Timmendorfer Strand Urlaub machte. Ersten Erkenntnissen zufolge schleppte die Düsseldorferin das Sars-CoV-2 aus NRW ein. 

90-jährige Touristin mit Corona infiziert - sie ahnte nichts von ihrer Ansteckung

Selbst soll die Frau, deren Infektion während ihres Aufenthaltes in einem Hotel am Timmendorfer Strand nachgewiesen wurde, nichts von ihrer Krankheit geahnt haben, so die Berichte. Sie hatte den Rettungsdienst wegen anderer gesundheitlicher Problemen gerufen. Das Virus sei dann im Rahmen der Untersuchungen zufällig festgestellt worden. Derzeit wird sie im Universitätsklinikum Schleswig-Holstein in Lübeck behandelt. Für die Kontaktpersonen der 90-Jährigen, vor allem Hotelmitarbeiter, steht nun Quarantäne an.

Update vom 5. Juli, 20.49 Uhr: Kroatien schien in der Corona-Pandemie relativ gut wegzukommen. Bisher sind in dem Land nur 3.151 offizielle Corona-Infektionen gemeldet worden (Quelle: Johns-Hopkins-Universität, Stand 5. Juli, 20.23 Uhr). Doch ein Blick auf die aktuellen Fallzahlen zeigt, dass Kroatien derzeit täglich relativ viele neue Corona-Infizierte verzeichnet.

86 neue Fälle gab es am Samstag (4. Juli), 96 am Freitag (3. Juli). So hoch war die Zahl der Neuinfektionen nur im Frühjahr. Am 1. April gab es in Kroatien auch schon einmal 96 neue Fälle. Danach nahmen die Werte tendenziell ab. An manchen Tagen in Mai und Juni registrierte der Mittelmeer-Staat sogar gar keine neuen Fälle.

Forscher versuchen derweil weiterhin herauszufinden, welche Langzeitfolgen eine Covid-19-Erkrankungen mit sich bringen könnte. 

Corona in Kroatien: Neuinfektionenzahlen wie im April

Dennoch gilt aktuell keine Reiseeinschränkung für Staatsbürger der EU-Länder. Allerdings heißt es auf der Website des Auswärtigen Amts: „Das COVID-19-Infektionsaufkommen war in Kroatien über mehrere Wochen niedrig, nimmt zuletzt allerdings stark zu. Regionale Schwerpunkte sind bisher die Hauptstadt und das Umland von Zagreb, Slawonien sowie die Gespanschaft Mitteldalmatien.“

Außerdem informiert das Amt darüber, dass Reisende, die die kroatische Grenze passieren möchten, ihre Kontaktdaten angeben müssen. Diese werden für die Dauer des Aufenthalts gespeichert. Um lange Wartezeiten zu vermeiden, kann die Registrierung online erfolgen.

Update vom 5. Juli, 20.05 Uhr: In einem bayerischen Hotel leistete sich ein Paar eine dreiste Aktion*. Das berichtet Merkur.de*. Die beiden wollten mit Hilfe eines falschen Attests ohne Mund-Nasen-Schutz in Lenggries Urlaub machen. Die Sache hatte unangenehme Konsequenzen für die Maskenverweigerer.

Urlaub trotz Corona: Erste Mallorca-Party von Polizei gestoppt - drakonische Strafe droht

Update vom 5. Juli, 10.42 Uhr: Das Coronavirus macht auch vor Palma de Mallorca nicht Halt. Entgegen der Hoffnung vieler Malle-Fans besteht an der Playa de Palma und in Magaluf weiterhin ein striktes Öffnungsverbot für alle Clubs.

Ein Bild aus den letzten Jahren: Mallorca von Touristen überlaufen...

Gefeiert darf auf der Insel offenbar dennoch werden. In Peguera, im Südwesten Mallorcas, etwa eine halbe Autostunde vom Ballermann entfernt, eröffnete am vergangenen Mittwoch „Krümels Stadl“ die Party-Saison auf der Insel.

Natürlich gibt es strenge Auflage der Behörden: die maximale Anzahl an Gästen wurde auf 300 begrenzt. Abstand und Mundschutz werden vorausgesetzt. Auftreten sollten Stars aus dem „Megapark“ und „Krümel“ selbst.

Laut der „Mallorca Zeitung“ wurden es dann allerdings deutlich mehr Gäste und zu allem Übel musste die Polizei einschreiten. „Wir hatten Tische mit genügend Abstand für 120 Gäste aufgestellt“, sagt Marion Pfaff, alias Krümel, laut dem Bericht. Da auch noch zahlreiche Kamerateams filmten, lockte das zusätzlich Menschen an. Gegen 21.45 Uhr verständigten Nachbarn die Polizei. Doch die stoppte das Treiben nicht.

„Wir durften weiterfeiern, haben aber eine Anzeige bekommen. Die Höhe der Strafe steht noch nicht fest. Das könnten im Höchstfall 30.000 Euro werden“, so Krümel. Doch weiter geht‘s: Samstag stieg die nächste Party.

Lesen Sie auch: Entscheidung über Lockdown in Corona-Hochburg Starnberg gefallen*

Update vom 4. Juli, 12.31 Uhr: Der Urlaub - ein hohes Gut der Deutschen. Passend dazu dringt NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) darauf, auch in der Corona-Krise die Grenzen offen zu lassen. „Die Ländergrenzen müssen künftig offen bleiben, so wie wir es mit Niederlande und Belgien gehalten haben“, sagte Laschet dem Nachrichtenportal „t-online.de“ (Samstag). Es sei eine Aufgabe für die deutsche EU-Ratspräsidentschaft, auch mit offenen Grenzen in der Bekämpfung der Corona-Pandemie nicht nachzulassen und europäisch zusammenzuarbeiten.

„Es war falsch, dass sich europaweit der Glaube zu verfestigen schien, man könne ernsthaft das Virus bekämpfen mit einer Schließung der Landesgrenzen“, kritisierte der CDU-Politiker. Covid-19 sei hauptsächlich über deutsche Urlauber ins Land gekommen, die man bei ihrer Rückkehr nach Hause nicht an der Grenze abweisen könne. Der nun anstehende Sommerurlaub berge daher ein neues Risiko, die Pandemie zu befeuern. „Die Menschen verreisen, fliegen wieder vermehrt mit dem Flugzeug, teilweise in ferne Länder, infizieren sich vielleicht vor Ort, ohne es zu bemerken“, warnte Laschet. „Das kann wirklich gefährlich für die Verbreitung des Virus und Ausbreitung der Corona-Pandemie werden.“ Er plädierte daher weiterhin für einen vorsichtigen und verantwortungsvollen Umgang miteinander.

Coronavirus: Sommer-Urlaub - England macht auf

Update vom 3. Juli, 19.01 Uhr: Auch wenn England nicht das klassische Ziel für einen Sommerurlaub ist, wird ein Urlaub auf der Insel bald wieder möglich sein. Wie die britische Regierung am Freitagnachmittag bekannt gab, gelten für Einreisenden aus 59 Ländern die wegen der Corona-Krise getroffenen Quarantäne-Vorschriften bald nicht mehr. Ab 10. Juli müssen Besucher unter anderem aus Deutschland, Frankreich, Spanien und Italien sich bei ihrer Ankunft nicht mehr für 14 Tage isolieren. 

Die Regelungen gelten jedoch nur für England. In Nordirland, Schottland und Wales, die ebenfalls Teil des Vereinigten Königreichs sind, bleiben die alten Vorschriften in Kraft. Ein schottischer Regierungssprecher kritisierte, dass die Lockerungen für „Staaten mit einem unterschiedlichen (Corona-)Risiko“ gelten. Außerdem wäre es sinnvoller, dass sich zunächst alle britischen Landesteile auf ein gemeinsames Vorgehen einigten. Auch aus Wales gab es Kritik.

Coronavirus: Reisewarnung für die Türkei bleibt erhalten - Hotels stehen leer

Update vom 3. Juli, 10.05 Uhr: Die Reisewarnung für die Türkei hält die Bundesregierung mindestens noch zwei weitere Wochen aufrecht - zum Ungunsten der Türkei. Das beliebte Urlaubsziel hat mit den Folgen der Corona-Pandemie zu kämpfen. Hotels stehen leer, Strände sind leergefegt.

Noch gilt in Deutschland eine Reisewarnung für das Urlaubsziel Türkei.

Rückkehrer aus einem Corona-Risikoland wie der Türkei müssen sich in eine 14-tägige Selbstquarantäne begeben. Können sie bei ihrer Wiedereinreise jedoch einen negativen Corona-Test vorweisen, der nicht älter als 48 Stunden ist, sind sie davon nicht betroffen. Bentour bietet nun, wie die „Bild“-Zeitung berichtet, als erster Reiseveranstalter ab dem 6. Juli einen kostenlosen Corona-Test an. 

Deniz Ugur, CEO von Bentour, erklärte gegenüber der Zeitung wie das ablaufen soll. „Für den Test werden unsere Gäste 45 Minuten früher als gewohnt zum Flughafen gebracht und dort ein PCR-Test durchgeführt. Die Untersuchungen werden in einem vom Robert-Koch-Institut anerkannten Labor durchgeführt, die Ergebnisse sechs bis acht Stunden später per E-Mail an die Gäste übermittelt.“

Coronavirus: Urlaub in Italien? Vernichtendes Video wirft schlechtes Licht auf Norditalien

Update vom 3. Juli, 9.30 Uhr: Seit Anfang Juni dürften Urlauber aus der EU wieder nach Italien reisen. Noch bleibt die Zahl der Erholungssuchenden jedoch überschaubar. Indes sorgt ein Tourismus-Werbevideo aus dem süditalienischen Kalabrien für Aufregung bei Norditalienern. Hintergrund der Empörung im Fernsehen und im Internet ist der Einbruch des Tourismus in dem Mittelmeerland durch die Corona-Krise. 

Obwohl die Nerven in vielen Urlaubsgebieten ohnehin blank liegen, ließen einige Verantwortliche aus dem Küstengebiet Riviera dei Gelsomini ein Video herstellen, in dem der Norden schlecht gemacht wird. Bilder von Massentourismus und Industrieschornsteinen im Norden werden mit leeren, hellen Sandstränden und romantischen Kulturstätten im Süden verglichen.

Coronavirus: Vernichtendes Video wirft schlechtes Licht auf Norditalien - „Es ist nicht richtig...“

Luca Zaia, Präsident der Region Venetien, meldete sich zu Wort und schimpfte über den Spot. „In den Untertiteln zu schreiben, dass bei uns die Leute an Feinstaub sterben: Es ist nicht richtig“, sagte der Politiker der rechten Lega. Das Video beleidige Land und Menschen. Auch Tourismustreibende von der Riviera dei Gelsomini wurden in italienischen Medien mit kritischen Worten zitiert.

Der Macher des Spots, der Italo-Schweizer Klaus Davi mit seiner Agentur, äußerte sich in Mailand erstaunt. „Das war nur ein kleines Web-Video, das wir ohne Geld für das Gebiet hergestellt haben“, sagte er am Donnerstag der Deutschen Presseagentur (dpa). Er habe das Instrument der vergleichenden Werbung genutzt, aber es habe Ähnliches schon vorher gegeben. 

Viele Deutsche entscheiden sich für ungewöhnliche Urlaubs-Schritt - Gutscheinlösung kommt

Update vom 02.07., 20.05 Uhr: Die Corona-Krise trübt die Urlaubslaune deutlich: Laut aktuellem ARD-Deutschlandtrend wollen über die Hälfte der Deutschen - nämlich 57 Prozent - in diesem Jahr auf den Sommerurlaub verzichten - noch im April hatten lediglich 31 Prozent angegeben, dieses Jahr nicht verreisen zu wollen, darunter viele Ältere oder Geringverdiener.

Wer bereits eine Pauschalreise gebucht hat, soll künftig zwischen Gutschein oder Erstattung wählen können - dies hatte der Bundestag am Donnerstag beschlossen. Damit ist die Debatte um Zwangsgutscheine vom Tisch. Der Deutsche Reiseverband DRV geht davon aus, dass sich nur 10 bis 20 Prozent der Kunden für eine Gutscheinlösung entscheiden werden.

Urlaub in Deutschland trotz Corona: Informationen im Internet

Update vom 2. Juli, 16.50 Uhr: Eine virtuelle Ampel gegen überfüllte Strände: Für Teile der Lübecker Bucht ist die sogenannte Strand-Ampel freigeschaltet worden. Auf der Internetseite www.strandticker.de können sich Tagesgäste über den Andrang an den Ostsee-Stränden zwischen Scharbeutz und Rettin informieren. Am Donnerstagmittag zeigte die Ampel für alle Strandabschnitte grün - sicher auch bedingt durch das nicht optimale Wetter. An vielen Abschnitten blieben die Strandkörbe bei grauem Himmel leer.

Die Ostseebäder Scharbeutz, Haffkrug, Sierksdorf, Neustadt, Pelzerhaken und Rettin haben das Lenkungssystem entwickelt, damit die coronabedingten Abstandsregeln an den Stränden eingehalten werden können. Wegen des Ansturms von Tagestouristen war in Scharbeutz an zwei zurückliegenden Wochenenden der Zugang gesperrt worden.

Corona-Ampel an der Ostsee: Urlauberströme sollen reguliert werden

Ursprungsartikel vom 2. Juli: Das Wetter in Deutschland zeigt sich vielerorts von seiner abwechslungsreichen Seite. An den Stränden der Republik gibt es reichlich Sonnenstunden und viele Menschen zieht es in die Urlaubsregionen an der Nord- und Ostsee.

Aufgrund der Corona-Einschränkungen* sind die heimischen Abschnitte so voll wie noch nie - dazu kommt, dass in einigen Bundesländern bereits die Sommerferien angefangen haben. Einige Strände mussten aufgrund des enormen Besucherandrangs bereits abschnittsweise geschlossen werden. 

An der Ostsee sieht sich der erste Bezirk zu einer gravierenden Maßnahme gezwungen: eine Ampelschaltung für Strandbesuche. „Oft ist es so, dass ein Strandabschnitt, der nahe bei einem großen Parkplatz ist, überfüllt ist, während in anderen Bereich noch genügend Platz wäre“, schildert André Rosinski, Chef der Tourismus-Agentur Lübecker Bucht, gegenüber der Bild. Weitere deutsche Urlaubsregionen an Nordsee und Ostsee werden nachziehen.

Corona und die Auswirkungen: Volle Strände wie nie an der Ostsee.

Anhand von aufgestellten Bildschirmen wurde das System zuletzt an Küstenorten testweise ausprobiert. Das Prinzip kennt man aus dem Straßenverkehr: Grün bedeutet freie Bahn - Rot, dass der Strand gesperrt ist. Und Orange? Dass die Kapazität nahe an der Auslastung ist und besser ein anderer Strand gesucht wird.

Ampelschaltung an deutschen Stränden: So läuft die Ermittlung

Wie funktioniert bei der Corona-Ampel an den Stränden die Auswertung? Die Tourismus-Agentur sammelt Informationen über die Belegung der Strandkörbe und weiterer Flächen über die Vermieter und Kontrolleure an den einzelnen Abschnitten. „Die Kollegen haben ein sehr gutes Gefühl dafür, wie viele Menschen am Strand sind. Außerdem helfen die verkauften Tickets beim Abschätzen“, führt Rosinski aus (Artikel hinter Bezahlschranke).

Außerdem sollen in Kürze Sensoren in drei Meter Höhe angebracht werden, welche den Zu- und Abfluss der Menschenströme an den Stränden ermitteln. Auf Basis dieser Daten ergeben sich dann auch die Ampel-Anzeigen. Die Zahlen sollen dann per Internet/App sowie auf den platzierten Monitoren erscheinen. Die Faustregel lautet: Jede Person soll acht Quadratmeter Platz haben - Familien 25.

Urlaub trotz Corona? Lieber Deutschland als Mittelmeer? DRV verkündet Trendumkehr nach Corona

Wird der Urlaub in der Heimat nach der Corona-Pandemie* dauerhaft die bevorzugte Lösung vieler Menschen in Deutschland? Es könnte sich nur um ein kurzes Phänomen handeln: Wie der Deutsche Reiseverband mitgeteilt hat, verzeichnet die Tourismuswirtschaft seit zwei Wochen einen Anstieg der Pauschalreise-Buchungen ins Ausland

Demnach sei für die Ferienmonate Juli und August* eine Rückkehr in altbekannte Reisemuster zu erkennen: Nachdem vor einigen Wochen fast ausschließlich Unterkünfte in Deutschland gebucht wurden, verlagere sich das Interesse zunehmend in Richtung Flugreisen* ans Mittelmeer, schilderte der DRV der Funke Mediengruppe.

So dünn besiedelt sind die Ostsee-Strände derzeit nur selten - einige Bundesländer haben schon Sommerferien.

Die meisten Neubuchungen verzeichneten Reiseveranstalter für die spanischen Inseln wie Balearen oder Kanaren (26 Prozent), dahinter folgt Griechenland mit 21 Prozent. Auch die Buchungen für das südliche Nachbarland Österreich, Italien* oder auch Kroatien würden wieder zunehmen (PF/dpa). *Merkur.de ist ein Angebot des Ippen-Digital-Netzwerks

Der neue Deutschlandtrend offenbart einen Stimmungswandel in der Bevölkerung im Zuge der Corona-Krise, von dem nicht nur die GroKo-Parteien profitieren.

Zu oft verharmlost? 240 Forscher warnen dringlichst vor Gefahr durch Aerosole.

Rubriklistenbild: © dpa / Clara Margais

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